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Brotherhood of Blessed Gérard

Eine Sammlung von Berichten und Artikeln über Blessed Gérard's Kinderheim

Eine wirkliche Hoffnung - Blessed Gérard‘s Kinderheim - August 2009

Blessed Gérard‘s Kinderheim

Die Atmosphäre in den beiden Teilen des Kinderheimes ist freundlich und familiär.Heute berichte ich vom Leben in der Wohngruppe: Die zwölf bis sechzehnjährigen Mädchen und Jungen bewohnen zusammen mit ihrer Erzieherin, der Benediktinerin Sr. Edith, eine Wohnung im Obergeschoß des Care Centres. Je zwei Jugendliche teilen sich ein helles freundliches Zimmer und jedes hat seinen persönlichen Schreibtisch. Eine Haus- und Dienstordnung, sowie ein miteinander verfasster Essensplan erinnern an die von den Kindern selbst zu leistenden Dienste. So lernen die Jugendlichen im täglichen Leben den Haushalt zu führen. Putzen, waschen, kochen, abwaschen und all die hundert Kleinigkeiten, die ein kompletter Haushalt mit sich bringt. Nach der Schule kommen  sie zwischen 14:00 Uhr und 16:00 Uhr nachhause, machen noch ihre Hausaufgaben und gehen anschließend gerne nach draußen zum spielen. Dank der Tatsache, dass das Kinderheim ein altes Klavier geschenkt bekam, erhalten einige Kinder Klavierunterricht. Einen Tag lebe ich mit den Jugendlichen mit und erlebe eine echte Familie, die fröhlich ist. Beim Leisten ihrer Dienste machen sie Witze und erzählen von ihren Erlebnissen in der Schule. Zum Abendessen kochen die beiden Mädchen, die heute Dienst haben, ein sehr schmackhaftes Abendessen. Die Kinder nehmen es mit perfekten Tischmanieren ein. Ich staune immer wieder über diese familiäre Atmosphäre, in der jeder auf den anderen Rücksicht nimmt. Ich gehe am Abend ganz erfüllt von den vielen Eindrücken in mein Zimmer. Das Blessed Gérard‘s Care Centre in Mandini ist ein Ort praktizierter Nächstenliebe. Das ist im ganzen Haus spürbar. Ob in den Bereichen des Hospizes oder in den beiden Teilen des Kinderheimes, in dem momentan 41 Kinder leben.Heute nehme ich Sie mit in den Bereich des Kinderheimes, in dem Neugeborene bis elfjährige Kinder leben. An der Türe werde ich von einer freundlichen Erzieherin begrüßt. Im breiten Gang stehen farbenfrohe Möbel. Dort findet gerade eine Team-Besprechung statt. Die Kinderzimmer sind je nach Größe mit zwei bis fünf Kindern belegt. Die Zimmer sind hell und freundlich, die bunten Bettbezüge sind lustig und die Kinder haben eine Aussicht ins Grüne. Die Kinder spielen gerne Klatsch- und Reimspiele miteinander und sie sind dabei sehr glücklich.Dieses Zimmer ist mit vier Mädchen belegt, sie spielen mioteinander.Hier ist der Raum von vier Kleinkindern, es ist Schlafenszeit. Der Tag beginnt um 6:00 Uhr. Die Kinder werden gebadet, die größeren duschen. Nach dem Frühstück und dem Zähneputzen werden die Schulkinder mit organisationseigenen Kleinbussen in die verschiedenen Schulen gebracht. Um 7:30 Uhr müssen sie dort sein, um 8:00 Uhr beginnt die Schule. Die Kinder, die noch zu klein für den Kindergarten sind, bleiben zu Hause im Heim und spielen. Ein Junge und ein Mädchen bekommen spezielle Therapie. Alle Betreuer arbeiten Hand in Hand und die Kinder werden körperlich und geistig gefördert. Eine pädagogische Fachkraft betreut die Schulkinder am Nachmittag in einem Hausaufgabenraum. Die Kleinkinder spielen im Spielzimmer des Kinderheimes. Danach kommt der große Augenblick. Sie dürfen raus auf den Spielplatz. Ein Abenteuerspielplatz mit verschiedenen Klettergeräten bietet viel Gelegenheit zum Toben. Die Kinder spielen auch gern Ball, Kreis- und Tanzspiele. Alle lachen und sind ausgelassen. Es ist auffällig, dass jedes der Kinder aufs Wort folgt und feste Regeln einhält. Die behinderten Kinder sind mitten drin. Als auf einer Tonne der Rhythmus zum traditionalen Zulutanz getrommelt wird, singen alle kräftig mit und ich bin auch nicht mehr zu halten. Bei dem Tanz muss man nach einer bestimmten Schrittfolge die Beine abwechselnd so hoch wie möglich nach oben werfen. Alle haben große Freude dabei, besonders weil ich mittanze. Nach dem ausgelassenen Spiel werden die Hände gewaschen und bald gibt es Abendessen. Während die größeren Kinder unter Anleitung für sich selbst kochen werden die kleineren Kinder von der Zentralküche aus versorgt. Die abwechslungsreiche vitamin- und proteinreiche Kost ist nicht nur gesund sondern schmeckt auch noch ausgesprochen gut. Einige der Kinder waren ausgesetzt worden, andere misshandelt und viele haben unaussprechlich schwere Schicksale hinter sich. Im Kinderheim des Blessed Gérard‘s Care Centres finden sie Schutz und Geborgenheit, Förderung und Bildung, ein Zuhause und vor allem Liebe. Alle Aidskranken Kinder unter ihnen werden mit Antiretroviralen Medikamenten behandelt. Sie können die Lebenserwartung um bis zu 25 Jahre vergrößern und die Behandelten fühlen sich bald wieder ganz gesund und munter. Das ist eine wirkliche Hoffnung im Kampf gegen Aids.                       Mechthilde Lagleder  


S'fundo - Weihnachten 2005

S'fundo

Am 3. September 2005 wurde ein acht Monate altes Baby in der Nähe des öffentlichen Wasserhahnes im örtlichen Slum gefunden. Junge Mädchen aus der Gemeinde, die zum Wasserholen gekommen waren, finden ihn. Sie hoben ihn auf und trösteten ihn. Eine von ihnen erkannte das Baby und wußte glücklicherweise wer der Vater ist. Sie gingen die vier Kilometer zu Fuß zum Haus des Vaters, aber er war nicht zu Hause. Kein Mensch wußte, wo er oder die Mutter des Babys war.


S'fundo hatte Glück. Die jungen Mädchen brachten ihn zur örtlichen Polizeiwache und die brachten ihn ins Blessed Gérard’s Kinderheim.

Er lebte zwei Monate lang bei uns und entwickelte sich prächtig. Vor zwei Tagen rief eine Sozialarbeiterin an ob wir ein Kind mit dem Namen S'fundo hätten. Nach Bestätigung aller Angaben über das Baby, die wir kennen, bestätigte die Sozialarbeiterin, dass sie die Mutter von S'fundos Vater vor sich sitzen habe.


Am 16. November 2005 kam die Polizei mit S'fundos Großmutter um ihn abzuholen.

Die Tränen von Dankbarkeit bei der Wiedervereinigung der Großmutter mit dem Baby haben uns mehr als tief bewegt. Das ist wirklich ein glücklicher Beginn eines neuen Lebens für S'fundo.

"Wo ist meine Mami?" - Weihnachten 2005

“Wo ist meine Mami?”

Ach, ist das aufregend! Bald werde ich sehen was es außerhalb der Gebärmutter meiner Mami alles zu entdecken gibt. Aber ich bin auch ein klein wenig ängstlich, weil ich gehört habe, wie meine Mami kürzlich zu einem Freund gesprochen hat und sagte "Ich will dieses Kind nicht, wäre es doch nur tot! Meine Mutter wird mich davon jagen, wenn sie herausfindet, dass ich schwanger bin." Ich weiß nicht was sie damit gemeint hat, aber es hat mir Angst eingejagt. Ich bin auch traurig, dass meine Oma gar nicht weiß, dass es mich gibt und meine Mami sagt, dass mich meine Oma auch nicht will. Es wird auch ganz schön eng hier herinnen. Meine Mami hat wohl keine bequemen Kleider. Sie zwängt mich mit ihren engen Jeans und kurzen Gürteln recht ein. Manchmal ist es ganz schön unbequem. Hurra, ich höre die netten Schwestern sprechen. Jetzt müssen wir wohl in der Klinik sein. Warum heult und schreit meine Mami wohl? O weh! Das macht mir Angst! "Noch einmal fest pressen" sagt die Schwester ... und ...

Mensch, es ist so hell hier außerhalb und etwas kühl. Die Schwester hat mich in etwas weiches und warmes gebettet, aber es ist nicht wie bei Mami drin. Noch hab ich sie nicht gesehen weil mich die Schwester erst waschen und wiegen will. Aua, jetzt hat sie mir eine Spritze gegeben. "Das ist eine BCG Injektion" sagt die Schwester zu meiner Mami, "die verhindert, dass ihr Baby Tuberkulose bekommt." Am liebsten würde ich wieder zurückgehen wo ich hergekommen bin. Jetzt gibt mich die Schwester meiner Mami, sie ist weich und so hübsch, aber etwas stimmt nicht - sie nimmt mich nicht in die Arme. Sie sagt zur Schwester sie soll mich in die Wiege schlafen legen. "Was für ein wunderschönes Mädchen" sagt eine andere Schwester, die gerade zur Frühschicht gekommen ist. Ich bin stolz, dass sie sagt, dass ich schön bin. Die Schwester sagt zu meiner Mutter, sie muss mich mit nach hause nehmen. Jetzt kann ich auch meine Oma kennen lernen.

Mami hebt mich auf und geht mit mir zur Bushaltestelle bei den großen Geschäften. Ich fühle mich echt nicht sicher weil mich meine Mami immer anderen Leuten in die Hand gibt. Sie lässt mich bei einer Verkäuferin damit sie zur Toilette gehen kann. Ich warte und warte und Mami kommt nicht zurück. Die liebe Dame, die auf mich aufpasst, gibt mir eine neue Decke und hält mich und redet mit mir. Sie ist offensichtlich sehr nett. Was macht sie jetzt? Sie ruft die Polizei - Ich hab doch gar nichts angestellt. Ich bin dich nur fünf Stunden alt. "In Ordnung", sagt sie zu dem Polizisten, "ich werde das Blessed Gérard's Kinderheim anrufen." Was wird wohl mit mir geschehen? Wer sind die Leute vom Kinderheim und wo ist meine Mami?


Da hebt mich jemand auf. Das sind starke Hände, aber weich und ich fühle mich geborgen. Ich habe Hunger! Wo ist meine Mami? Die starken Hände sind die von Pater Gerhard. Er drückt mich an sich und spricht mit sanften Worten zu mir. Er versichert mir, dass man mich mag und will. Die netten Damen im Geschäft sind sehr glücklich, dass ich ins Blessed Gérard's Kinderheim komme. Aber wo ist meine Mami? Ich habe Hunger und ich bin müde und keiner hat mich noch ordentlich gebadet. Ich bin ganz klebrig. Tante Clare zieht mich vorsichtig aus, um sicher zu gehen, dass ich keine Verletzungen habe. Vorsichtig nimmt sie die Decke weg und die Strampelhose. "Das ist ein neugeborenes Kind!" sagt sie. Sie sah die frische Nabelschnur, kürzlich abgenabelt, die meine Lebensverbindung zu meiner Mami gewesen war. Wo ist meine Mami? Pater Gerhard und Tante Clare scheinen recht nett zu sein. Sie versuchen einen Weg zu finden, wie sie vielleicht herauszufinden könnten, wer und wo meine Mami ist. "Wir müssen zur Klinik gehen. Dort muss das wunderschöne kleine Mädchen geboren sein. Vielleicht können sich die Schwestern an sie erinnern", sagt Pater Gerhard. Jetzt sind wir im Auto. Das macht Spaß.

 
Jetzt sind wir in der Klinik. Die netten Schwestern freuen sich wirklich mich zu sehen. "O, ich erinnere mich an dieses besondere Baby. Sie kam diesen Morgen zur Welt! Wo ist ihre Mutter? Wissen Sie, dass sie ihre Mutter nicht einmal in Händen halten wollte?" sagt die Schwester. Warum wohl wird mich meine Mami nicht halten wollen. Ich habe Hunger und ich bin müde. Bitte bringt mich heim!


Pater Gerhard und Tante Clare bringen mich zu einem schönen, warmen und einladenden Ort. Das muss Blessed Gérard's Kinderheim sein. Die Leute dort sind so lieb zu mir.


Sie baden mich, hüllen mich ein eine weiche Decke und geben mir eine herrlich warme Milchflasche. Jetzt kann ich schlafen. Aber wo ist meine Mami? Ich träume glücklich von meiner Mami und meiner Oma, da wache ich mit einem Schreck auf. Was ist jetzt los? Warum haben die mich aufgeweckt? Wo ist meine Mami? Tante Clare hält mich in liebenden Händen und trägt mich in ein Zimmer wo ein paar Leute sind. Was reden die? Pater Gerhard spricht. Er klingt unglücklich. Dann höre ich eine bekannte Stimme. Es ist meine Mami. Meine Mami ist da! Aber warum hat sie mich vor vier Stunden bei der Verkäuferin zurückgelassen? Weiß sie denn nicht, dass ich Angst hatte?


Tante Clare gibt mich in die Hände meiner Oma, die mich zum ersten mal sieht. Sie schaut lieb aus. Sie lächelt mich an und schließt mich in die Arme. Meine Oma will mich! Jetzt bin ich schließlich glücklich nach diesem befremdenden und Furcht erregenden Abenteuer auf die Welt zu kommen. Danke, Blessed Gérard's Kinderheim, dass ihr euch so liebevoll um mich gekümmert habt!


Irene - Weihnachten 2005

Irene

Es ist Juli und die Nacht ist kalt im afrikanischen Winter. Die Eltern des Babys Irene feiern irgendeinen unbekannten und unwichtigen Anlass. Schon wieder haben sie heftig getrunken. Irenes Mutter ist schwer betrunken und als Irene zu schreien beginnt, wird sie sehr ärgerlich mit ihr.

Irenes Mutter und ihr Freund sind arbeitslos und heben große Schwierigkeiten ihre Kinder zu ernähren. Aber Nacht für Nacht haben sie genug Geld um sich zu betrinken. Man könnte sich fragen, ob sie das tun, damit sie es nicht so mitbekommen wie sehr ihre Kinder vor Hunger Bauchschmerzen haben. Sie leben in einer Bruchbude aus Milchverpackungen, Pappkarton und einigen Stecken und Steinen. Die Bude ist so nah an der Straße dass sie die Erschütterung der Räder spüren, wenn Lastwagen auf der Straße vorbeifahren.

Diese Julinacht eine besonders schlechte Nacht. Die Kinder hatten den ganzen Tag lang geschrien. Es war kalt und feucht und sie hatten nichts zu essen. Irenes Vater kam von der Arbeitssuche nach Hause und war schon betrunken. Irenes Mutter hatte Meinungsverschiedenheiten mit ihrem Vater und ein großer Streit entfachte sich. Die anderen Kinder versteckten sich, aber unglücklicherweise konnte die zwei Monate alte Irene das nicht auch tun.

Ihre Mutter steigerte sich in eine solche Wut hinein, dass sie auf Irene eindrosch bis ihr Rücken und ihr Gesäß grün und blau waren. Es war solch ein Aufruhr, dass die Nachbarn zusammenliefen um zu sehen, was denn los sei. Dann lief alles ganz schnell ab. Die Polizei kam. Nachdem sie sich angehört hatten, was die Leute, die in den Buden in der Umgebung leben, zu berichten hatten, dass Irene jeden Tag verprügelt wird, wurde Irenes Mutter wegen Kindsmisshandlung festgenommen und in Polizeigewahrsam gebracht.

Natürlich konnten sie Irene nicht bei ihrem betrunkenen Vater lassen und so brachten sie sie in Sicherheit im Blessed Gérard's Care Centre. Irenes Mutter war ziemlich kühl und ohne Reue.

Am nächsten Morgen untersuchte der Diensthabende Arzt im Blessed Gérard's Care Centre Irene gründlich. Irene sollte in der Krankenstation des Care-Zentrums bleiben um intensive Pflege und viel Liebe zu erfahren und damit sie über die nächsten Tage hinweg überwacht werden konnte. Später wurde sie ins Blessed Gérard's Kinderheim verlegt.

Irene lebt noch immer mit den anderen Kindern im Kinderheim und entwickelt sich prächtig. Sie wird bei uns bleiben bis nach der Gerichtsverhandlung. Sie ist ein hübsches kleines Mädchen und genießt all die Liebe, Pflege, das gute Essen und die Sicherheit derer sie sich im Blessed Gérard's Kinderheim erfreut.

Wie der unreine Leprakranke ... - Weihnachten 2004

Wie der unreine Leprakranke ...

Die Geschichte von Thandi und ihrem Sohn Bhekithemba soll Ihnen einen Eindruck von der schrecklichen Lage vieler Leute in unserem Gebiet vermitteln und Ihnen zeigen, wie wir den Leuten sinnvoll und wirksam helfen:

Thandi ist eine 31jährige Mutter ohne Ausbildung und arbeitslos. Sie wohnt in einer ländlichen Gegend ungefähr 35 km von Mandeni entfernt und freut sich wahnsinnig, wenn ihr Freund aus Durban kommt, um sie zu besuchen. Als Sipho zur Tür hereinkommt, spürt Thandi gleich, dass irgend etwas nicht in Ordnung ist. Sie versucht herauszubekommen, was ihn bedrückt, aber er gibt ihr keine Antwort. In dieser Nacht tröstet sie ihn und wird schwanger, ohne zu bemerken, dass sie sich ernstlich in Gefahr begeben hat. Die ganze Zeit, in der Sipho bei ihr ist, hat sie ein ungutes Gefühl, kann aber nicht erkennen, worin die Schwierigkeit besteht. Thandi fragt Sipho über sein Leben in Durban aus, wo er arbeitet, und kommt zu dem Schluß, dass er dort mit einer anderen Frau zusammenlebt und möglicherweise ein oder zwei Kinder hat. Schließlich gesteht er, dass er sie mit einer anderen Frau betrogen hat. All seine Versprechungen, die lobola, den Brautpreis, für sie zu zahlen, lösen sich auf - und damit die Hoffnung auf eine Ehe: Auf einen Schlag hat sie keine Zukunft mehr, auf die sie sich freuen könnte. Auch ihre Familie ist sehr enttäuscht. Sipho fährt nach Durban davon, ohne je zu Thandi zurückkehren zu wollen. Sie ist am Boden zerstört. Nach ungefähr zwei Monaten bestätigt sich Thandis nagender Verdacht, denn die Schwester im Krankenhaus sagt ihr, dass sie schwanger ist. Zugleich nimmt die Schwester die Routineblutuntersuchung vor. Thandi stellt sich als HIV-negativ heraus. Ein Gefühl der Erleichterung durchströmt Thandi. Aber das hat keinen Bestand, denn bei der nächsten Schwangerenuntersuchung macht die Krankenschwester einen weiteren Bluttest, und dieses Mal stellt sich heraus, dass Thandi HIV-positiv ist. Die Gefühle der Verzweiflung, Qual und Enttäuschung sind fast unerträglich. Dann versichert ihr die Krankenschwester, dass es eine Möglichkeit gebe, dass ihr Baby nicht notwendig mit dem HI-Virus angesteckt wird. Die Monate vergehen und in Thandi wächst die Liebe zu dem kleinen Baby, das sie unter dem Herzen trägt. Bei der Geburt sieht ihr Bübchen gesund aus. Sie gibt ihm den Namen Bhekithemba. Im Laufe von vier Jahren beginnen sich bei Thandi AIDS-Symptome zu zeigen. Sie wird schwächer, magert ab, entwickelt eine Lungentuberkulose und ein Kaposi-Sarkom (einen AIDS-bezogenen Hautkrebs), und auch Bhekithemba wird jetzt als HIV-positiv getestet und bekommt ebenfalls Lungen-TBC. Sie wohnen im Kraal (einer ländlichen Zulubehausung aus mehreren Lehmhütten) ihrer Eltern, aber die Familie hat sie völlig ausgestoßen. Sie verweigert ihr den Zugang zu der gemeinsamen Familienhütte und isoliert sie in einer eigenen abgelegenen kleinen Hütte. Den anderen Kindern wird verboten, mit Bhekithemba zu spielen. Thandi und Bhekithemba sind beide einsam und niedergeschlagen. Weil sie zu krank sind, um sich alleine durchzuschlagen, werden sie mit Nahrung versorgt; und zwar stellt ein Kind eine Schüssel auf den Boden, stößt sie unter der Türe durch und läuft dann davon. Wie der "unreine Leprakranke" aus der Bibel sind sie völlig verlassen. Es gibt kein Wasser zum Trinken oder Waschen und keine Toilette. Man kann nur ahnen, wie Thandi an der Erniedrigung und unwürdigen Behandlung leiden muss. Ihre eigene Familie verstößt sie und behandelt sie schlechter als die Ziegen und Hunde draußen! Irgendwie hören die Sozialarbeiter von Thandis und Bhekithembas Notlage. Sie besuchen den Kraal und entdecken die widerlichen und unmenschlichen Umstände, denen die beiden ausgesetzt sind. Die Sozialarbeiterin wendet sich an das Blessed Gérard's Care Centre, das nicht zögert, sowohl für Thandi als auch für Bhekithemba einen Platz zu bereiten. Am nächsten Tag bringt sie die Sozialarbeiterin ins Hospiz. Sie sind schwach, schmutzig und verzweifelt. Thandi ist nun in einem Krankenzimmer mit acht anderen Frauen, deren Gesundheitszustand noch schlechter ist als ihrer. Bhekithembas Zustand verbessert sich gewaltig, weil er eine Menge guter Nahrung und all die nötigen Medikamente erhält, so dass er innerhalb einer Woche ins Blessed Gerard's Kinderheim verlegt werden kann. Mit den anderen Kindern nimmt er an der Vorschulerziehung teil und besucht seine Mutter jeden Nachmittag. Die Sozialarbeiterin möchte, dass Thandis Angehörige ihre Tochter und ihren Enkel im Blessed Gerard’s Hospiz besuchen und sich über HIV / AIDS aufklären lassen, das sie in so irrationalem Maße fürchten, doch sie weigern sich weiterhin, zu kommen. Thandi hat die Hoffnung aufgegeben, dass ihre Familie sie wieder zu Hause aufnehmen wird. Sie ist am Boden zerstört, dass sich keiner ihrer Verwandten die Mühe macht, sie zu besuchen. Sie hat sich aufgegeben und wird depressiv. Sie weigert sich zu essen und verliert noch mehr Gewicht. Sie bittet uns darum, ihren Sohn in unserem Kinderheim aufzunehmen, wenn sie gestorben ist. Das medizinische Personal und die Pflegekräfte versuchen ihr Bestes, um sie aus dieser Depression herauszubekommen. Aber es hilft nichts. Thandi bekommt Kopfschmerzen und schläft mehr und mehr. Die Medikamente, die sie vom Arzt bekommt, helfen auch nicht. So beschließen wir, sie ins Krankenhaus zu verlegen. Sie kehrt nie ins Hospiz zurück. Sie stirbt im Krankenhaus an Tuberkulose und Meningitis und lässt ihren kleinen Sohn zurück. Wie sollen wir es Bhekithemba beibringen, dass seine Mutter nie zurückkehren wird? Wie sollen wir der Familie beibringen, dass sie sich um den kleinen Jungen annehmen sollten? Über die Sozialarbeiterin nehmen wir Kontakt mit der Familie auf. Die haben kein Interesse und weigern sich sogar, Thandi zu beerdigen. Selbst von Bhekithemba wollen sie nichts wissen, der soll bei uns bleiben bis auch er stirbt. Bhekithemba hat offensichtlich nicht lange zu leben. Trotzdem geht er weiter in den Kindergarten mit den anderen Kindern. Wir behandeln all seine opportunistischen Infektionen und sorgen uns liebevoll um ihn und das braucht er am meisten.

* Dies ist eine wahre Geschichte nur die Namen sind aus Datenschutzgründen verändert.

Bericht - Weihnachten 2004

Blessed Gérard’s Kinderheim

ist im vergangenen Jahr enorm gewachsen. Es bietet momentan 28 Kindern ein liebevolles Zuhause. Frau Sandy Porter ist unsere neue Heimleiterin. Wir sind sehr froh, dass wir sie gewinnen konnten und durch sie weht nun ein frischer Wind im täglichen Leben unserer Kinder und Betreuerinnen. Frau Porter hat auf Anregung der Projekt-Koordinatorin Frau Clare Kalkwarf begonnen eine kleine Bücherei und Videothek aufzubauen. Sie hat ein Hausaufgaben-Zimmer für die Kinder eingerichtet, die zur Schule gehen. Sie ermutigt die Betreuerinnen, mehr Verantwortung zu übernehmen und hilft ihnen all ihre Talente einzusetzen. Die Kinder erhalten Gelegenheit, Selbstsicherheit und ihre individuelle Persönlichkeit zu entwickeln und bekommen kleine Aufgaben innerhalb des Heimes zugewiesen. Die gestiegene Anzahl der Kinder machte es notwendig, mehr Betreuerinnen anzustellen. Eine davon wurde in den hauswirtschaftlichen Bereich des Kinderheimes versetzt und eine weitere Betreuerin wurde eingestellt.

Es sind auch viele weitere Kinder zu uns gekommen, die an AIDS leiden. Es ist für uns ein großes Privileg, sie gern haben und für sie sorgen zu dürfen.
Im Gebäude des Blessed Gérard’s Pflegezentrums sind Blessed Gérard’s Kinderheim und Blessed Gérard’s Hospiz auf unterschiedlichen Stockwerken untergebracht. Obwohl die beiden Projekte voneinander unabhängig sind, ergänzen sie sich sehr gut. Wenn beispielsweise ein Kind erkrankt, wird es ins Hospiz im Erdgeschoß verlegt. Wenn es ihm dann besser geht, wird es wieder ins Kinderheim im zweiten Stock zurücküberwiesen. Ganz egal, welche gesundheitlichen Probleme sie haben, wir gewährleisten, dass die Kinder so gut als möglich ein normales Leben führen können.

Drei unserer Kinder gingen in diesem Jahr zur örtlichen Grundschule und fünf in den Kindergarten am Ort. Die anderen kleinen Kinder bekamen geistige Anregungen durch ein Spielprogramm, damit die Integration in eine öffentliche Schule für sie eine leichte Umstellung wird, wenn sie alt genug sind.

Das Kinderheim hat als wunderbares Geschenk einen Kleinbus bekommen. Die Udo Jürgens Stiftung spendete das Geld zum Kauf des Fahrzeuges über den deutschen Malteser Auslandsdienst. Seine Eminenz, Wilfrid Kardinal Napier segnete den Bus am 18. September 2004.


 

Eine wahre Weihnachtsgeschichte - 2003

Eine wahre Weihnachtsgeschichte


Am 21. Dezember 2003 wurde ein kleiner, vielleicht drei Tage alter Junge zu uns gebracht nachdem er als ausgesetztes Kind gefunden worden war. Er ist offensichtlich eine Frühgeburt und sehr schwach, dehydriert, unterernährt und hat Mundfäule, was normalerweise ein Zeichen für eine Immunschwäche ist. Er hat kaum die Kraft von einer Babyflasche zu saugen und erbricht bald nach dem Füttern. Er hat auch schweren Durchfall und wir haben jeden Anlaß alles zu versuchen, um sein Leben zu retten.

Pater Gerhard hat ihn in Todesgefahr sofort getauft und wir gaben ihm die Namen Gerland (nach dem Seligen Gerland) und einen Zulu-Namen, der "selig" oder "glücklich", wie es in den Seligpreisungen der Bergpredigt Christi verwendet wird, bedeutet. Er ist wirklich glückselig, dass er zu uns gebracht wurde und wir werden nach Kräften versuchen, ihm eine Überlebenschance zu geben.


Gerland kam vier Tage vor Weihnachten als ausgesetztes Baby zu uns. Das erinnert uns an Christus selbst an Weihnachten, für den kein Platz in der Herberge war und der deshalb in einem Stall geboren und in eine Krippe gelegt wurde. Wir sehen in ihm ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk des Herrn und wir werden ihm all die Liebe schenken, die er so sehr verdient.


Gerland am Heiligen Abend 2003.

Mittlerweile haben wir mehr über seinen wirklichen Hintergrund in Erfahrung bringen können. Und das ist noch viel trauriger als die Geschichte eines lediglich ausgesetzten Kindes:

Gerland ist offensichtlich nicht ein ausgesetztes Kind, sondern es gibt eine Großmutter, die sich um ihn anzunehmen hatte, weil Gerlands Mutter offensichtlich nicht in Erscheinung tritt. Wir haben keine Ahnung, ob sie am Leben ist oder nicht mehr. Gerlands Großmutter muss so frustriert gewesen sein mit der Tatsache, dass sie sich um ihn kümmern musste, dass sie ihn buchstäblich weggeworfen hat - und zwar in die Arme des Mannes, der ihn zu uns gebracht und behauptet hatte, er sei ein ausgesetztes Kind. Er sagte, dass Gerland am Boden aufgeprallt wäre, hätte er ihn nicht aufgefangen, als die Großmutter Gerland ihn nachwarf. Wir haben so unseren Verdacht, dass er möglicherweise der Vater ist und wohl nicht bereit war, sich um seinen Sohn zu kümmern und die Großmutter könnte eventuell ihren Unwillen zum Ausdruck gebracht haben, sich um seinen Sohn anzunehmen.

Keiner weiß was wirklich wahr ist, aber eines is klar, dass ihn außer uns keiner wirklich haben will. Das macht seine Lebensgeschichte noch ähnlicher mit dem Schicksal Jesu, dem man nicht einmal einen Platz zur Verfügung stellte, um auf die Welt zu kommen, außer einen Stall. Wir sind froh und glücklich, dass wir ihm viel Nahrung und Liebe schenken können und wir sind sehr froh. dass wir ihnen jetzt mitteilen können, dass er sich gut entwickelt und dass wir den Wettlauf mit dem Tod möglicherweise doch gewinnen werden und ihn durchbringen können. Er ist ein wahrliches Weihnachtsgeschenk für uns und wir sind froh und glücklich, dass wir ihn weiterhin bemuttern bzw. "bevatern" können.


Unser schönstes Weihnachtsgeschenk 2003: Gerland am Weihnachtstag 2003

Hallo, ich bin der Sibusiso (Weihnachten 2003)

Hallo! Ich bin der Sibusiso*.

Dieses Bild wurde am Tag meiner Geburt, dem 18. März 2003, aufgenommen. Einige Männer spielten auf einem Sportplatz außerhalb von Sundumbili Fußball. Sie schossen den Ball über das Spielfeld, und Jakob Ncube, einer der Spieler, rannte in den Busch, um den Ball zu suchen. Dabei hörte er mich weinen. Was hätte ich auch anderes tun sollen? Es war kalt, und ich war nackt, wie ich geboren war, sogar die Plazenta hing noch an meiner Nabelschnur. Nur die Ameisen hatten mich schon gefunden, und Unmengen von ihnen krabbelten auf mir herum. Der Fußballspieler hob mich sanft auf, und die Mannschaft war sehr überrascht, als Jakob mich statt des Balls aus dem Busch zurückbrachte.

Gott sei Dank war in der Nähe das Auto eines Sicherheitsdienstes, und die netten Leute riefen die Polizei, die mich in die örtliche Basis-Gesundheitsstation brachte, wo man mich von der Nachgeburt befreite und ich in eine saubere warme Decke eingewickelt wurde. Die Krankenschwester war überzeugt, dass ich am besten im Kinderheim des Seligen Gerhard aufgehoben wäre, weil man sich dort in liebevoller Weise um viele Kinder wie mich kümmert und um andere Kinder, die eine Menge anderer Schwierigkeiten hatten. Einige meiner Freunde waren vernachlässigt und auf die eine oder andere Weise misshandelt worden, bevor sie ins Heim kamen.

Hallo! Ich bin der Sibusiso*.

Dieses Bild wurde am Tag meiner Geburt, dem 18. März 2003, aufgenommen. Einige Männer spielten auf einem Sportplatz außerhalb von Sundumbili Fußball. Sie schossen den Ball über das Spielfeld, und Jakob Ncube, einer der Spieler, rannte in den Busch, um den Ball zu suchen. Dabei hörte er mich weinen. Was hätte ich auch anderes tun sollen? Es war kalt, und ich war nackt, wie ich geboren war, sogar die Plazenta hing noch an meiner Nabelschnur. Nur die Ameisen hatten mich schon gefunden, und Unmengen von ihnen krabbelten auf mir herum. Der Fußballspieler hob mich sanft auf, und die Mannschaft war sehr überrascht, als Jakob mich statt des Balls aus dem Busch zurückbrachte.

Gott sei Dank war in der Nähe das Auto eines Sicherheitsdienstes, und die netten Leute riefen die Polizei, die mich in die örtliche Basis-Gesundheitsstation brachte, wo man mich von der Nachgeburt befreite und ich in eine saubere warme Decke eingewickelt wurde. Die Krankenschwester war überzeugt, dass ich am besten im Kinderheim des Seligen Gerhard aufgehoben wäre, weil man sich dort in liebevoller Weise um viele Kinder wie mich kümmert und um andere Kinder, die eine Menge anderer Schwierigkeiten hatten. Einige meiner Freunde waren vernachlässigt und auf die eine oder andere Weise misshandelt worden, bevor sie ins Heim kamen.

Einige sind krank, einige haben keine Eltern und einige sind behindert. Inzwischen habe einiges an Gewicht zugelegt, und die Betreuer sagen, dass ich ein braver Bub bin.


Pater Gerhard taufte mich am 27. April 2003; Ich erhielt den Namen Sibusiso (das ist Zulu und heißt Benedikt, also der Gesegnete). Das Bild zeigt mich in den Armen meiner Patin Clare Kalkwarf; aber wir Kinder im Kinderheim nennen sie „Tante Clare“.


Ich wünschte, meine Mami könnte mich jetzt sehen; ich habe es jetzt schön gemütlich warm und habe reichlich zu essen, und jeder mag mich.

Die netten Leute, die uns helfen, betreiben auch ein Hospiz für die Kinder, die an AIDS oder anderen unheilbaren Krankheiten leiden. Aber auch den Großen wird geholfen. All die netten ehrenamtlichen Betreuer im Hospiz des Seligen Gerhard kümmern sich mit sehr viel liebender Fürsorge und Hingabe um die Sterbenden, und vielen Patienten, die hierher gebracht werden, geht es ein bißchen besser. Einige davon können wieder nach Hause gehen. Wenn ich groß bin, möchte ich ein Pfleger oder Arzt werden. Dann kann auch ich zu anderen Leuten so nett sein und ihnen so viel helfen wie die Betreuer im Hospiz des Seligen Gerhard.

Alles Gute

Sibusiso


* Das ist eigentlich nur sein zweiter Vorname, den ersten erwähnen wir nicht zum Schutz seiner Privatsphäre. Übrigens ist Sibusiso mittlerweile ein großer, gesunder, netter und lustiger Junge geworden. Er ist nach wie vor bei uns und es geht ihm blendend.

Einweihung des neuen Gebäudes für Blessed Gérard's Kinderheim am 15. Dezember 2002

Einweihung des neuen Gebäudes für

Blessed Gérard's Kinderheim

am Sonntag, dem 15. Dezember 2002 in Mandeni, Südafrika


Am Ende der Hl. Messe segnete Bischof Mansuet das neue Gebäude für Blessed Gérard's Kinderheim.


Schließlich segnete Bischof Biyase die neuen Räume für Blessed Gérard's Kinderheim.

Bericht von Weihnachten 2001

Blessed Gérard's Kinderheim

Bisheriger Spendeneingang

"BAU-METER"

 

Bitte helfen Sie uns, unser Ziel zu erreichen!

R3200000

R2500000

 R2000000

R1500000

R1000000

R800000

 R500000

Angaben in Südafrikanischen Rand

Was die Kinder brauchen

Die Nöte von AIDS Waisen, HIV-positiven Kindern und Kindern die aufgrund sozialer Probleme, die durch die AIDS-Pandemie entstanden sind, leiden, wachsen täglich.

Unser Heim kann sich nur um die “Bedürftigsten der Bedürftigen” annehmen und wie das bei all unseren Projekten der Fall ist, werden wir uns bemühen diesen armen kleinen Kindern den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen. Natürlich werden nicht alle Kinder, die in unser Kinderheim kommen auf lange Sicht bei uns bleiben. Wo immer das möglich ist werden die Kinder bei Verwandten, Adoptiveltern oder Pflegefamilien untergebracht. Wo das nicht möglich ist, kümmern wir uns um ihre medizinische Versorgung und schulische Erziehung und versuchen sie soweit als möglich ins normale Leben zu integrieren während wir weiter nach einer Langzeitlösung für jeden einzelnen suchen.

Momentan haben wir 12 Kinder stationär aufgenommen, 20 wurden in die Pflege anderer entlassen und 11 fanden ein noch besseres Heim (im Himmel). Unser neues Kinderheim kann 40 Kinder aufnehmen.

 

Wie Sie an unserem “Bau-Meter” sehen können, haben wir etwa zwei Drittel der benötigten Baukosten aufgebracht. Wir werden weiter um Spenden werben, aber wir bitten Sie alle ganz dringend, uns bitte zu helfen, damit wir diesen kleinen Kindern helfen können, die unsere Sorge so dringend brauchen. Wenn Sie irgendjemand kennen, der uns auf irgendeine Weise helfen kann, dann bringen Sie uns bitte miteinander in Verbindung.

Im Namen der Kinder die momentan im Blessed Gérard’s Kinderheim betreut werden, möchten wir unsere tiefempfundene Dankbarkeit all unseren Mitgliedern gegenüber zum Ausdruck bringen, die auf unsere Bitte um Spenden positiv reagiert haben, damit wir ihnen ein neues Heim bauen können.

Ganz besonders möchten wir den Leuten danken, die Spendenaktionen für uns durchgeführt haben, z.B. Hans & Albertine Sporer, Frau Mechtilde Hirmer-Lagleder, dem Rosenheimer Christkindlmarkt, Elena Schmidt, Barbara Ruhland, Silke Sehling and Beatrice Neher aus Deutschland, Mr. Anthony Ordona und seine Familie in den USA, Victor Claudius und Pat Grimbeck in Südafrika, um nur ein paar zu nennen.

Teddybären für ein Kinderheim in Südafrika

Sendung von Köln über Blessed Gérard's Kinderheim am 28. Februar 2001: In Südafrika greift der HIV-Virus immer weiter um sich... und lässt zahlreiche Kinder verwaist zurück! Zur Unterstützung eines Heimes für diese gibt es eine Teddybär-Spendenaktion. Ein Gespräch mit Gabriele Rauecker, Mit-Engagierte der Malteser in München.

Die Gewinner der Bitte schenk’ einem Bedürftigen Kind einen Bären Verlosung sind:

In Südafrika:

1. PreisFlugticket nach Deutschland
Spende von Lufthansa
Mrs. Kay Wong aus Port Alfred
2. PreisCouchgarnitur
Spende von Loungefurn
Dr. Peter Martinez aus Kapstadt
3. PreisKühlschrank & -truhe
Spende von Whirlpool
Mrs. N. Ramposhard aus Mandeni
4. PreisSchlafcouch
Spende von Loungefurn
Mr. Sbonakaliso Thabethe aus Sundumbili
5. PreisHandy & ZubehörJ. Sukdeo aus Mandeni
6. PreisHandy & ZubehörP. Michael Austin S.J. aus Northlands

In Deutschland:

Rückflugticket nach Südafrika und eine Übernachtung für zwei im Shakaland (Spende von StyleLife Reisebüro): Frau Hildegard Grulich aus Mainhausen.

Dankeschön!

Wir möchten uns bei allen Spendern der Preise bedanken:


Lufthansa,


Loungefurn,


Whirlpool
[Darüberhinaus hat uns Whirlpool (Italien) auch eine Spende für die Baukosten gegeben und die örtliche Branche hat uns zwei Waschmaschinen spendiert.]


StyleLife Travel!

Andere besonders nennenswerte Spenden bekamen wir von

CAFOD
CAFOD in England

Damit Kinder leben können
Aktion Dreikönigssingen in Deutschland


Newmans Own Inc. in den U.S.A.


Nedcor


der Südafrikanischen Zucker-Assoziation

der Handelskammer von Richards Bay und


Loungeweave in Südafrika.


Baupläne

Das Kinderheim wird über dem Stationsbereich unseres Pflege- und Hospiz-Zentrums gebaut werden. Weil die dortige Zimmerdecke bereits ein Betonboden ist, ist es eine sehr praktische und kostensparende Weise anzubauen ohne den Betrieb des Zentrums zu unterbrechen.

Die Pläne für die Erweiterung unseres Pflege-, Sozial- und Hospiz-Zentrums wurden den örtlichen Baubehörden bereits zur Genehmigung vorgelegt und wenn wir die nötigen Spenden noch bekommen, werden wir Ende Februar 2002 mit den Bau beginnen und rechnen mit der Fertigstellung im September/Oktober 2002.

Planskizze für Blessed Gérard's


Spendenwerbung - Weihnachten 2000

Bitte schenk einem
Bedürftigen Kind einen
Bären!

Hilf

uns bitte ein neues Gebäude für

Blessed Gérard's Kinderheim

in Mandeni, Südafrika, zu bauen!

Ein Projekt der Südafrikanischen Malteser, der

Brotherhood of Blessed Gérard

einer Katholischen Hilfsorganisation in Südafrika
P O Box 440 · Mandeni · 4490 RSA


Aktuelle Sendung von Köln über unser Kinderheim am 28. Februar 2001:

Teddybären für ein Kinderheim in Südafrika

Originalton ->

In Südafrika greift der HIV-Virus immer weiter um sich... und lässt zahlreiche Kinder verwaist zurück! Zur Unterstützung eines Heimes für diese gibt es eine Teddybär-Spendenaktion. Ein Gespräch mit Gabriele Rauecker, Mit-engagierte von Malteser in München.(28.02.)


Die Kinder, um die wir uns im

Blessed Gérard's Kinderheim

annehmen, werden liebend umsorgt. Das waren sie nicht gewöhnt, bevor sie zu uns kamen, weil sie entweder Waisen, ausgesetzt, misshandelt, vernachlässigt oder HIV-positiv sind.

Wegen der AIDS-Pandemie gibt es immer mehr AIDS-Waisen bei uns. In unseren vorläufigen Räumlichkeiten können wir nur zehn Kinder aufnehmen und wir sind voll. Wir würden gern mehr dieser verzweifelten Kinder helfen.

Deshalb müssen wir ein größeres Gebäude bauen, um ihnen ein Heim zu geben.

Wie ein Haus aus Bausteinen gebaut ist, so soll unser Kinderheim in erster Linie mit liebender Sorge aufgebaut sein und mütterliche Geborgenheit schenken.

Ein Teddybär symbolisiert mütterliche Geborgenheit.

Durch den "Kauf" eines symbolischen Teddybären helfen Sie uns, Kindern hier mütterliche Geborgenheit zu schenken.

Bitte "kaufen" Sie einen oder mehrere "Teddybären" für je 10 Mark!


Wie Sie einen "Teddybären" "kaufen" können:

Bitte überweisen Sie Ihre Spende auf unser Spendenkonto in Deutschland:

Bruderschaft des Seligen Gerhard e.V.

Sparkasse Neuburg-Rain

Konto Nr. 12021

BLZ 721 520 70

Geben Sie Ihren Namen und Ihre Adresse genau an, damit wir Ihnen eine Spendenquittung zuschicken und Sie gegebenenfalls benachrichtigen können, falls Sie das große Los gezogen haben.

Denn Ihre Spende wird auch doppelt belohnt:

  1. Erstens durch das Wissen, dass Sie uns wirklich geholfen haben, uns um Kinder anzunehmen, die sonst keine oder nur eine sehr düstere Zukunft hätten, und

  2. Zweitens, weil jeder symbolische Teddybär eine Gewinnchance darstellt (d.h. pro 10 Mark Spende ein Los) bei der

Verlosung eines attraktiven Preises:

Ein Rückflug-Ticket von München nach Durban/Südafrika und eine Übernachtung in Shakaland, dem Ort, an dem fast vergessene Traditionen der Zulu hautnah miterlebt werden können.

Die Verlosung findet am 28. Februar 2001 statt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, und der Preis kann nicht in Bargeld umgetauscht werden.


Wir danken dem Sponsor:

CK 95/49638/23

IN VERBINDUNG MIT CONCORD TRAVEL

Filiale:
ISithebe, Südafrika
TEL: 0027 32 459 2151
FAX: 0027 32 459 2155
HANDY: 0027 83 701 6390

Dankeschön für Ihre Spende!

Bitte besuchen Sie mich im Kinderheim

Offizieller Start des Blessed Gérard's Kinderheims - 9. Juli 2000

Start des Kinderheims des Seligen Gerhard


Der Großhospitalier des Malteserordens, Freiherr von Boeselager, eröffnete offiziell das

Kinderheim des Seligen Gerhard


Das Schicksal vieler Kinder im Großraum Mandeni, die verwahrlost, ausgesetzt, misshandelt und Missbraucht oder verwaist sind (vor allem weil ihre Eltern an AIDS gestorben sind), ließ die Brotherhood of Blessed Gérard den Entschluß fassen, ein neues Projekt zu beginnen: das Kinderheim des Seligen Gerhard. Es handelt sich um ein neues Heim für Kinder, die ansonsten keinerlei Zukunftsaussichten hätten. Das Heim wurde bereits am 15. Juli 2000 provisorisch in drei Zimmern des Pflegezentrums des Seligen Gerhard eröffnet. Dazu wurden zwei Pflegekräfte als Vollzeitkräfte angestellt, von denen eine in den Räumlichkeiten wohnt. Die Brotherhood of Blessed Gérard möchte ein neues Gebäude für das Kinderheim errichten.


Mkhontos Geschichte (Weihnachten 1999)

Noch eine Geschichte…

Mkhonto – Es gibt Hoffnung!

In den Gängen unseres Pflege- und Hospiz-Zentrums hallt es vom Lachen und Quietschen eines kleinen etwa dreijährigen Jungens. Das war vor fünf Monaten absolut nicht der Fall, als er in unsere Einrichtung gebracht wurde.


Kurz nach der Aufnahme                            Vier Monate später

Mkhonto war ein typischer Fall von Kwashiorkor (Mangelernährung). Sein ganzer Körper war mit Wunden bedeckt, er hatte eine Atemwegsinfektion, war weit zurückgeblieben in seiner körperlichen und geistigen Entwicklung und er war psychisch angeschlagen vom Trauma dreimal verlassen worden zu sein, erst von seiner eigenen Mutter, dann von seinem Vater und schließlich von der Mutter der vom Vater getrennt lebenden Frau (die nicht seine Großmutter ist). Mit anderen Worten: Mkhontos Mutter ist unbekannt. Mkhontos Vater setzte ihn bei der Mutter seiner geschiedenen Frau aus und ist seitdem unauffindbar und die Mutter der geschiedenen Frau von Mkhontos Vater schickte (nicht brachte) ihn zu uns und will seither nichts mehr mit ihm zu tun haben.

Unser erstes Ziel war es, seinen Kwashiorkor zu bekämpfen und seine Wunden zu heilen. Das erwies sich als der einfachere Teil seiner Behandlung. Nach intensiver Pflege und dem Erfahren von viel Liebe begann er sich bald zu entwickeln. Wir haben uns mit dem Sozialamt in Verbindung gesetzt, die Pflegeeltern für ihn suchen, damit er in einer Familie aufwachsen kann, aber das erweist sich als ziemlich schwierig.

Zwischenzeitlich bleibt er noch bei uns. Er hat seit Juli einige Kilogramm zugenommen und ist ein paar Zentimeter gewachsen. Er hat zu sprechen begonnen und lernt ganz langsam ein paar Menschen zu vertrauen.

Es gibt Hoffnung für ihn!


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