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Brotherhood of Blessed Gérard

Entwicklungshilfe-Zentrum

Entwicklungshilfe-Zentrum: Nähschule

Mit großer Freude und Stolz können wir mitteilen, dass unser Entwicklungshilfe-Zentrum seine Zielsetzung erreicht hat, die uns Anvertrauten selbständig zu machen:

Die Ausgangssituation:

Unterentwicklung und die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes bedingen Massenarbeitslosigkeit, Kinderreichtum und materielle Armut bedingen schlechte Bildung und Ausbildung. Damit verfügen die Leute über wenig Fähigkeiten, mit denen sie Geld verdienen könnten. Viele Frauen sind mit den Kindern alleingelassen weil Wanderarbeit die Väter von der Familie trennt. So muss eine Frau oft allein eine Großfamilie versorgen, zumal wenn die Väter sich nicht einmal finanziell um die Familie kümmern.

Projektmaßnahmen

Das Entwicklungshilfe-Zentrum wurde mit Nähkursen begonnen: Je ein sechswöchiger Grund- und Aufbaukurs, dann ein vierwöchiger Leistungskurs. Durch Selbstanfertigung von Kleidung für die eigene Familie sparen die Teilnehmerinnen. Wenn sie dann für andere nähen und diese Kleidungsstücke verkaufen, können sie damit den Lebensunterhalt für ihre Familien bestreiten, gewinnen neues Selbstbewusstsein und werden zur Aktivität ermutigt.

Das Ergebnis:

Wir haben so viele Näherinnen ausgebildet, auch in Weiterbildungskursen, dass einige von ihnen jetzt selbst als Klein-Unternehmen ihre eigenen Nähschulen und Näh-Clubs aufgemacht haben und unser Dienst nicht mehr notwendig ist.

Daher haben wir das Projekt abgeschlossen.

Pater Gerhard im Interview:

Warum betreibt Ihr eine Nähschule?

Die Tatsache, dass wir hier in unserem Haus auch eine Nähschule unterhalten, hat den einzigen Grund, dass wir Menschen helfen wollen, die arbeitslos sind, durch eine Berufsausbildung zur Nähern, dass sie aus dem Teufelskreis der Armut ausbrechen können, mit anderen Worten, dass sie sich selber Geld verdienen können, um sich und ihre Familien zu erhalten, dass sie keine Almosenempfänger mehr sind und man muss in unserer Situation natürlich auch dazusagen es hat den wunderbaren Neben effekt, dass Menschen, die sich sonst wahrscheinlich aus der Not heraus durch Prostitution das Geld verdienen würden, eine Alternative angeboten wird, dass sie in einer Art und Weise sich Geld verdienen können, dass sie eben nicht die Gefahr laufen, dass sie sich dabei anstecken mit AIDS. Insofern hat unsere Nähschule im weiteren Sinne gesehen auch eine Art vorbeugende Wirkung weil eben gerade aus dieser Armut heraus es hier sehr viele Fälle gibt wo Menschen sich mit AIDS infizieren.

Warum kommen die Leute zu Ihren Nähkursen?

Am Ende jedes Kurses bekommen sie eine Bescheinigung für die erfolgreiche Teilnahme. ... Einige von ihnen bekamen Arbeit und die anderen nähen zu Hause und verkaufen die Kleidungsstücke, die sie herstellen

'Gib einem armen Mann einen Fisch, dann hat er genug für einen Tag - lehre ihn das Fischen, dann wird er immer genug haben.'

Diese alte Weisheit bewahrheitet sich auch heute und beschreibt am besten, was wir mit unserem Entwicklungshilfezentrum in Sundumbili erreichen wollen. Denn hier sollen Fertigkeiten erlernt werden, die zu selbständiger Beschäftigung ermuntern und dadurch arme Menschen von der Wohltätigkeit anderer unabhängig machen.

Unser erster Schritt dazu sind Nähkurse.

Sie werden von einer qualifizierten Nählehrerin geleitet, die wir hauptamtlich beschäftigen. Obwohl sie als im Nähen unerfahrene Anfänger beginnen, lernen die Teilnehmerinnen nach wenigen Wochen, schöne Kleidungsstücke von erstaunlich guter Qualität herzustellen.


Berichte über unser Entwicklungshilfezentrum (Nähschule):

Bericht von Weihnachten 2004

Blessed Gérard’s Entwicklungshilfezentrum / Nähschule

war das Jahr über ziemlich gut besucht. 48 Teilnehmer/innen absolvierten den Grund- und Aufbaukurs. Der Trend hat sich interessanter- und überraschenderweise geändert. Nähen wird traditionell als Domäne der Frauen verstanden, aber es kommen jetzt zunehmend mehr Männer zu uns zur Ausbildung. Frau Mdletshe, unsere Nählehrerin ist seit eh und je treu und loyal. In diesem Jahr hat sie drei Modeschauen durchgeführt, um die Fähigkeiten der Leute, die an unseren Nähkursen teilnahmen, vorzuführen.

Eine Modeschau war in Durban bei einem Benefizkonzert, das unser Mitglied Victor Claudius für die Brotherhood of Blessed Gérard veranstaltete. Die zweite Modeschau war Teil des Unterhaltungsprogrammes bei unserer Johannisfeier und die dritte war beim Fest des Seligen Gerhard, als wir Wilfrid Kardinal Napier als Mitglied unserer Organisation willkommen hießen.

Wir stellen unseren Kursteilnehmern alle Verbrauchsmaterialien wie Stoffe, Faden, Reißverschlüsse, Knöpfe, Nähnadeln, Stecknadeln und Scheren zur Verfügung und sie können unsere Nähmaschinen kostenlos benutzen. Unsere Nähschule wurde am 1. Juni 1993 eröffnet und die meisten Maschinen wurden ganz am Anfang gekauft. Einige müssen repariert werden und einige sollten ersetzt werden.

Bericht von Weihnachten 1999

Blessed Gérard’s Entwicklungshilfe-Zentrum

Nähschule

Wir möchten Ihnen unsere neue Lehrerin vorstellen:


Frau Florence Mdletshe

Der Vorstand möchte Frau Mdletshe in der Brotherhood of Blessed Gérard willkommenheißen und ihr für Ihre neue Aufgabe als Lehrerin in diesem sehr notwendigen Projekt alles Gute wünschen.

Wir haben beschlossen, dass es viel praktischer ist die Nähschule vorerst in die Pfarrhalle nach Mandeni zu verlegen. Die Schule wurde in ihrem neuen Heim am 1. Juli 1999 wiedereröffnet. Nach einiger persönlicher und Anzeigenwerbung ist die Schule nun ausgebucht und hat eine täglich zunehmende Warteliste.

Das ist der Lehrplan:

Grundkurs

(Für diesen Kurs bezahlt die Brotherhood of Blessed Gérard die Stoffe und anderes Material und die Ausrüstung)

  • Ausrüstung: Schere, Stecknadeln, Maßband, Auftrennhilfe, Bleistift, Notizheft, Nähmaschine. Die Schülerinnen lernen mit einer Nähmaschine, einem Overlocker und einer Schere sicher umzugehen und sie zu warten. Man erklärt ihnen verschiedene Nadeln zu benützen und warum ein Schnittmuster notwendig ist.

  • Stoffe: Erklärung wie man Stoffe auslegt und zuschneidet einschließlich des Gebrauchs von Schnittmustern. Die verschiedenen Arten von Stoffen und ihr Gebrauch werden erklärt.

  • Nähen: Erklärung verschiedenen Arten zu Nähen und ihr Gebrauch, z.B. Nähen mit der Hand oder Maschinennähen. Man zeigt ihnen mit der Hand zu nähen - Einschlagen, Säume und Knopflöcher. Demonstration wie man mit der Maschine näht - gerade Nähte und Zickzack.

  • Ausschneiden und Nähen von Folgendem: Kissenbezug, Kinderhose und Unterhemd, Kinder T-Shirt, Boxer-Short mit elastischem Bund für Kleinkinder, kurzärmeliges Hemd mit Kragen für einen kleinen Jungen, Knabenhosen mit Taschen und Reißverschluß-Hosentürchen, Kleid für kleine Mädchen, Damenrock mit Reißverschluß und Knopf, Damenbluse, Schuluniform mit Reißverschluß für Mädchen.

Aufbaukurs

(Für diesen Kurs bezahlt die Brotherhood of Blessed Gérard für die Stoffe und andere Materialien und Ausrüstung)

  • Die Schülerinnen lernen Maß zu nehmen, verschiedene Stoffe zu nähen, z.B. dehnbare Stoffe, Nylon, Chiffon, Tüll und Jeans, einen Trainingsanzug (elastischer Stoff), ein Kleid (Nylon) für ein kleines Mädchen, eine Männerhose (Jeans), eine Damenjacke mit Futter, ein Männerhemd mit Kragen und Manschetten und einen gefütterten zweiteiligen Damenanzug auszuschneiden und zu nähen.

Kurs für Fortgeschrittene

(Für diesen Kurs zahlt die Schülerin für alle Stoffe und Zubehör)

  • Erklärung wie man ein eigenes Geschäft aufmacht:
    Wie man seine Arbeit finanziert, d.h. eine Anzahlung für den Auftrag zu nehmen, Stoffe, Garn usw. in bar zu bezahlen, das Einverständnis des Kunden einholen, seine Arbeit anzupreisen, wie man einen Verkaufspreis für ein Kleidungsstück errechnet, wie man über seine eigenen Ausgaben für ein Kleidungsstück Buch führt, Verstehen, welchen Gewinn man erzielt hat.

  • Erklärung wie man sich um Arbeit bewirbt, wie man einen Lebenslauf verfaßt, wie man an einen Arbeitgeber herantritt, wie man sich für ein Bewerbungsgespräch kleidet.

  • Ausschneiden und Nähen: Ein Brautkleid mit Schleppe und Petticoat und einen maßgeschneiderten Herrenanzug.

  • Entwurf, Ausschneiden und Nähen eines Kleidungsstückes nach Wahl.

Bemerkungen:

  • Die Schülerinnen arbeiten in ihrer eigenen Geschwindigkeit.

  • Der Aufbaukurs und der Fortgeschrittenen-Kurs sind Wahlkurse.

  • Die Schülerinnen bekommen eine Bescheinigung nach jedem Kursabschnitt.

  • Die Schülerinnen erhalten zu Beginn des Grundkurses ein Nähset (Schere, Maßband, Stecknadeln, Handnadeln, Notizheft und Bleistift) das in das Eigentum der Schülerin übergeht.

  • Die Schülerinnen zahlen einen Unkostenbeitrag von 30,-- DM pro Monat.

  • Die Schülerinnen können auf Wunsch ihre eigene Nähmaschine verwenden.

  • Die Unterrichtszeit ist von Montag bis Donnerstag von 8°° bis 16°° Uhr, Freitag von 8°° bis 14°° Uhr.

Aus unserem Rundbrief von Ostern 1998

Blessed Gérard’s Entwicklungshilfe-Zentrum

Unsere Nähschule ist mal wieder voll. Frl. Thulile Nzuza hat sich in ihrer Rolle als Lehrerin ausgezeichnet durch den Erhalt eines sehr hohen Standards im Nähen.

Im Jahr 1977 haben wir zwölf Damen zu Näherinnen ausgebildet.

Sie hatten als arbeitslose Menschen begonnen, ohne Chance Einkommen zu erwerben.

Bis zum Ende des Jahres waren sie fortgeschritten von Stadium, überhaupt nichts über das Nähen zu wissen, zum Stadium, gefütterte Röcke und Jacken für Damen, Hosen und Kragenhemden für Herren, Schuluniformen, Kleidung für Kleinkinder und vieles mehr herstellen zu können, was einfach zu verkaufen ist.

Wir wünschen allen Absolventinnen das Allerbeste für die Zukunft.

Aus unserem Rundbrief von Weihnachten 1996

Blessed Gérard's Community Development Centre.

Unser Entwicklungshilfezentrum war wegen Personalproblemen für ein paar Monate geschlossen gewesen.
Nun sind wir froh, berichten zu können, dass die Nähschule seit Juli wieder geöffnet ist und sich erneut als wunderbares Plus für die Gemeinde erweist.
Frl. Thulile Nzuza, unsere Nählehrerin, hat zwölf Anfänger unter ihre Fittiche genommen und diese haben erst den Grundkurs absolviert und nun den Aufbaukurs fast abgeschlossen.
Der Kurs-Abschluss wird nun im Frühjahr stattfinden, sobald der Kurs ganz abgeschlossen ist und Sr. Bernadette vom Diözesan-Entwicklungshilfe-Referat die Arbeit begutachtet haben wird.
Die Schule wird das neue Schuljahr am 13. Januar 1997 beginnen.
Wir möchten an dieser Stelle Sr. Bernadette von den Kindheit-Jesu-Schwestern in Eshowe sehr herzlich dafür danken, dass sie uns auf so vielerlei Weise immer wieder hilft.

Thulile Nzuza übernimmt die Nähschule - 23. Juli 1996

EIN HERZLICHES WILLKOMMEN

gilt auch Frl. Thulile Nzuza, die sich unserer Organisation nicht nur als Mitglied angeschlossen hat, sondern auch als die neue Lehrerin für unsere Nähschule.

Wir wünschen ihr alles Gute für die Zukunft und hoffen zuversichtlich, dass sie darin Erfüllung finden wird, ihre Kenntnisse denen zu vermitteln, die diese brauchen weil sie in Not sind.

Aus unserem Rundbrief vom Dezember 1994

ENTWICKLUNGSHILFE - ZENTRUM / NÄHSCHULE IN SUNDUMBILI

1994 WAR AUCH FÜR DIESES Projekt ein sehr erfolgreiches Jahr. 49 Teilnehmerinnen haben den "A-Kurs" (Grundkurs) und 25 haben den "B-Kurs" (Aufbaukurs) bestanden.

Radio Zulu hat unsere Kurse kostenlos angekündigt. Wir sind dafür sehr dankbar.

Unsere Nählehrerin, Miss Lindiwe Mazibuko erfüllt ihre Aufgabe mit großer Hingabe und erzielt einen hohen Qualitätsstandard. Wir wünschen ihr einen recht erholsamen Urlaub - sie hat ihn wirklich verdient.

Ein Stück Südafrika wie kein Tourist es kennt - 1993

ENTWICKLUNGSHILFEZENTRUM - NÄHSCHULE

"Es gibt so viele Menschen, die zu Hause sitzen und nichts zu tun haben. Wir aber denken, dass wir diesen Menschen helfen müssen, dass sie fähig werden, sich selbst zu beschäftigen und zu arbeiten, um damit auch Geld zu verdienen. Deshalb richteten wir in Sundumbili ein Selbsthilfezentrum ein.

Wir begannen dieses Entwicklungshilfezentrum mit Nähkursen, in denen wir die Interessenten darin unterrichten, Kleidungsstücke anzufertigen, so dass sie dann ihre Produkte verkaufen können, um den Lebensunterhalt für sich und ihre oft großen Familien zu verdienen. Denn manchmal muss eine einzige Person eine riesige Familie allein versorgen."

'Gib einem armen Mann einen Fisch, dann hat er genug für einen Tag - lehre ihn das Fischen, dann wird er immer genug haben.' Diese alte Weisheit bewahrheitet sich auch heute und beschreibt am besten, was wir mit unserem Entwicklungshilfezentrum in Sundumbili erreichen wollen. Denn hier sollen Fertigkeiten erlernt werden, die zu selbständiger Beschäftigung ermuntern und dadurch arme Menschen von der Wohltätigkeit anderer unabhängig machen. Unser erster Schritt dazu sind Nähkurse. Sie werden von einer qualifizierten Nählehrerin geleitet, die wir hauptamtlich beschäftigen.

Obwohl sie als im Nähen unerfahrene Anfänger beginnen, lernen die Teilnehmerinnen nach wenigen Wochen, schöne Kleidungsstücke von erstaunlich guter Qualität herzustellen.

Unser Selbsthilfezentrum wird am 1. Juni 1993 seine Tore öffnen

Wir haben bereits eine Lehrerin angestellt, die die Nähkurse geben wird. Sie ist derzeit dabei, alle noch nötigen Vorbereitungen zu treffen.

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