Navigation
Brotherhood of Blessed Gérard

Seniorenclub

"Wir müssen auch etwas für die älteren Menschen tun, die einsam zu Hause sind, weil ihre Kinder arbeiten.
Denn oft wissen sie nichts mit sich anzufangen und sitzen nur stundenlang vor dem Fernseher und warten darauf, dass der Tag vorübergeht.
Deshalb organisieren wir Treffen, wo sie sich miteinander austauschen können, gemütlich beisammen sitzen und hilfreiche Informationen durch Vorträge bekommen.
Wir nannten diese Treffen ursprünglich "Twilight-Club".
Dort können die älteren Leute aus ihrer Isolation entfliehen.
Was ich besonders an diesen Clubs schätze, ist, dass unsere Alten inzwischen sagen: 'Uns soll nicht nur geholfen werden, sondern wir selbst wollen helfen.'
Ich finde das eine wunderschöne Idee."

So erklärte Pater Gerhard in unserem Videofilm von 1993 "Ein Stück Südafrika wie kein Tourist es kennt" die Notwendigkeit und die Aktivitäten des Seniorenclubs.

Eine Gruppe unserer aktiven Mitglieder lud alle interessierten Bürger im Senioren-Alter zum "Twilight-Club" ein, um bei einer Tasse Tee gemütlich beisammen zu sein und sich zu unterhalten.
Die Treffen wurden jeden Monat anders gestaltet, so kam z.B. einmal ein Arzt und referierte über Altersbeschwerden, ein anderes Mal wurde Altengymnastik und Sitz-Tanz geübt, wieder ein anderes Mal wurde gebastelt und gespielt.

So erreichten wir, dass viele ältere Menschen aus ihrer Einsamkeit befreit wurden und neue Bekanntschaften schließen konnten.

Durch die Bevölkerungsentwicklung bedingt sinkt in Mandeni mittlerweile der Anteil an Senioren, die an diesem Angebot Interesse haben, und dieses wahrnehmen.
Alte Menschen in der Zulubevölkerung sind wesentlich enger in ihre Familien eingebunden, und diese Art der sozialen Kontakte entspricht nicht so sehr ihren Gewohn- und Gepflogenheiten.
Daher haben wir die Treffen des Seniorenclubs bis auf weiteres ausgesetzt.
Dennoch halten wir unsere Augen und Ohren offen für die Nöte der älteren Generation.
Der Bedarf der Senioren in unserem Bereich scheint nunmehr mehr auf dem Gebiet der Pflegebedürftigkeit zu liegen.
Diesen Nöten begegnen wir schon seit vielen Jahren und mit wachsender Tendenz mit unserem ambulanten Pflegedienst und unserem stationären Hospiz, sowie mit den Diensten unserer Sozialarbeiterin.

Insofern betrachten wir den bisherigen Dienst des Seniorenclubs vorläufig als abgeschlossen und führen unsere offene und stationäre Altenarbeit durch unser Hospiz weiter.


Berichte über den Seniorenclub

Aus unserem Rundbrief von Ostern 1998

Blessed Gérard’s Seniorenclub

Unser Altenclub hat eine neue Ära begonnen.

frieclub.jpg (43243 bytes)

Die Mitglieder sagten ein trauriges aber nettes Adieu zu Frau Margaret Hawthorn, die in den vergangenen vier Jahren geholfen hatte, die Treffen zu planen und zu gestalten. Unsere aktiven Mitglieder, Frau Margaret Hawthorn, Frau Yvonne Renaud und Frau Wendy Richardson hatten diesen Club ins Leben gerufen, der sich alle 14 Tage trifft. Er begann als Altenclub, hat sich aber in einen wahren Freundeskreis gewandelt, wo Damen jeden Alters zusammenkommen, um zu helfen und sich eines Morgens voller Spaß mit den Alten erfreuen. Frau Joyce Buss wird weiterhin die Treffen und Ausflüge organisieren.

Wir möchten diese Gelegenheit nützen, um Ihnen, liebe Frau Hawthorn, unseren aufrichtigen und herzlichen Dank für all die Zeit und Mühen auszusprechen, die Sie aufgewendet haben, um diese Treffen so erfreulich zu gestalten. Möge Got Sie und Ihren Mann Tom in Ihrem Ruhestand segnen.

Bericht von Weihnachten 1996

Blessed Gérard's Friendship Club.

Unsere Senioren sind wirklich ein großes Plus für Mandeni.
Sie verstehen sich nicht als Patienten, denen geholfen werden muss, sondern als aktive Mitglieder unserer Gemeinschaft, die auf ihre Weise dazu helfen, so gut sie können, damit wir gemeinsam unsere Pläne verwirklichen können, den Armen wirksam zu helfen.
Die 35 Mitglieder unseres Seniorenclubs haben während des Jahres 1996 1.490,-- Rand (500,- DM) erarbeitet durch den Verkauf von Handarbeiten.
Darüber hinaus haben sie für unser Care Zentrum 15 Decken gestrickt, Kissenbezüge und viele andere nützliche Dinge gemacht.
Sie haben das Jahr mit einer sehr fröhlichen Weihnachtsfeier abgeschlossen.
Das erste Treffen im Neuen Jahr wird am 22. Januar sein.

 

Bericht vom September 1996

Unser Seniorenclub hat es sich schon vor einiger Zeit zur Aufgabe gemacht, die Brotherhood of Blessed Gérard dabei zu unterstützen, ihren Traum eines Pflege- und Sozialzentrums Wirklichkeit werden zu lassen.
Sie hatten in einem ihrer Treffen beschlossen, Wolldecken für die Patienten des Care Zentrums zu stricken.
Sie haben uns bislang elf Decken überreicht.
Im Lauf der Zeit hatten die Mitglieder des Seniorenclubs auch unterschiedliche andere Artikel hergestellt, die sie verkauften, um das Care Zentrum finanziell zu unterstützen.
Bei einem außerordentlichen Treffen am Tag, an dem die ausländischen Ehrengäste uns besuchten, überreichte Frau Yvonne Renaud 500,-- Rand.
Das ist besonders großartig, zumal dies nicht die erste solche 
Spende war, und die Menschen, denen wir damit helfen können, werden dafür sehr dankbar sein.

HERZLICHEN DANK!

Aus unserem Rundbrief von Weihnachten 1995

FREUNDSCHAFT UNSER SCHATZ
von Yvonne Renaud

Wie schnell ist das Jahr vergangen! So sagen wir am Ende eines weiteren wunderbaren und interessanten Jahres. Die Mitglieder unseres Seniorenclubs schätzten die gute Unterhaltung und viele Freundschaften sind daraus entstanden. Durch die Gastfreundschaft vieler hiesiger Leute hatten wir viele informative Ausflüge und Treffen und viel Spaß dabei. Ein Höhepunkt war der Besuch der Fischzüchterei in Amatikulu. Man hat uns genau erklärt, wie die Fische laichen, brüten und aufgezogen werden. ich denke nicht, dass einer von uns Ahnung davon hatte, welch spezialisierte Arbeit das ist.

Jenny Kirkland zeigte uns, wie arbeitslose Menschen Hüte und Matten aus Plastiktüten herstellen. Diese Produkte werden dann verkauft und so können sie sich den Lebensunterhalt verdienen.

Margaret Hiza gewann den Preis für den originellsten Hut bei unserer "Frühlings-Hut-Parade". Ihre Tochter Dr. Hiza, unsere hiesige Tierärztin, brachte ihren Weimaraner "Lothy" mit, als sie zu uns über Haustierpflege sprach. Andere Mitglieder gaben uns Vorführungen im Backen, Stricken, Häkeln, Sitztanz und Aromatherapie. Bingo ist natürlich jederzeit beliebt und unsere Mitglieder wollen oft gar nicht damit aufhören. Wir danken Frau Joyce Buss für ihre Hilfe als Spielleiterin.

Oma Hawthorn schlug vor, dass alle Mitglieder ihre Zeit dazu nützen sollten, Handarbeiten zum Verkauf das Jahr über herzustellen. Das war ein großer Erfolg und wir konnten 613 DM für Blessed Gérard's Care Centre aufbringen. Ein spezielles Dankeschön an Oma Hawthorn und alle, die mitgeholfen haben! Sicher haben viele von Ihnen schon Weihnachtskarten bekommen, die von unseren Mitgliedern wiederaufbereitet worden waren. Die war eine weitere große Bemühung aller, Mittel aufzubringen.

Obwohl einige Mitglieder aus Mandeni weggezogen sind, ist unsere Zahl ziemlich konstant geblieben. Hoffentlich bekommen wir im Neuen Jahr weitere Mitglieder. Wir rundeten 1995 mit einer JahresAbschlussfeier ab. Was war das doch für ein Fest! Ein spezielles Dankeschön an alle, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben und last not least Dankeschön an alle Helfer, Gastgeber und Chauffeure.

Unser nächstes Seniorenclubtreffen ist am 24. Januar 1996.

Ein Brief an den Präsidenten: Ich habe die Ehre einer der "wiederaufbereiteten Teenager" des Friendship Clubs zu sein. Ich habe dort so viel Kameradschaft, Güte und Mitsorge erfahren. Es macht mir große Freude, mitzuhelfen, Gelder für Blessed Gérard's Care Centre, das wir in Mandeni so dringend brauchen, aufzubringen. Mit Gottes Hilfe hoffe ich, dass ich und andere in der Lage sein werden, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre M. J. Hawthorn (Oma)

Bericht vom Dezember 1994

Wir stehen am Ende eines sehr arbeitsreichen und erfüllten Jahres. Obwohl vier unserer Teilnehmer verstorben sind und "Mutti" Muriel Wiggill in ein Altenheim gezogen ist, sind unsere Teilnehmerzahlen doch gestiegen. Bei jedem Treffen tauchten ein oder zwei neue Gesichter auf. Wir beschlossen, uns nunmehr zweimal pro Monat zu treffen, weil für unsere vielen Aktivitäten nie genügend Zeit war. Wir hatten eine gute Zahl von Vorträgen, z.B. Frau Ramballi vom Verein für Taube und Blinde in Durban, Dr. Lynton Wilkinson, der über die Symptome des Alterungsprozesses sprach und Allison Coetzee vom Staatlichen Wohlfahrtsamt in Durban. Einige der Teilnehmerinnen selbst zeigten uns wie man bestimmte Handarbeiten macht, strickt, Kerzen zieht oder Applikationstechnik macht. Die "Old Biddies" oder "wieder aufgefrischten Teenager" verbrachten einige sehr lebendige Gesprächsrunden, besonders nachdem ihnen Margaret Hawthorn einiges über "Großeltern und Enkelkinder" vorgelesen hatte. Bingo war immer sehr beliebt mit Joyce Buss als Spielleiterin. Alte Weihnachtskarten wurden wiederaufbereitet und zugunsten der Brotherhood of Blessed Gérard verkauft.

Es hat uns sehr leid getan, als Wendy Richardson nach Pietermaritzburg umgezogen ist. Wir vermissen ihre gute Mitarbeit und Hingabe an den Altenclub. Der Club ist so weit gewachsen, dass wir bei den letzten drei oder vier Treffen gar zu achtzehnt waren.

Wir haben das Jahr als Höhepunkt mit einer Weihnachtsfeier ausklingen lassen, bei der jeder ein kleines Geschenk bekam. Ein riesiges Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben, diesen Tag und das ganze Jahr zu einem solch großen Erfolg werden zu lassen. Für das nächste Jahr haben wir bereits Angebote für Vorträge und Gespräche bekommen. Unser erstes Treffen im Neuen Jahr 1995 wird am Mittwoch, dem 25. Januar stattfinden.

Yvonne Renaud

Ein Stück Südafrika wie kein Tourist es kennt - 1993

ALTENCLUBS

"Wir müssen auch etwas für die älteren Menschen tun, die einsam zu Hause sind, weil ihre Kinder arbeiten. Denn oft wissen sie nichts mit sich anzufangen und sitzen nur stundenlang vor dem Fernseher und warten darauf, dass der Tag vorübergeht.

Deshalb organisieren wir Treffen, wo sie sich miteinander austauschen können, gemütlich beisammensitzen und hilfreiche Informationen durch Vorträge bekommen.

Wir nennen diese Treffen Twilight-Club. Dort können die älteren Leute aus ihrer Isolation entfliehen. Was ich besonders an diesen Clubs schätze, ist, dass unsere Alten inzwischen sagen: 'Uns soll nicht nur geholfen werden, sondern wir selbst wollen helfen.' Ich finde das eine wunderschöne Idee."

Eine Gruppe unserer aktiven Mitglieder laden alle interessierten Bürger im Senioren-Alter zum Twilight-Club ein, um bei einer Tasse Tee gemütlich beisammen zu sein und sich zu unterhalten. Die Treffen werden jeden Monat anders gestaltet, so kam z.B. einmal ein Arzt und referierte über Altersbeschwerden, ein anderes Mal wurde Altengymnastik und Sitz-Tanz geübt, wieder ein anderes Mal wurde gebastelt und gespielt.

So erreichen wir, dass viele ältere Menschen aus ihrer Einsamkeit befreit werden und neue Bekanntschaften schließen können.

Ein Stück Afrika wie kein Tourist es kennt - 1993

SENIORENCLUB IN MANDINI UND MANGETE

Dieses Projekt mag etwas aus dem Rahmen fallen, ist deshalb allerdings längst nicht weniger wertvoll. Das Problem der Einsamkeit älterer Menschen ist überall auf der Welt bekannt, und auch hier wurde persönlicher Einsatz bereits durch die Dankbarkeit der Betroffenen belohnt. Beabsichtigt war und ist nämlich, die Senioren der hiesigen Gemeinden aus ihrer Isolation zu befreien, damit auch sie weiterhin aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Regelmäßig einmal im Monat also finden von drei Mitgliedern der Bruderschaft organisierte Treffen statt, in denen sich die Männer und Frauen über ihre alltäglichen Erfahrungen, Jugenderinnerungen, Freuden und Leiden austauschen, neue Freundschaften schließen bzw. bestehende pflegen können.

Jene Vormittage sind stets individuell gestaltet: mal werden Spiele wie Romme´, Bingo oder Scrabble gespielt, mal wird einfach gemütlich beisammen gesessen, um sich bei Tee, Kaffee und Kuchen zu unterhalten, ein anderes Mal wieder werden Gäste eingeladen, um über Dinge zu referieren, die für die Zuhörer von Interesse sein mögen. So kam unter anderen ein Doktor, der über spezifische Begleiterscheinungen des Altwerdens sprach und dazu Verhaltensempfehlungen gab, zusätzlich auch körperliche Übungen zeigte und mit ihnen durchführte, die für sie als ältere Personen leicht nachzuahmen sind.

Wie ich mich überzeugen konnte, haben die Senioren an diesen Vormittagen viel Freude und bringen selbst immer wieder neue Ideen ein, um ihren "Twilight Club" am Leben zu erhalten. Sie äußerten bereits den Wunsch, öfter als bisher zusammenzukommen.

Diejenigen, die kein Auto besitzen oder nicht mehr in der Lage sind, selbst zu fahren, werden von freiwilligen Helfern abgeholt und später wider nach Hause gebracht.

In näherer Zukunft möchte man auch Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten in der Gegend unternehmen (und ähnliches), um noch mehr Abwechslung zu bieten.

Außerdem soll konstant eine Brücke zwischen Jung und Alt geschlagen werden, indem man die Gruppe des Kinderreligionsunterrichtes (welcher hierzulande nicht automatisch in den Schulen abgehalten wird) mehr und mehr in die Twilight-meetings integriert. In diesem Jahr führen beispielsweise die Kinder zur Weihnachtsfeier der Senioren ein Krippenspiel auf.

In Mangete, der Farbigen-Gemeinde (unter Farbigen versteht man hier die Mischlinge) ist diese Integration bereits verwirklicht, denn hier werden die Treffen grundsätzlich in der Hauptsache von der Pfarrjugend gestaltet.

Auszug aus dem Bericht "Ein Stück Afrika - wie kein Tourist es kennt" von Diane von Wrede

Unsere beiden Altenclubs in Mandini und Mangete erfreuen sich wachsender Beliebtheit. - 5. Mai 1993

Weitere Informationen