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Blessed Gérard's Hospiz HAART Programm


AIDS Behandlung rettet Leben - Februar 2011


Mandeni · kwaZulu/Natal ·  Südafrika

AIDS Behandlung rettet Leben

Hoch-Aktive Anti-Retrovirale Therapie (HAART) kann das Leben eines sonst dem baldigen Tod ausgelieferten AIDS-Patienten völlig ändern, so dass er oder sie noch viele Jahre bis Jahrzehnte bei gutem Wohlbefinden weiterleben kann.

Vergangenheit

Sie mussten sterben,
weil sie die lebensnotwendige Behandlung (damals noch)
nicht bekommen konnten:


"AIDS: Der vierjährige Thembinkosi stirbt"
ProSieben 9.4.2002

Sipho

Bilder aus dem Artikel:
Brotherhood of Blessed Gérard -
Rundbrief Nr. 27 -
Geschenk des Herrn

 

 

Gegenwart

Hunderte von AIDS-Patienten
leben heute und fühlen sich wohl,
weil sie in unserem AIDS-Behandlungsprogramm
die lebensrettende Hilfe bekommen:


"Ein Himmel von Pflege inmitten der AIDS-Hölle"
Radio Gloria 1.12.2010


Fest des Lebens am Welt-AIDS-Tag 1.12.2010:

Dann war eine der Patientinnen an der Reihe, freimütig darüber zu sprechen, was sie über das HAART Programm denkt und wie es einem so geht, wenn man täglich als HIV positiver Mensch lebt. Ihre Aussagen bewirkten ein hohes Maß an Rührung, wie sie positiv mit der HIV Infektion lebt.

Ich grüße Euch alle!

Ich heiße Claudette Louw. Ich bin in Mangete aufgewachsen und wohne jetzt in Mandeni. Ich bin 42 Jahre alt. Ich arbeite schon 20 Jahre lang in einem großen Supermarkt in Sundumbili. Im April 2004 wurde ich drei Monate lang krank und ging zu verschiedenen Ärzten ohne dass es mir besser ging. Schließlich wurde ich ins Krankenhaus in Stanger eingewiesen. Ich erbrach wenn ich etwas zu essen versuchte und mir war schon der Geruch von Speisen, ja sogar der Geruch von Parfüm zuwider.

Die Ärzte sagten mir, ich habe Magengeschwüre und rieten mir keine Tomaten oder scharfe Speisen usw. mehr zu essen. Nach zwei Tagen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Ich ging zu meiner Tante und sagte ihr, dass ich krank sei und nicht wüsste, was die Ursache meiner Krankheit sei. Sie vereinbarte einen Termin für mich mit ihrem Arzt in Durban.

Ich ging zum diesem Arzt. Er machte eine Ultraschall-Untersuchung und sagte mir, dass ich Magengeschwüre hätte. Er überwies mich ins McCord Krankenhaus zu einer Röntgenuntersuchung meines Bauchraumes. Ich ging dorthin und der Arzt, der mich untersuchte, fragte mich, welche Beschwerden ich hätte und ich sagte ihm, man hätte bei mir Magengeschwüre diagnostiziert. Er riet mir zu einem HIV-Test, dann könnte er sich weiter um mich annehmen. Ich hatte ein Beratungsgespräch vor dem Test und die fragten mich, warum ich denn einen HIV-Test machen möchte. Ich erklärte ihnen, dass ich schon drei Monate lang krank sei und mich nicht besserte.

Sie machten den Bluttest und warteten fünf Minuten. Danach kam das Ergebnis auf einem kleinen Zettel in einem verschlossenen Umschlag zurück. Ich zögerte eine Zeit lang, bevor ich dann schließlich den Umschlag öffnete. Es stand geschrieben "HIV TEST POSITIV" und der CD4 Wert sei 254. Die Tränen kamen mir in die Augen und ich dachte, dass mein Leben nun bald zu Ende gehen würde. Ich bat das Krankenhaus um Erlaubnis, meinen Arbeitgeber anzurufen und sie stimmten zu. Ich rief meinen Chef an und konnte nicht sprechen, weil ich dem Weinen nahe war. Ich sagte ihr (Frau Taljard), dass ich Selbstmord begehen will und sie fragte mich, welches Problem ich denn hätte. Ich sagte ihr, dass ich HIV positiv sei. Sie sprach zu mir in diesen Worten: "Claudette, wir haben Dich gern, denk an Dein Kind!" Zu dieser Zeit war mein Kind 12 Jahre alt. Nachher rief ich meine Tante an, mich abzuholen, weil ich jetzt fertig sei. Als wir zu Haue ankamen, fragte sie mich, ob alles beim Doktor gut gegangen sei. Ich sagte ihr unter Tränen, dass ich den HIV hätte. Sie weinte, weil sie dachte, dass ich nun bald sterben würde, und ich weinte über den Gedanken, dass ich diese Welt verlassen würde.

Wir fuhren nach Hause zurück und sagten es der ganzen Familie. Die sagte, dass ich nicht die erste und nicht die letzte sei und dass das Leben weitergeht. Ich vertraue darauf, dass viele Leute wissen, dass die antiretroviralen Medikamente damals nicht kostenlos waren. Ich musste sie für 900 Rand (= 100 Euro) jeden Monat kaufen. Meine Familie half mir während der ersten fünf Monate, die antiretroviralen Medikamente zu kaufen. Diese Medizin erregte in mir Übelkeit, aber ich nahm sie weiter. Das war nicht einfach. Ich ging den Menschen aus dem Weg, weil ich so viel Gewicht (sechs Kleidergrößen!) verloren hatte. Im Oktober 2004 hörte ich, dass HIV Leute im Blessed Gérard's Hospiz willkommen seien. Von da an bekam ich die antiretroviralen Medikamente kostenlos, weil ich sie mir trotz der Hilfe meiner Familie einfach nicht mehr leisten konnte, und derzeit ist mein CD4 Wert 1128.

Heute möchte ich all den Leuten danken, die mir an meiner Arbeitsstelle halfen, im Blessed Gérard's Hospiz HAART Programm, meiner Familie und meinen Freunden. Deren Hilfe ermöglichte mir, mein Leben in Fülle zu leben.

Ich möchte damit schließen, dass ich sage:
AIDS tötet nicht - die Verdrängung ist die Todesursache.
Noch eine wichtige Sache ist, dass antiretrovirale Medikamente nicht mit traditionellen (afrikanischen) Medizinen und Mixturen vereinbar sind.

Ich habe Euch alle gern!

Es gibt viele Menschen, denen wegen mir an meinem Arbeitsplatz geholfen werden konnte. Ich danke Euch!"

(Anmerkung: Frau Louw hat ausdrücklich zugestimmt, dass ihre Ansprache und ihre Bilder veröffentlicht werden dürfen.)

zitiert aus:
Brotherhood of Blessed Gérard -
Rundbrief Nr. 30 -
Fest des Lebens am Welt AIDS Tag 2010


Im Gespräch erkundigt sich der Therapieberater über den Gesundheitszustand und fordert zum Beispiel eine Aidskranke auf, sich und ihr Baby im Hospiz wieder vom Arzt untersuchen zu lassen.

Die Frau hat ein gesundes Mädchen entbunden. Vor und bei der Geburt können Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, damit das Kind bei der Geburt nicht mit dem HI Virus infiziert wird. Wenn bei der Mutter die Krankheit früh diagnostiziert ist, kann man rechtzeitig mit der antiretroviralen Behandlung beginnen, um die Virenbelastung auf ein Minimum zu reduzieren. ...

Zwei Tage später sehe ich die Frau mit ihrem Mädchen im Wartezimmer des Hospizes und wir winken uns fröhlich zu.

zitiert aus:
Brotherhood of Blessed Gérard -
Rundbrief Nr. 29 -
Die große Hoffnung im Kampf gegen Aids –
Die HAART Klinik

 

Zukunft?

Wir brauchen dringend Ihre Hilfe!

Unser zweitgrößter Sponsor, die US-Amerikanische Regierung, hat ihre Zuschüsse für die AIDS-Hilfe in Afrika drastisch gekürzt. Davon ist auch das AIDS-Behandlungsprogramm der Südafrikanischen Katholischen Bischofskonferenz betroffen.

Unser AIDS-
Behandlungsprogramm,

bislang Teil des Programms der Südafrikanischen Bischofskonferenz, wird ab Ende Mai keine Zuschüsse mehr aus Amerika bekommen.  

Im Klartext heißt das, dass wir eine Finanzierungslücke von 305.505,70 Euro (396.236.46 CHF) pro Jahr schließen müssen.

Der Zuschuss der Bischofskonferenz betrug 2,62 Euro (3,40 CHF) pro Patient pro Tag im vergangenen Jahr 2010.  

Wenn wir die Inflation bzw. Teuerungsrate für dieses Jahr 2011 mit einberechnen und die Tatsache, dass der weggefallene Zuschuss auch bislang nicht alle Kosten unseres AIDS-Behandlungsprogramms gedeckt hatte, müssen wir aufrunden und sozusagen um eine

Patenschaft für einen AIDS-Patienten

 bitten und zwar um

Europro Schweizer
Franken
3 Tag 4
21 Woche 28
92 Monat 122
274 Vierteljahr 365
548 Halbjahr 730
1095Jahr 1460
im Jahr 2011.

Wir sind uns durchaus bewusst, dass solche Beträge die Möglichkeiten vieler Einzelpersonen überschreiten. Deshalb bitten wir Sie, dass Sie Ihre Pfarrgemeinde, Ihren Verein, Ihren Rotary/Lions/Round Table Club, Ihre Schule bzw. Schulklasse, Ihre Gruppe, Ihren Verband usw. ansprechen, ob sie nicht eine oder mehrere solcher Patenschaften übernehmen könnten.


Er darf leben - und ist jetzt quietschfidel und ein guter Schüler -, weil er, als einer von Hunderten, durch unser AIDS-Behandlungsprogramm die überlebensnotwendige Hilfe bekommt und er braucht sie, wie alle, zweimal täglich bis zum Lebensende.

Helfen Sie uns helfen!

durch eine Spende
zugunsten unserer Arbeit.

Bitte geben Sie Ihrer Bank einen Dauerauftrag oder erteilen Sie uns eine Einzugsermächtigung!

Spendenkonto in Deutschland: Kontoinhaber:
Bruderschaft des Seligen Gerhard e.V.
Konto Nr. 12021
Sparkasse Neuburg - Rain
BLZ: 721 520 70
IBAN: DE37 7215 2070 0000 0120 21
SWIFT-BIC: BYLADEM1NEB

Steuerabzugsfähige Zuwendungsbestätigungen
(nur für Spenden auf dieses Konto!)
werden bei genauer Absenderangabe
gern erstellt.



Spendenkonto in Österreich:


Kontoinhaber:
Abtei der Missionsbenediktiner von
St. Georgenberg-Fiecht
„Spendenkonto P. Gerhard Lagleder OSB“
Konto Nr. 656975
Raiffeisen Landesbank Tirol
Bankleitzahl: 36000
IBAN: AT74 3600 0000 0065 6975
SWIFT-BIC: RZTIAT22

Spendenkonto in der Schweiz:
Kontoinhaber:
Helvetische Assoziation FONDAHOM
UBS AG
IBAN: CH26 0026 0260 3830 4040R
Vermerk: Südafrika (nicht vergessen!)



Weitere Informationen über den besten Weg uns Spenden innerhalb Deutschlands, Englands, der USA, Südafrikas oder des Restes der Welt zukommen zu lassen, finden Sie online bei: Spenden für die Brotherhood of Blessed Gérard


Ich werde im März bis Mai 2011 mit dem Ziel, so viele solcher Patenschaften als möglich zu bekommen, durch Europa reisen und komme gern zu Veranstaltungen und Gesprächen, um mein Anliegen in Wort und Bild persönlich vorzutragen.

Ich denke, das Ziel ist durchaus erreichbar, wenn viele mithelfen.

So bleibe ich in der Hoffnung, dass wir den Hunderten von AIDS-Patienten, deren Weiterleben von unserer Hilfe abhängt, auch weiterhin helfen können.

Mit herzlichen Grüßen  

Ihr Pater Gerhard


Blessed Gérard’s Hospiz HAART Programm ist ein Programm des Blessed Gérard's Hospizes.
Blessed Gérard' Hospiz ist ein Projekt des Blessed Gérard's Care-Zentrums, einer gemeinnützigen Einrichtung der Brotherhood of Blessed Gérard.
Die Brotherhood of Blessed Gérard ist die Hilfsorganisation des Malteserordens in Südafrika.

Fest des Lebens am Welt AIDS Tag 2010

Fest des Lebens am Welt AIDS Tag 2010

Am 1. Dezember 2009 lud das Blessed Gérard’s Hospiz HAART Programm wieder zu einem Fest des Lebens zur Feier des Welt AIDS Tages ein.Pater Gerhard eröffnete die Feier mit einem Gebet. Dann übernahm der Programmdirektor. Zunächst sprach Pater Gerhard zu den Anwesenden und betonte wie wichtig uns die Patienten sind für das Anliegen des Blessed Gérard's Care-Zentrums, und er gab seinem Dank an die Patienten, den Vorstand, die Geschäftsführung und das gesamte HAART Team Ausdruck für alles was jeder dazu beigetragen hat, das Programm zu so einem beispielhaften Erfolg zu führen.

Herr Sven Anderson, der Geschäftsführer, sprach anschließend zu den Versammelten. Auch er dankte den Patienten, dem Vorstand, der Geschäftsführung und dem HAART Team.

Herr Zulu sprach im Namen der Therapieberater, auch im Namen von Herrn Patrick Dube, über den Fortschritt, den die Selbsthilfegruppen gemacht haben. Er ermutigte die Patienten auch für sich selbst zu sorgen.

Mitarbeiter des HAART Teams und andere Angestellte.

Dann war eine der Patientinnen an der Reihe freimütig darüber zu sprechen was sie über das HAART Programm denkt und wie es einem so geht wenn man täglich als HIV positiver Mensch lebt. Ihre Aussagen bewirkten ein hohes Maß an Rührung wie sie positiv mit der HIV Infektion zu lebt.

Ich grüße Euch alle!

Ich heiße Claudette Louw. Ich bin in Mangete aufgewachsen und wohne jetzt in Mandeni. Ich bin 42 Jahre alt. Ich arbeite schon 20 Jahre lang in einem großen Supermarkt in Sundumbili. Im April 2004 wurde ich drei Monate lang krank und ging zu verschiedenen Ärzten ohne dass es mir besser ging. Schließlich wurde ich ins Krankenhaus in Stanger eingewiesen. Ich erbrach wenn ich etwas zu essen versuchte und mir war schon der Geruch von Speisen, ja sogar der Geruch von Parfüm zuwider.

Die Ärzte sagten mir ich habe Magengeschwüre und rieten mir keine Tomaten oder scharfe Speisen usw. mehr zu essen. Nach zwei Tagen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Ich ging zu meiner Tante und sagte ihr dass ich krank sei und nicht wüsste was die Ursache meiner Krankheit sei. Sie vereinbarte einen Termin für mich mit ihrem Arzt in Durban.

Ich ging zum diesem Arzt. Er machte eine Ultraschall-Untersuchung und sagte mir, dass ich Magengeschwüre hätte. Er überwies mich ins McCord Krankenhaus zu einer Röntgenuntersuchung meines Bauchraumes. Ich ging dorthin und der Arzt, der mich untersuchte, fragte mich, welche Beschwerden ich hätte und ich sagte ihm man hätte bei mir Magengeschwüre diagnostiziert. 'Er riet mir zu einem HIV-Test, dann könnte er sich weiter um mich annehmen. Ich hatte ein Beratungsgespräch vor dem Test und die fragten mich warum ich denn einen HIV-Test machen möchte. Ich erklärte ihnen, dass ich schon drei Monate lang krank sei und mich nicht besserte.

Sie machten den Blutest und warteten fünf Minuten. Danach kam das Ergebnis auf einem kleinen Zettel in einem verschlossenen Umschlag zurück. Ich zögerte eine Zeit lang vor ich dann schließlich den Umschlag öffnete. Es stand geschrieben "HIV TEST POSITIV" und der CD4 Wert sei 254. Die Tränen kamen mir in die Augen und ich dachte dass mein Leben nun bald zu Ende gehen würde. Ich bat das Krankenhaus um Erlaubnis meinen Arbeitgeber anzurufen und sie stimmten zu. Ich rief meinen Chef an und konnte nicht sprechen weil ich dem Weinen nahe war. Ich sagte ihr (Frau Taljard), dass ich Selbstmord begehen will und sie fragte mich welches Problem ich denn hätte. Ich sagte ihr, dass ich HIV positiv sei. Sie sprach zu mir in diesen Worten: "Claudette, wir haben Dich gern, denk an Dein Kind!" Zu dieser Zeit war mein Kind 12 Jahre alt. Nachher rief ich meine Tante an mich abzuholen weil ich jetzt fertig sei. Als wir zu Haue ankamen fragte sie mich ob alles beim Doktor gut gegangen sei. Ich sagte ihr unter Tränen dass ich den HIV hätte. Sie weite weil sie dachte, dass ich nun bald sterben würde und ich weinte über den Gedanken, dass ich diese Welt verlassen würde.

Wir fuhren nach Hause zurück und sagten es der ganzen Familie. Die sagte, dass ich nicht die erste und nicht die letzte sei und dass das Leben weiter geht. I vertraue darauf, dass viele Leute wissen, dass die antiretroviralen Medikamente damals nicht kostenlos waren. Ich musste sie für 900 Rand (= 100 Euro) jeden Monat kaufen. Meine Familie half mir während der ersten fünf Monate die antiretroviralen Medikamente zu kaufen. Diese Medizin erregte in mir Übelkeit, aber ich nahm sie weiter. Das war nicht einfach. Ich ging den Menschen aus dem Weg weil ich so viel Gewicht verloren hatte von Kleidergröße 36 zu 30. Im Oktober 2004 hörte ich, dass HIV Leute im Blessed Gérard's Hospiz willkommen seien. Von da an bekam ich die antiretroviralen Medikamente kostenlos und derzeit ist mein CD4 Wert 1128.

Heute möchte ich all den Leuten danken, die mir an meiner Arbeitsstelle halfen, im Blessed Gérard's Hospiz HAART Programm, meiner Familie und meinen Freunden. Deren Hilfe ermöglichte mir mein Leben in Fülle zu leben.

Ich möchte damit schließen, dass ich sage: AIDS tötet nicht - die Verdrängung ist die Todesursache. Noch eine Sache ist, daß antiretrovirale Medikamente nicht mit traditionellen (afrikanischen) Medizinen und Mixturen vereinbar sind.

Ich habe Euch alle gern!

Es gibt viele Menschen, denen wegen mir an meinem Arbeitsplatz geholfen werden konnte. Ich danke Euch!"

Dr. Khaya Nzimande informierte die Patienten über neue Entwicklungen und Verbesserungen in der Behandlung. Schließlich danke er dem Vorstand, der Geschäftsführung, dem HAART Team, und besonders den Therapieberatern für ihre glänzende Arbeit. Schließlich dankte er allen im HAART Programm dafür, dass sie ihn als ihren Arzt so gut akzeptiert haben und dafür, dass sie so kräftig gegen HIV/AIDS kämpfen.

Dank Frau Beaumont und dem Küchenpersonal wurde ein köstliches Mittagessen gereicht, das allen Anwesenden schmeckte. Den Tischsegen gab Pater Gerhard.

Eine der Selbsthilfegruppen überreichten Pater Gerhard einen Dankeschön-Kuchen. Diesen teilte Pater Gerhard dann an alle Anwesenden in der Halle aus. Auch die Mitarbeiter des HAART Teams bekamen von den Selbsthilfegruppen Geschenke.

So wie er ihn eröffnet hatte wurde Pater Gerhard gebeten, den Tag auch mit einem Gebet abzuschließen. Später gingen dann alle mit erneuerter Kraft zum Kampf gegen HIV/AIDS wieder auseinander.

Obwohl es ziemlich schwierig ist die Atmosphäre in der Halle mit Worten zu beschreiben genügt es festzustellen: Wenn es Menschen wie diese (Patienten und Angestellte) gibt, die sich immer noch bemühen, so viel im Bereich von HIV/AIDS zu unternehmen, dann gibt es immer noch Hoffnung für die Menschheit, im Kampf gegen HIV/AIDS siegreich zu sein.


5 Jahre Dienst des Blessed Gérard’s Hospiz HAART Programms - 11. Oktober 2009

5 Jahre Dienst des Blessed Gérard’s Hospiz HAART Programms

Am 5. August 2003 strahlte BBC Newsnight die Sendung "BBC Newsnight 5 August 2003: Hilary Andersson reported from the first national AIDS conference in South Africa" aus. Der "Director of Health" Südafrikas sagte in einem Interview: "In diesem Umfeld kann man überhaupt nicht einmal an antiretrovirale Medikamente denken".

Im September 2003 rief uns Johan Viljoen von vom AIDS-Büro der Südafrikanischen Katholischen Bischofskonferenz (SACBC) an und fragte ob Blessed Gérard's Hospiz bereit sei am antiretroviralen Behandlungsprogramm der SACBC mitzuwirken. (Siehe: Blessed Gérard’s Hospiz wird schon 2004 mit der antiretroviralen Behandlung von HIV/AIDS Patienten beginnen!)

Johan Viljoen bezeichnete Blessed Gérard's Hospiz als das "Flaggschiff der AIDS Arbeit der Katholischen Kirche in Südafrika".

Wir nahmen die Herausforderung an. Am 1. April 2004 konnten wir eine Krankenschwester und ab 1. August 2004 auch einen Arzt für unser HAART Team anstellen.


Am 7. September 2004 um 20:11 Uhr wurde unserer ersten HAART-Patientin die erste Dosis antiretroviraler Medizin verabreicht: Blessed Gérard's Hospiz HAART Programm - Die Geschichte der Qalile Uhlelo.

Mittlerweile haben wir knapp 250 Patienten kontinuierlich in antiretroviraler Behandlung. Dutzende mehr sind auf der Warteliste weil ihr CD4-Helferzellen-Wert gottlob noch zu hoch ist, so dass sie die Behandlung noch nicht brauchen.

Das Besondere an unserem Programm, was uns von vielen anderen unterscheidet ist:

  • dass wir auf einer ordentlichen Vorbereitung jedes einzelnen Patienten und dessen Behandlungsbegleiters durch unsere HAART-Vorbereitungskurse bestehen.
  • dass wir eine ordentliche umfassende AIDS-Behandlung durch ein multidisziplinäres Team anbieten
  • dass wir eine ordentliche Nachsorge anbieten, die mehr darstellt als nur die Einnahme der Medikamente zu überwachen, sondern monatliche Hausbesuche für alle unsere HAART Patienten, Selbsthilfegruppen, Einkommen schaffende Aktivitäten und Beschäftigungstherapie.

Die große Hoffnung im Kampf gegen Aids – Die HAART Klinik - August 2009

Die große Hoffnung im Kampf gegen Aids – Die HAART Klinik

Durch das HAART Programm, den Einsatz hochwirksamer antiretroviraler Medikamente, werden Aidspatienten behandelt. Durch die regelmäßige Einnahme dieser Medikamente können Infizierte bis zu 25 Jahre bei guter Gesundheit länger leben. Das bedeutet für eine Mutter, dass sie wieder in der Lage sein wird, sich um ihre Kinder und deren Erziehung zu kümmern. Da lagen Menschen todkrank im Hospiz. Durch die Verabreichung der Medikamente und die gute Pflege waren sie bald in der Lage, entlassen zu werden. Tag für Tag sind zwei Therapieberater, je in einem Geländewagen im Slum und im Buschland unterwegs. Sie machen Nachsorge bei den Aidspatienten. Sie überwachen die Einnahme der antiretroviralen Medikamente. Die Berater unterrichten die Patienten auch in Gemüseanbau und  Kleintierzucht. So werden die Menschen unabhängig und können sich selbst versorgen. Einen Tag bin ich mit einem der Therapieberater unterwegs. Die Kranken- und Therapieakten der zu Besuchenden hat er bei sich. Die Termine werden im Voraus mit den Patienten vereinbart, damit sie auch zu Hause sind. Im Gespräch erkundigt er sich über den Gesundheitszustand und fordert zum Beispiel eine Aidskranke auf, sich und ihr Baby im Hospiz wieder vom Arzt untersuchen zu lassen.



Die Frau hat ein gesundes Mädchen entbunden. Vor und bei der Geburt können Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, damit das Kind bei der Geburt nicht mit dem HI Virus infiziert wird. Wenn bei der Mutter die Krankheit früh diagnostiziert ist, kann man rechtzeitig mit der antiretroviralen Behandlung beginnen, um die Virenbelastung auf ein Minimum zu reduzieren. Die Ansteckungsgefahr ist durch einen Kaiserschnitt wesentlich verringert. Eine sorgfältige Reinigung und Desinfektion des Geburtskanals kann helfen, ist aber weitaus weniger wirkungsvoll.

Die sogenannte Prävention der Mutter-zu-Kind-Infektion ( Prevention of Mother-to-child-transmission PMTCT) birgt die Gefahr in sich, dass zwar das Kind nicht infiziert wird, die Mutter aber nachher resistent werden kann, sodass eine später erfolgende antiretrovirale Behandlung wirkungslos bliebe. Dabei erfolgt eine einmalige Gabe einer Dosis von antiretroviralen Medikamenten zu Beginn der Geburtswehen.

Zwei Tage später sehe ich die Frau mit ihrem Mädchen im Wartezimmer des Hospizes und wir winken uns fröhlich zu.

Die Fahrt geht weiter durch den Busch.

Der Therapieberater fährt auf Wegen, die ich niemals für befahrbar gehalten hätte. Immer wieder tauchen wie aus dem Nichts ein paar Hütten auf. „Wie können Sie sich hier zurechtfinden in diesem weiten unübersichtlichen Gebiet?“ Herr Zulu sagt: „Ich habe mittlerweile große Erfahrung. Ich mache diese Aufgabe seit fünf Jahren (seit 1997 ist dieser versierte Mitarbeiter als freiwilliger Helfer und seit dem Jahr 2000 hauptamtlich für die Brotherhood of Blessed Gérard tätig).“ Und ist der Ort, aus dem unser Patient kommt, noch so entlegen, findet er den Weg dorthin.  Als wir nach langer strapaziöser Anfahrt in ein Haus eintreten, laufen laut gackernd viele Hühner aus dem Haus. „Die Großmutter, die Tochter, der Sohn und das kleine Mädchen haben alle Aids. Alle werden mit den Medikamenten versorgt.“ Der Therapieplan wird besprochen und der Berater fragt sehr genau nach, ob die Einnahme der Präparate von allen Familienmitgliedern regelmäßig erfolgt. Unregelmäßige Einnahme der Medikamente birgt die Gefahr in sich, dass das Virus gegen die Medikamente resistent wird.



Die beiden Therapieberater fahren täglich in den Busch und besuchen bis zu 13 Nachsorgepatienten pro Tag. Zu ihren Aufgaben zählt nicht nur die Beratung und Kontrolle der Einnahme der Medikamente. Die Männer helfen Patienten auch dadurch weiter, dass sie ihnen zeigen, wie man Gemüse, Salat und Früchte anbaut. So konnte sich ein Patient mittlerweile einen eigenen kleinen Betrieb aufbauen. Er hat alles, was ihm gezeigt wurde, umgesetzt. Er baut nicht nur Obst und Gemüse an, er züchtet auch Hühner. Mit Hilfe der Brotherhood of Blessed Gérard konnte sich dieser Patient eine Existenz aufbauen. Voll Stolz führt er uns durch seinen kleinen Besitz. Die Arbeit der Brotherhood hat im wahrsten Sinne des Wortes gefruchtet.



Ich freue mich sehr, als der Mann auf seinen Papaya-Baum klettert, um mir ein paar dieser wohlschmeckenden, saftigen Früchte zu schenken. Als wir gehen, schüttelt er uns freudig die Hände und winkt uns lange nach. Vier weitere Patienten besuchen wir an diesem Tag noch. Diese Arbeit ist enorm wichtig, da es diesen Menschen ohne diese Medikamente sehr bald so schlecht ginge, dass sie von ihrem Bett nicht mehr aufstehen könnten und den sicheren Tod vor Augen hätten. Zur letzten Patientin, die wir an diesem Abend noch besuchen, fährt dann später noch das Pflegeteam mit dem Sanitätsfahrzeug. Sie hat eine Mundfäule, die ein Zeichen dafür ist, dass durch ihre Aidskrankheit ihr Immunsystem geschwächt ist. Die Kranken haben ab einem gewissen Stadium der Krankheit mit vielen Infektionen zu kämpfen.



Am Abend frage ich meinen Bruder, Pater Gerhard, wie es denn sein könne, dass ganze Familien mit dem tödlichen Virus infiziert sind. „Weißt Du, die werden vergewaltigt. Oder wenn die Männer weit weg arbeiten und einmal im Jahr nach Hause kommen, beglücken sie ihre Frau mit einem neuen Kind und bei der Geburt wird dieses infiziert. Die Frau weiß meist noch gar nicht, dass sie HIV-positiv ist, da die Krankheitssymptome erst sehr viel später auftreten."

„Kann sich die Frau denn nicht wehren und sagen, wenn sie nicht mit ihm verkehren möchte?“, frage ich. „Nein“, antwortet mein Bruder, „die haben kein Recht gegenüber ihrem Mann. Er ist der Herr im Haus und die Frau muss gehorchen, ob sie will oder nicht. Das Schlimme dabei ist, dass sich die Virenzahl bei jedem ungeschützten Geschlechtsverkehr vermehrt. Das nennt man Reinfektion.“

Und mein Bruder erklärt weiter: „Es war einmal ein Doktorand der University of Berkeley in Kalifornien bei uns, um herauszufinden, warum Mandeni die AIDS-Hochburg der Welt ist. Und er ist zu zwei Schlüssen gekommen, nämlich es sei die Ungleichheit der Geschlechter und es sei die Armut. Wie sich das auswirkt ist, dass viel weniger Frauen Arbeit haben und dass die Frauen, die arbeiten, weniger verdienen als die Männer. Damit haben die Männer das Geld in der Tasche und die Frauen haben nichts und geben sich dann dem ältesten Gewerbe der Welt hin und zwar nicht in der Art so mit dem Handtäschchen an der Straßenecke zu stehen, sondern es gibt hier das so genannte "sugar daddy"-System und das heißt: "Ein Geschlechtspartner mietet mich mittelfristig an und die Leute haben dann für ein paar Monate oder ein Jahr einen Freund. Aber einer reicht nicht. Jetzt brauche ich einen zweiten und einen dritten und einen vierten. Der eine zahlt das Schulgeld für die Kinder, der andere zahlt meine Lebensmittel, der dritte zahlt mir die Miete und der Vierte zahlt die Kleidung. Auf diese Art und Weise ist bei uns die Promiskuität extrem hoch und damit haben wir natürlich diese extrem hohen AIDS-Raten, über die wir überhaupt nicht stolz sind, sondern im Gegenteil, die uns unheimliche Sorgen bereiten.“

Gefragt, ob unsere Arbeit nicht vergebens sei, weil ja doch keiner die ganze Welt retten kann, antwortet mein Bruder, Pater Gerhard: „Die ganze Welt können wir nicht retten, aber für jeden Einzelnen - und das sind Hunderte, die wir retten konnten -, bedeutet das jeweils die ganze Welt".

Mechthilde Lagleder  


Fest des Lebens - 1. Dezember 2007

Fest des Lebens

1. Dezember 2007:
Wir feierten den Welt-Aids-Tag mit einem "Fest des Lebens" für all unsere Patienten unter HAART.


Eine große Gruppe von 70 Patienten kam zum Fest. Das sind mehr als die Hälfte aller unserer Patienten in der HAART Behandlungsphase.

Pater Gerhard hieß die erstaunlich große Versammlung willkommen, die unserer Einladung gefolgt war, zum Hospiz zu kommen und zu feiern, dass sie durch ihre erfolgreiche antiretrovirale Behandlung beweisen, dass AIDS kein Todesurteil ist, sondern eine Herausforderung und eine Einladung ihr Leben in Fülle zu leben und Freude daran zu haben.

Pater Gerhard gab seiner tiefen Dankbarkeit allen gegenüber Ausdruck, die Teil unseres HAART Programms sind und besonders jenen, die es ermöglicht haben.

Pater Gerhard dankte

  • den Patienten für ihr Vertrauen,

  • den Behandlungshelfern für ihre Mithilfe,

  • unseren ehemaligen Ärzten im HAART Programm (Dr. Shembe, Dr. Gabela, Dr. Nkabinde und Dr. Mdletshe) und dem jetzigen Arzt unseres Carezentrums Dr. Siluma, der am 1. November 2007 seinen Dienst begonnen hat;

  • unserem Leitenden Arzt Dr. Thabethe, der immer ausgeholfen hat, wenn Hilfe nötig war,

  • unserer Krankenschwester Sister Liz Coetzer,

  • unserem Therapieberater Qinisani Wiseman Zulu und gab bekannt, dass Patrick Dube jetzt mit ihm arbeitet in seiner Aufgabe als Therapieberater, der die Hausbesuche zur Behandlungsüberwachung durchführt.

  • unserer Therapieberaterin Sthembile Masuku, die Schwester Liz in ihren Aufgaben unterstützt und gab bekannt, dass Therapieberaterin Xolile Nxumalo jetzt mit ihr arbeitet, damit sie im Februar 2008 ihre Aufgaben übernehmen kann, wenn Frau Masuku zur Krankenpflegeschule gehen wird.

  • die Regierung der Vereinigten Statten von Amerika und ihrem President's Emergency Plan for AIDS Relief in Africa (PEPFAR), der unser Hauptsponsor für das HAART Programm ist,

  • dem Catholic Relief  Services Consortium (CRS), das die PEPFAR Gelder verwaltet und verantwortlich ist für Qualitäts- und Effizienzkontrolle,

  • der AIDS-Abteilung der Südafrikanischen Katholischen Bischofskonferenz, die das Verbindungsglied ist zwischen uns und den CRS,

  • allen anderen Spendern und

  • allen anderen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern im Programm.

Pater Gerhard bat die Patienten Mundpropaganda zu machen, dass wir gern unsere Dienste vielen weiteren AIDS-Kranken anbieten würden und er kündigte an, dass wir bald auch selber freiwillige HIV-Tests durchführen werden.

Er stellte den Patienten auch die Idee vor, diejenigen von ihnen, welche daran interessiert seien, dazu einzuladen als Berater ausgebildet zu werden. Dann könnten sie auch bei Hausbesuchen mithelfen und einander unterstützen und ermutigen zur Fortführung der Behandlung, was absolut unumgänglich ist für einen Langzeiterfolg.

Pater Gerhard informierte die Patienten auch über unsere Absicht, Selbsthilfegruppen zu etablieren, wo sich Patienten freiwillig treffen können, miteinander über gemeinsame Belange reden, einander beraten wie man am besten zurechtkommt und einander unterstützen auf viele verschiedene Weise.

Wir bekamen sehr positive und ermutigende spontane Reaktionen auf unsere Vorschläge.


Dann bat er die Patientin, die am längsten bereits antiretrovirale Behandlung bekommt, eine Kerze mit einer darum gewundenen AIDS-Schleife anzuzünden zum Gedenken an alle Menschen, die ihr Leben durch AIDS verloren haben und wir sangen ein Lied auf Zulu zum Totengedenken.

Daraufhin erfreuten wir uns alle an einem gesunden und vollwertigen Mahl aus unserer Carezentrumsküche.


Unser Therapieberater Herr Qinisani Wiseman Zulu, der die Hausbesuche zur Überwachung der Medikamenteneinnahme macht, sprach zu den Patienten und ermunterte sie dazu, sich für unsere neuen Ideen, einige von ihnen zu Beratern auszubilden und Selbsthilfegruppen zu etablieren, begeistern zu lassen.

Eine unsere Patientinnen machte sich selbst zur Sprecherin aller und dankte uns mit bewegenden Worten für all die Mühen, die wir ins HAART Programm investiert haben, so dass es so ein enormer Erfolg wurde. Als die ganze Menge in Freudentänze und Gesänge ausbrach, konnte Pater Gerhard die Freudentränen nicht mehr zurückhalten angesichts einer Menge froher und kräftiger Leute, voller Energie und Vitalität, die ihr gerettetes Leben im Wissen feiern, dass sie alle tot wären, falls sie die Behandlung nicht bekommen hätten. Und wir sind stolz darauf sie ihnen geben zu können.

Hochwürden Victor R Nxumalo - ein Behandlungshelfer für einen AIDS-Patienten - schrieb uns diesen Brief und bat ihn überall zu veröffentlichen, wo wir nur wollen:

"Ich grüße alle Führungskräfte dieses Programms.
Ich möchte allen, die hier arbeiten, sehr herzlich danken.
Ich weiß nicht recht, wie ich mich ausdrücken soll, aber ich versichere sie meiner Dankbarkeit.
Sie sind voller Liebe, sie nehmen sich der Kranken an.

Die Betreuung, die ich bekommen habe, schreibe ich Gott zu.
Ein Kranker macht viel Arbeit, aber sie nehmen sich ihrer an.
Sie helfen den Leuten liebevoll.
Sie gehen von Haus zu Haus, um die Kranken zu besuchen.
Ich bin ein Pastor.
Ich mache vieles falsch, doch an diesem Ort habe ich viele Dinge gelernt.
All die Dinge, die ich gelernt habe waren so gut und aufbauend für mein Leben.
Ich besuche viele Institutionen in Südafrika.
Leider muss ich gestehen, dass es einige Einrichtungen gibt, die sich genauso nennen wie ihr (d.h. Hospiz), aber die sind nicht mit hier vergleichbar.
Es gab eine Zeit, in der der Sohn meiner Schwester sehr krank war, dem Tode nahe, und ich gab auf.
Ich sagte: Gott, Du hat seine Mutter und seinen Vater weggenommen und jetzt auch ihn.
Er ist sehr krank.
Jetzt stirbt er auch.
Wie gut, dass Du ihn zu der Zeit nicht weggenommen hast.
Ich hatte Geld, so ließ ich ihn im Krankenhaus in Stanger.
Weißt Du wie ich gewartet habe?
Ich habe auf einen Anruf gewartet, dass ich kommen soll, um seine Leiche abzuholen.
Nach vier Wochen erfuhr ich, dass er hier war.
Ich kam hierher zu einer der Krankenschwestern.
Ich denke, sie war recht strikt.
Sie redete nicht um den heißen Brei herum, aber ich war nie konsequent gewesen.
Ich war im Unrecht und ich sagte ihr das.
Ich entschuldigte mich.
Herzlichen Dank Ihnen, Pater Gerhard, und ihren Mitarbeitern.

Victor R Nxumalo"

Nachdem ihm unsere Schwester den Kopf zurechtgerückt hatte, war er konsequent, nahm am HAART-Vorbereitungskurs teil (an dem auch der jeweilige Behandlungshelfer des Patienten teilnehmen muss) und sein Neffe konnte die antiretrovirale Behandlung beginnen und ist inzwischen putzmunter und kräftig und wird noch viele Jahre leben können.


Lindani - September 2007

Lindani

Lindani*, ein kleines Mädchen, wurde von ihrer Mutter zu uns gebracht. Sie hatte die "üblichen" Symptome, wie Durchfall und Erbrechen. Die Kleine sieht nicht gut aus und ist ziemlich schwach.
Dazu kommt, dass ihre Haut an etlichen Stellen kaputt ist.

Das sind so die typischen Zeichen für eine Aidserkrankung. Ja, sie und auch ihre Mutter haben Aids. Da ihre Mutter noch arbeiten geht und sie niemanden hat, der sich um die Kleine kümmern kann, möchte sie, dass Lindani anschließend, wenn es ihr wieder besser geht, vorübergehend ins Kinderheim kommt. Nun, vorerst bleibt sie aber mal hier im Hospiz. Einige Monate später muss die Mutti mit der antiretroviralen (=ARV) Behandlung beginnen, da ihre Blutwerte entsprechend sind. Lindani geht es auch zunehmend besser und so holt die Mutti sie noch vor Weihnachten wieder nach Hause.

Aber sie bringt uns Lindani schon nach ein paar Tagen wieder. Mit den gleichen Symptomen wie beim ersten mal. Sie erkennt uns wieder und nach anfänglichem Weinen als die Mutti geht, lässt sie sich aber schnell beruhigen. Wir versuchen wieder ihren Hautausschlag und den Durchfall in Griff zu bekommen, was auch nach einiger Zeit gelingt. Und dann geht es ihr schon wieder so gut, dass wir laufen lernen und selber essen lernen und so haben wir beide viel Spaß miteinander. Manchmal allerdings verausgabt sie sich so, dass sie einfach einschläft, ganz egal wo sie ist und was um sie herum geschieht.

Aber auch bei ihr gibt es ein ständiges auf und ab des Zustandes. Als es ihr dann wieder schlechter ging und sie nicht mehr richtig essen und trinken wollte brachten wir sie ins Krankenhaus nach Stanger. Die Ärzte nahmen Blut ab, auch um zu sehen wie hoch der CD4-Helferzellen-Wert ist. Wenn diese unter 200/mm3 sind, muss man mit der Behandlung mit ARVs beginnen. Gottlob waren sie noch viel zu hoch, so dass Lindani noch nicht auf ARVs gesetzt werden musste. Sie sollte aber trotzdem erstmal da bleiben und wir brachten sie auf die Kinderstation. Ich zog ihr ihre Sachen aus und sie bekam ein kleines weißes Krankenhaushemd. Wie sie da so saß in ihrem Bettchen mit diesem weißen Hemdchen, sie sah aus wie ein kleiner Engel. Und es brach mir fast das Herz diesen kleinen Engel jetzt dazulassen und nicht wieder mitzunehmen.

Inzwischen ist sie gewachsen und ich sehe sie, wenn die Mutti zur regelmäßigen Untersuchung kommt, da sie Lindani dann mitbringt. Und wir beide freuen uns auch immer wenn wir uns sehen. Diese regelmäßigen Untersuchungen sind sehr wichtig für Patienten, die im ARV-Programm sind. So kann der Doktor sehen, ob die Medikamente vertragen werden oder ob es irgendwelche anderen Probleme gibt. Lindanis Blutwerte sind immer noch so hoch, dass sie noch keine ARVs braucht. Aber auch bei ihr wird regelmäßig das Blut überprüft und wenn die Werte es einmal notwendig machen, wird auch sie mit ARVs behandelt werden und eine Chance bekommen trotz Aids ein langes und relativ normales Leben zu führen.

Angelika Müller

* Lindani (Zulu für "Wartet!) ist nicht ihr wirklicher Name, aber ihre Mutter gab ausdrücklich die Erlaubnis diese ihre Geschichte zu erzählen und ihre Fotos hier zu verwenden.


"Womit hab ich das verdient?" - Weihnachten 2005

"Womit hab ich das verdient?"

Was die meisten Menschen nicht sehen.

Mpume war 16 Jahre alt und ein sehr hübsches Mädchen; sie lebte zusammen mit ihrer Mutter, ihren drei Geschwistern und drei Cousins - den Kindern ihrer verstorbenen Tante - in der weiten hügeligen Landschaft von kwaZulu/Natal. Ihr Vater arbeitete in Durban und ihre Mutter arbeitete als Magd in einem Dorf, das 15 km von ihrem Kraal entfernt ist. Ihr Vater kam nur selten nach Hause und schickte unregelmäßig Geld, weshalb sie nur wenig zum Leben zur Verfügung hatten. Da sie aber in einer ländlichen Gegend lebten, konnten sie ihr eigenes Gemüse und Mais anpflanzen und hatten ein paar Hühner und eine Ziege. Das Leben war gut und die Familie war glücklich. Jeder verrichtete seine täglichen Pflichten. Mpumes Mutter Lindeni steht jeden Tag um 4 Uhr 30 in der Frühe auf, kocht für ihre Kinder Haferbrei, damit sie nicht hungrig zur Schule gehen müssen, wäscht das Geschirr, fegt den Boden und legt die Schuluniform für die Kinder zurecht. Schuhe hatten sie keine, denn dafür hatten sie kein Geld. Essen war wichtiger und notwendiger zum Überleben. Lindeni seufzte leise, als sie auf ihre sieben Kinder schaute, die auf Grasmatten schliefen. Sie schauten so friedlich aus wie kleine Engel.

Lindeni weckte Mpume, ihr ältestes Kind, auf: „Komm und hilf mir,“ sagte sie. „Wir müssen Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen holen, bevor ich zur Arbeit gehe.“ Mpume stand auf und zog ihr Baumwollkleid und einen leichten Pullover an, die einzige Kleidung, die sie besaß. Es war kalt so früh am Morgen. Mpume und ihre Mutter machten sich auf den Weg zum Fluss. Sie mussten bergab gehen, was an diesem Tag nicht einfach war wegen des Morgentau. Der Weg war so rutschig. Schließlich erreichten sie den Fluss. Lindeni war spät dran und sie bat Mpume, das Wasser zur Hütte zu tragen, während sie selbst zwei Kilometer weiter ging, um mit dem Bus zur Arbeit zu fahren.

Mpume war allein. Die Sonne ging gerade auf. Ah, der herrliche afrikanische Sonnenaufgang! Sie hatte keine Angst. Sie hatte das schon öfters getan. Sie tauchte gerade den letzten 25 Liter Kanister in den Fluss, als sie plötzlich Schritte hinter sich hörte. Bevor sie sich umdrehen konnte lag Mpume schon am Boden und schrie um Hilfe. Eine Hand hielt ihr den Mund zu und eine Stimme war so nah an ihrem Ohr, dass sie den Atem des betrunkenen Mannes riechen konnte. „Sei leise oder ich schneid dir den Hals auf.“ Mpume war wie versteinert. Der Mann zerrte an ihrem dünnen Baumwollkleid und hielt das Messer an ihren Hals, während er sie brutal vergewaltigte. Alles war so schnell vorbei, für Mpume allerdings stand die Zeit still. Schockiert, blutend und verängstigt lag sie eine endlose Zeit am Flussufer. Sie fühlte sich schmutzig und schuldig. „Warum ich? Womit hab ich das verdient?“

Dieser Tag veränderte Mpumes Leben und das ihrer ganzen Familie. Ihr Vater hatte sie zum letzten Mal vor sechs Monaten zuhause besucht. Ihre Mutter war zum vierten Mal schwanger und auf dem Weg von der Arbeit nach Hause kam sie bei der "Clinic", einer Basis-Gesundheitsstation, vorbei und ließ sich untersuchen, weil sie ständig kränklich war. Ihre vorherigen Schwangerschaften waren nicht so verlaufen. Was stimmte nicht mit ihr? Während sie in der Clinic war, machte die Krankenschwester einen HIV-Test. Die Krankenschwester teilte Lindeni mitfühlend mit, dass sie HIV-positiv ist und sie sich deswegen auch immer so krank gefühlt hatte. Keiner merkte, welch unendliche Angst sie in ihrem Herzen spürte. Mit hängendem Kopf machte sie sich langsam auf den Weg nach Hause. Versunken in ihre eigenen Sorgen und Ängsten fiel ihr weder auf, dass Mpume sehr leise war noch dass sie blaue Flecken im Gesicht, am Hals und an ihren Armen hatte und ihr kleines Baumwollkleid ganz zerrissen war. Die ganze Nacht war sie so rastlos und in Sorge, dass sie kein Auge zudrückte.

Während sie in der Nacht in ihrem Bett lag dachte sie über die Zukunft ihrer Kinder nach und fragte sich, was wohl aus ihnen werden würde. Sie versuchte auch über die Wut über ihren Mann hinwegzukommen. Da hörte sie ein leises Schluchzen von Mpume. “Was ist, mein Kind?“ fragte sie. Mpume brach in Tränen aus und erzählte ihrer Mutter schluchzend, was am Morgen unten am Fluss passiert war. Lindeni wusste nicht, was sie machen sollte. Und so hielt sie Mpume in ihrem Arm und sie weinten gemeinsam darüber, was Mpume zugestoßen war, aber auch über den Aberglauben, dass ein Mann von AIDS geheilt werde, wenn er mit einer Jungfrau schlafen würde. Sie weinten solange, bis sie keine Tränen mehr hatten.

Am nächsten Morgen baten sie Mpumes 12-jährige Schwester auf ihre Geschwister aufzupassen, in der Hütte zu bleiben und ja niemanden hereinzulassen. Sie gingen beide Hand in Hand zur nächsten Polizeistation, die viele Kilometer entfernt war. Dort wurde ihnen die Verfahrensweise bei einem Fall einer Vergewaltigung erklärt. Was Mpume und ihre Mutter am meisten sorgte, war die Ungewissheit, ob Mpume nun schwanger sei und ob sie sich möglicherweise mit HIV angesteckt habe. Das rechtliche Verfahren war wie ein verschwommener Alptraum; Mpume stand ja immer noch unter Schock.

Sechs Wochen später hatten sich Mpumes schlimmste Ängste bestätigt. Sie war schwanger und war mit HIV infiziert. Die Wut, die in ihrem Herzen aufkam, war fast unerträglich. Eines Morgens saß sie gedankenverloren am Fluss und blickte der Strömung nach. Der Fluss sah so einladend aus. Wenn sie tief genug in den Fluss gehen würde, würde das Wasser sie mit all ihren Sorgen für immer wegspülen und alles wäre vorbei. Sie stand auf und setzte langsam einen Fuß vor den anderen.

„Mpume komm und hilf mir tragen“, die Bitte ihrer Mutter kam gerade noch zur rechten Zeit. Mpume kehrte um, Tränen kullerten ihr über das Gesicht. Da erkannte ihre Mutter, was ihre Tochter geplant hatte. „Sie braucht Hilfe“, dachte sie, "aber wohin sollen wir gehen?" Die Polizei würde ihnen nicht helfen, die Krankenschwestern von der Clinic haben zu viel zu tun und die Sozialarbeiter sind 80 km weit weg. Lindeni versuchte ihren Mann anzurufen, um ihm die schlechten Nachrichten zu erzählen. Aber sein Arbeitgeber erzählte ihr, dass ihr Mann vor drei Monaten wegen Tuberkulose in ein Krankenhaus nach Durban eingeliefert worden war. Lindeni war völlig niedergeschlagen: "Was soll ich nur tun? Wer kann mir überhaupt helfen? Wohin soll ich gehen? Ich habe kein Geld. Die Kinder haben Hunger!" Mpume und Lindeni sind beide schwanger und HIV-positiv. Was für eine aussichtslose Lage!

An einem Sonntagnachmittag wusch Lindeni ihre Wäsche am Fluss. Alle Frauen von den Hügeln ringsumher waren da und es wurde sehr viel geredet. Am meisten über kranke Kinder, Ehemänner, die nicht nach Hause kommen, Freunde, die eine andere Frau in der Stadt haben und über AIDS. Eine der Frauen war sehr mutig und obwohl sie wusste, dass sie ihr Leben und ihre Stellung in der Gesellschaft riskierte, gab sie zu, dass sie HIV-positiv ist. Sie hatte von einer Einrichtung in Mandeni gehört, wo man Hilfe bekommen würde. Lindeni hörte aufmerksam zu. Sie wusste: "Ich darf nicht sterben! Ich muss für meine Kinder da sein!" Sie machte sich Sorgen um ihren Ehemann, auch wenn er es war, der sie angesteckt hatte. Allerdings hatte sie weder die Zeit noch die Kraft, ihn zu besuchen. Sie stellte diesen Gedanken zurück, denn ihre erste Sorge galt der Gesundheit ihrer Tochter und der des ungeborenen Babys, ihrem eigenen Baby und den anderen fünf Kindern. „Diese Einrichtung“ sagte die Frau “ist in Mandeni und heißt Blessed Gérard's Care Centre. Dort bekommst du Hilfe, wenn du AIDS oder auch etwas anderes hast.“ Lindeni wollte sich das selber anschauen, aber sie hatte Angst. Sie gab ihre letzten Cents aus, um nach Mandeni zu kommen.

Als Lindeni das Care Centre betrat, schaute sie durch eine Glastüre. Sie war schockiert über das, was sich im Glas spiegelte. Sie sah eine ausgemergelte Frau, deren Kleidung herunterhing, obwohl sie hochschwanger war, die schwarze Flecken im Gesicht hatte und einen Hautausschlag. Sie sah jemanden, nur noch Haut und Knochen, am Ende mit der Kraft. Sie sah sich selbst.

Aber sie war überrascht. Das Gebäude war schön, hell und sauber. Die Menschen lachten. Sie sah ein paar weiße Menschen, viele Afrikaner und sie alle waren fröhlich.

Eine nette Frau brachte Lindeni in ein kleines Zimmer, wo sie sich ungestört unterhalten konnten. Lindeni traute ihren Augen und Ohren nicht: Niemals zuvor wurde sie so höflich und zuvorkommend behandelt. Jeder war so nett. Die Frau, mit der sie sprach, hatte eine sanfte, verständnisvolle Stimme und sie war nicht in Eile. Die Krankenschwester ließ sich Zeit. Lindeni fühlte sich sicher und so erzählte sie der Krankenschwester alles was passiert war. Die Krankenschwester vom Blessed Gérard's Care Centre versicherte ihr, dass sie jegliche Hilfe bekommen würde. Zuerst erklärte sie ihr alles über die Therapie mit antiretroviralen Medikamenten, die Mpume und ihr helfen könnte, wieder gesünder zu werden und noch lang zu leben. Es war keine Frage, dass sie die so freundliche Hilfe annehmen würden und Lindeni fragte, wie viel sie dafür zahlen müsste. Sie war baff erstaunt als sie hörte, dass sie keine Rechnung bekommen wird, weil es gute Menschen gibt, die die Arbeit des Blessed Gérard's Care Centres finanziell unterstützen, so dass mittellosen Patienten wie ihr kostenlos geholfen werden kann.

Die Krankenschwester holte dann eine andere nette Frau und die erklärte Lindeni, dass sie von der Regierung eine Erwerbsunfähigkeitsrente bekommen könnte und sie gab ihr alle Informationen, die sie für einen Antrag brauchte. Anschließend fragte sie Lindeni, wie viele Kinder sie habe und wie alt sie seien. Sie wies darauf hin, dass sie auch um Kindergeld anfragen soll. Es würde ca. drei Monate dauern, bis sie vom Staat den Zuschuss bekäme und fragte deshalb Lindeni, ob sie denn auch Lebensmittel zuhause hätte. Lindeni war verlegen, sagte ihr aber die Wahrheit und verneinte. Sie selbst war zum Arbeiten zu krank und ihr Mann war auch im Krankenhaus. Es gab nichts zu essen. „Machen Sie sich keine Sorgen, wir werden Ihnen helfen. Wir geben Ihnen Essenspakete mit, damit Sie versorgt sind bis sie ihre Unterstützung bekommen“ sagte die nette Frau. Die Krankenschwester bat Lindeni, auch Mpume ins Care Centre zu bringen, denn dann könnten beide mit dem Doktor sprechen.

Lindeni und Mpume kamen ins Blessed Gérard's Care Centre und seither werden beide vom medizinischen Personal des HAART Programms versorgt. Lindeni brachte ihr Baby auf die Welt, ein wunderbares kleines Mädchen und wir hoffen und beten, dass es sich nicht bei der Geburt von ihrer Mutter mit HIV angesteckt hat. Mpume hatte einige intensive Beratungsgespräche und jetzt freut sie sich auf ihr Baby, aber sie ist auch fest entschlossen nach der Geburt wieder die Schule zu besuchen. Der Mann, der sie vergewaltigt hatte, starb kurz darauf an Tuberkulose und an Gehirnhautentzündung, beides Krankheiten, die in Zusammenhang mit AIDS oft auftreten. Lindeni und Mpume ist in jeder Hinsicht geholfen und sie sind auf dem Weg der Besserung.

Ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön an alle Spender, die es möglich machen, dass wir Lindeni, Mpume und Hunderten anderer so wirksam helfen können!


Die Geschichte der Ngapumelela Ngosizo - Weihnachten 2004

Die Geschichte der Ngapumelela Ngosizo

Ein bewußtloser Patient mit Tuberkulose und Gehirnhautentzündung wurde 1999 im Blessed Gérard’s Hospiz stationär aufgenommen. Er kam aus einer sehr gut sorgenden Familie, die eine Helferin für seine Pflege angestellt hatten. Das war Ngapumelela Ngosizo*. Ngapumelela beschloß, auch weiterhin für ihren Patienten zu sorgen und so absolvierte sie unsere Ausbildung für Pflegekräfte und wurde ein Mitglied der Brotherhood of Blessed Gérard.

Ngapumelela kam jeden Tag, um sich um ihren Patienten zu kümmern und sie nahm sich auch um die anderen Patienten an, die mit ihm das Zimmer teilten. Bei seiner Entlassung sorgte sie weiterhin für ihn zu Hause. Letztendlich starb er und Ngapumelela half weiterhin als freiwillige Helferin im Blessed Gérard’s Hospiz und kümmerte sich so um andere kranke Leute. Dann fand sie Arbeit in einer Fabrik und hatte wenig Zeit zur ehrenamtlichen Mitarbeit, blieb aber mit uns in Verbindung.

Eines Tages im Juni dieses Jahres klingelte das Telefon in meinem Büro. “Ngapumelela Ngosizo ist hier und möchte mit ihnen sprechen”, wurde mir gesagt. Wie immer war ich sehr glücklich, ihr lächelndes Gesicht zu sehen. Als ich ins Erdgeschoß ging, um sie zu treffen, lächelte sie nicht. Ich wußte, da stimmt etwas nicht. Wir setzten uns und Ngapumelela bat mich, ihre Tochter ins Blessed Gérard’s Kinderheim aufzunehmen. “Warum?”, fragte ich. Ngapumelela begann zu weinen. Sie erzählte mir, dass sie gerade eben aus dem Krankenhaus entlassen wurde und an Tuberkulose leidet. Sie sagte mir, dass sie AIDS hat. Sie war wirklich krank und es ging ihr jeden Tag schlechter. Ihre Schwester, die sich vorher um sie angenommen hatte, hatte sie davongejagt, weil sie krank war. Ihre Mutter und Geschwister hatten sie ebenfalls ausgestoßen. Ngapumelela hatte nicht gearbeitet und musste sich auf ihre Schwester verlassen, damit sie und ihre Tochter leben konnten. Ohne diese Unterstützung war Ngapumelela verzweifelt. “In Ordnung” sagte ich, “aber ich möchte Ihnen gern ein besseres Angebot machen.” Ngapumelela blickte mich mit ihren verweinten Augen fragend an.

“Ich möchte Ihnen genug Zeit anbieten, Ihre Tochter großzuziehen, zur Arbeit zurückzukehren und Freude an ihrem Leben zu haben.” Ngapumelela weinte lautlos weiter als ich fortfuhr: “Wir sind gerade dabei, unser Behandlungsprogramm mit antiretroviralen Medikamenten zu beginnen und ich möchte Ihnen anbieten, eine der Ersten zu sein, die bei diesem Programm mitmachen.” Ngapumelela hörte zu weinen auf und ihr Gesicht spiegelte Hoffnung und Erleichterung wider. Sie hinterließ ihre derzeitige Telefonnummer und ging nach Hause.

Zwei Monate später hatte ich die große Freude Ngapumelela anzurufen und sie zur Blutuntersuchung und zum ersten HAART Vorbereitungskurs einzuladen. Sie schloß ihren Kurs ab und weil sie alle Kriterien erfüllte, die Voraussetzung sind, zum Programm zugelassen zu werden, bekam sie ihre antiretrovirale Therapie. Sie hatte an keinerlei Nebenwirkungen zu leiden, sie hat viel zugenommen und sieht jetzt viel gesünder und glücklicher aus.

Eine der schönsten Auswirkungen ist die Tatsache, dass Ngapumelelas Tochter ihre Mutter zurückbekommen hat!

* Dies ist eine wahre Geschichte, aber der Name ist aus Datenschutzgründen frei erfunden.

Blessed Gérard’s Hospiz HAART Programm SACBC, CRSC & PEPFAR - Weihnachten 2004

Blessed Gérard’s Hospiz HAART Programm
SACBC, CRSC & PEPFAR

Blessed Gérard’s Hospiz HAART Programm (Hoch- Aktive Anti-Retrovirale Therapie), ein Gemeinschaftsprojekt von Blessed Gérard’s Hospiz und der Südafrikanischen Bischofskonferenz hat sich während des vergangenen Jahres entwickelt und ist gereift. Wir sind der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika sehr dankbar dafür, dass sie Gelder durch ihren “President’s Emergency Plan For AIDS Relief” (PEPFAR) über das “Catholic Relief Services Consortium” (CRSC) an die “Southern African Catholic Bishops’ Conference” (SACBC) geben, um einen wesentlichen Teil der Programmkosten damit zu finanzieren. Durch die bewundernswerte Arbeit von Sr. Alison Munro O.P., Dr. Malebo Maponyane, Johan Viljoen und der anderen Mitarbeiter des AIDS Büros der Bischofskonferenz konnten bislang vierzehn funktionierende AIDS Behandlungszentren in ganz Südafrika etabliert werden und wir sind stolz darauf als “SACBC Site 3” eines davon zu sein.

Es war sehr schwierig einen Arzt und eine Krankenschwester zu finden, die dazu bereit waren, nach Mandeni zu kommen, dessen geographische Lage oft als “am Ende der Welt” bezeichnet wird. So dauerte es bis zum 1. August, dass eine Ärztin bei uns ihren Dienst antrat. Die Krankenschwester, Sr. Elisabeth Coetzer hatte schon früher für uns zu arbeiten begonnen und hatte die erforderliche Spezialausbildung in AIDS-Behandlung bereits absolviert. Das Team von Pater Gerhard Lagleder, Frau Clare Kalkwarf, Dr. Saba Shembe (bis November 2004), Dr. Lerato Gabela (seit November 2004) und Sr. Elisabeth Coetzer ist gut aufeinander abgestimmt und sie haben unendlich hart gearbeitet und damit erreicht, dass das Programm erfolgreich angelaufen ist.

Wir haben sechzehn unserer Mitarbeiter als Therapieberater ausgebildet, um sie zu befähigen, die Patienten zu beraten, Vorbereitungskurse auf AIDS Behandlung durchzuführen und bei der Überwachung der Medikamenteneinnahme zu helfen.

Blessed Gérard’s Pflegezentrum wurde vom Gesundheitsministerium von KwaZulu-Natal als Behandlungszentrum für Antiretrovirale (ARV) Therapie akkreditiert. Wir arbeiten parallel und in Zusammenarbeit mit dem ARV Therapieprogramm der Südafrikanischen Regierung. Das führte auch dazu, dass wir Patienten und Personal des Kreiskrankenhauses in Stanger ausgebildet haben, um die Regierung beim Aufbau ihres ARV Behandlungsprogrammes zu unterstützen. Wir unterrichten auch weiterhin die Patienten des Krankenhauses Stanger aus unserer Gegend in unseren HAART Vorbereitungskursen. Somit haben wir eine sehr gute und nutzbringende gegenseitige Zusammenarbeit entwickelt.

Gottlob hatten wir noch bevor unsere Ärztin angestellt werden konnte, alles schon minutiös vorbereitet. Wir hatten viel nachgeforscht wie man so ein Programm organisiert und alle Mitglieder des HAART Teams hatten eine Fachausbildung in der HIV/AIDS Behandlung absolviert. Als die Ärztin dann kam, war der Anfang leicht. Innerhalb des ersten Monats hatten wir die ersten drei Patienten in ARV Behandlung. Nach vier Monaten waren es 37 AIDS Patienten unter Behandlung und 20 weitere absolvieren gerade ihren HAART Vorbereitungskurs. Die 100 Behandlungsplätze, für die unsere Geldgeber bereit sind zu bezahlen, werden bald voll sein. Ab März 2005 werden wir dann weitere 100 Patienten behandeln können.

Dieses Programm erfordert eine absolute Bereitschaft des Patienten, alles Notwendige zu tun. Wir erwarten, dass sie volle Verantwortung für ihre eigene Gesundheit und ihr Wohlergehen übernehmen. Deshalb müssen alle Kandidaten für das HAART Programm den bereits oben erwähnten 16-stündigen Vorbereitungskurs, der der Aufnahmefähigkeit halber die Lektionen auf vier Wochen verteilt, absolvieren. Sie müssen einen “Behandlungs-Kumpel” haben, der die Ausbildung mit ihnen mitmacht und sie dann während der Therapie begleitet, sie ermutigt und daran erinnert, die Medizin regelmäßig und ohne Unterbrechung bis ans Lebensende einzunehmen; der sie berät sich mit dem Hospiz in Verbindung zu setzen, falls sie Hilfe brauchen. Dieser Vorbereitungskurs hat folgenden Lehrplan:

Woche 1: Kursabschnitt A

  • Zweck der Ausbildung und Erwartungen
  • Versprechen von Vertraulichkeit
  • Einführung in das Hospiz
  • Brandmarkung, Selbstmitteilung und Positives Leben

Woche 2: Kursabschnitt B

  • Grundkenntnisse über HIV/AIDS & WHO Stadien
  • Blutuntersuchungen (Schnelltest, CD4 Zählung & Virenbelastung)
  • Mit HIV assoziierte opportunistische Infektionen & Krebsarten
  • Vorbeugung von Lungenentzündung und Meningitis

Woche 3: Kursabschnitt C

  • HIV/AIDS-Behandlung: Antiretrovirale (ARV) Therapie
  • ARV verläßliche Einnahme
  • ARV Nebenwirkungen
  • ARV Resistenz
  • ARV Überwachung

Woche 4: Kursabschnitt D

  • Der genaue Ablauf des Blessed Gérard’s Hospiz HAART Programms
  • Erstellen eines Behandlungsplanes

Es gibt wirklich viel zu lernen und beim Kursende können die Patienten eine auf gute Informationen basierende Entscheidung treffen, ob sie die ARV Behandlung auf sich nehmen wollen oder nicht und unter der Führung der Ärztin können sie entscheiden, welche Medizin sie nehmen können.

Seit wir unser ARV Behandlungsprogramm begonnen haben, ist unsere Arbeitsbelastung sprunghaft angestiegen, zumal es sich um ein so intensives und diffiziles Programm handelt, wobei die Patientenbegleitung von höchster Wichtigkeit ist. Nicht nur unsere Arbeit, auch unsere Unkosten sind dramatisch angestiegen. Die Regierung der USA bezahlt über CRSC und die Bischofskonferenz für die Medikamente, die Blutuntersuchungen und einen Teil der Personal- und Betriebskosten, aber es bleibt uns ein großer Differenzbetrag übrig, den wir durch Spenden finanzieren müssen.

Das HAART Programm verursacht auch große “versteckte Kosten” für Schreibwaren, Drucken, Kopieren, Ausrüstung mit Medien für die HAART Vorbereitungskurse, Prophylaxe von opportunistischen Infektionen, Hausbesuche und Häusliche Pflege, Ausbildung von Therapieberatern, Anstellen einer extra Krankenschwester und anderer Pflegekräfte wegen der gestiegenen Patientenzahl im Hospiz, auch wenn Patienten wegen opportunistischer Infektionen oder Nebenwirkungen der Medikamente stationär aufgenommen werden müssen.

Dies ist ein extrem wertvolles Programm, da wir damit Kindern ihre Mutter und Eltern ihre Kinder zurückgeben und die Väter zu ihrer traditionellen Rolle als Brotverdiener zurückkehren können.

Die Geschichte der Qalile Uhlelo - Weihnachten 2004

Die Geschichte der Qalile Uhlelo

Qalile Uhlelo*, eine 39-jährige Frau, kam im August 2004 ins Blessed Gérard’s Hospiz und bat um Hilfe. Sie war sehr krank und hatte alle Arten von opportunistischen Infektionen. Sie gab ganz offen zu, dass sie HIV positiv ist. Sie hatte gehört, dass wir ein antiretrovirales Behandlungsprogramm begonnen haben.

Qalile hatte ihr erstes Vorgespräch. Sie antwortete ohne Vorbehalt auf all unsere Fragen. Sie lebt im Umkreis von Mandeni und ist fest entschlossen zu überleben. Ihr Arbeitgeber unterstützte sie vollends und ermutigte sie, sich in Behandlung zu begeben.


Die ersten Blutproben bei der Abholung durch den Kurierdienst
zum Transport ins Labor..

Anfang September nahmen wir ihr Blut ab für ein Gesamtblutbild. Der Schock folgte mit dem Erhalt der Untersuchungsergebnisse: Mit einem CD4 Wert von 1 Zelle/mm³ und einer hohen Virenbelastung von 90536 Viren/ml war es nahezu unglaublich, dass sie noch auf den Beinen war. Ein HIV negativer Mensch hat 800-1300 Zellen/mm³.

Wir boten Qalile wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes die stationäre Aufnahme im Blessed Gérard’s Hospiz an. Sie stimmte zu. Qalile war eine Musterpatientin und tat alles, was man von ihr verlangte. Antiretrovirale Behandlung ist nicht so einfach wie das Einnehmen von Schmerztabletten und bedarf einer gründlichen Patienteninformation und einer Selbstverpflichtung seitens des Patienten. Deshalb ist es eine Bedingung, dass alle Kandidaten für das HAART Programm eine vierwöchige Ausbildung bekommen, um alle Gesichtspunkte der Behandlung zu erlernen, zu akzeptieren und später einzuhalten.


Der erste HAART Vorbereitungskurs

Die erste Woche des Behandlungskurses begann. Es war Dienstag morgen und alles war vorbereitet. Leider entwickelte Qalile einen schlimmen Brechdurchfall. Unsere Ärztin verschrieb die nötige Medizin, um dies in Griff zu bekommen, aber es half nichts. Qalile wurde schwächer und wir hatten Angst, dass sie in ernster Lebensgefahr schwebte. Doch dann reagierte sie langsam, Tag für Tag ein bißchen mehr, auf die Behandlung. Wir hatten den Brechdurchfall zum Stillstand gebracht, aber jetzt entwickelte sie eine periphere Nervenentzündung und konnte deshalb nicht mehr gehen. Es war zu schmerzhaft für sie, ihre Füße auf den Boden zu stellen.

Qalile gab ihren Kampf nicht auf. Sie überwand ihre opportunistischen Infektionen so weit, dass unsere Ärztin sich entschloß, ihr das, was sie im Vorbereitungskurs versäumt hatte, durch private “Nachhilfe” aufholen zu lassen. Sie zeigte eine so große und ansteckende Begeisterung, dass sie damit auch andere Patienten, die Ärztin, die Krankenschwestern und Pflegekräfte inspirierte und auch diese machten ihr weiterhin Mut. Die zweite Woche des Kurses kam und ging ohne jegliche weiteren Probleme, so auch die dritte und vierte Woche. Jetzt war die Zeit gekommen zusammen mit der Ärztin ihren Behandlungsplan zu machen: Zu welcher Zeit kann sie jeden Tag ihre Medizin einnehmen? Wo und in welchem Behältnis wird sie die Medikamente aufbewahren? Qalile beantwortete alle Fragen unter der Anleitung der Ärztin.

Nach Abschluss dieses Prozesses war die Zeit gekommen, den Behandlungsvertrag zu lesen und zu verstehen. Dieser wurde ihr in aller Ausführlichkeit erklärt. Qalile hörte gut zu als sie gebeten wurde sich zu verpflichten, ein positives, gesundes Leben zu leben und die Vorschriften des HAART Programms einzuhalten. Qaliles Herz pochte vor freudiger Erwartung, als sie den Vertrag unterschrieb. Der Direktor des Hospizes unterzeichnete ebenso und versprach damit, ihr die Medikamente zu geben und sie körperlich, psychologisch und seelisch zu unterstützen. Jetzt war es so weit! Qaliles lebensverlängernde Medikamente kamen.
 


7. September 2004: Die erste HAART Patientin bekommt zum ersten mal
ihre antiretroviralen Medikamente.

1. Tag: Qalile ging es gut.
2. Tag: Qalile hatte leichte Übelkeit.
3. Tag: Qalile begann zu erbrechen.
4. Tag: Qalile fühlte sich wohl.
5. Tag: Qalile fühlte sich etwas kräftiger.
6. Tag: Qalile wurde nach Hause entlassen.
10. Tag: Qalile kam ins Hospiz zu einer Nachuntersuchung zurück. Sie fühlte sich nicht allzu gut. So entschloß man sich, sie wieder stationär aufzunehmen. Qaliles Immunsystem begann wieder zu arbeiten und machte Schwierigkeiten.
17. Tag: Wir entschlossen uns, noch ein paar Blutuntersuchungen zu machen, um zu sehen, wie sich Qaliles Zustand wirklich besserte. Ihr CD4 Wert war auf 8 Zellen/mm³ angestiegen. Sie war auf dem Weg der Besserung. Wir pflegten sie während dieser ersten Zeit der Immunrekonstitution und als sie darüber hinweg war, entließen wir sie wieder nach Hause. Qalile kam von da an jede Woche zu unserer Ärztin zu ihrer Nachuntersuchung. Am 3. November machten wir eine erneute Blutuntersuchung. Dieses mal war der CD4 Wert auf 18 Zellen/mm³ angestiegen. Das gilt noch immer als extrem niedrig, aber es zeigt eine Besserung an. Interessant war die Untersuchung der Virusbelastung, die auf 74 Viren/ml abgesunken war und das ist ein großartiges Ergebnis.

Qalile geht es weiterhin jeden Tag etwas besser. Am 6. Dezember war ihr CD4 Wert 39 Zellen/mm³. Sie ist noch immer eine vorbildliche Patientin und tut alles, was man ihr sagt. Danke, Qalile, für Ihre Ermutigung und dafür, dass Sie unter Beweis stellen wie gut unser HAART Programm funktionieren kann, um die Lebensqualität von HIV/AIDS Patienten wesentlich zu verbessern.

* Das ist eine wahre Geschichte, aber der Name ist aus Datenschutzgründen frei erfunden.


Blessed Gérard’s Hospiz wird schon 2004 mit der antiretroviralen Behandlung von HIV/AIDS Patienten beginnen!

Großartige Nachricht!
Ein enormer Meilenstein unserer Entwicklung:

Blessed Gérard’s Hospiz
wird schon 2004 mit der antiretroviralen Behandlung von HIV/AIDS Patienten beginnen!

Wir haben unseren eigenen Ohren nicht getraut als uns Johan Viljoen, der Projektmanager des AIDS Sekretariates der Südafrikanischen Katholischen Bischofskonferenz, im September 2003 anrief und mitteilte, dass die Katholische Kirche in Südafrika mit der Unterstützung internationaler Geldgeber der Pionier in der Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten (genannt ARVs) in großem Umfang werden wird und dass wir als eine der ersten fünf Stellen in ganz Südafrika ausgewählt wurden, die sofort mit dem Programm beginnen soll.

Das widerspricht dem deutschen Sprichwort „Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher“. Dieses mal werden Gottes Mühlen die ersten sein, die den HIV-Virus in Südafrika zermalmen für jene, die sich selber ARVs nicht leisten können. Als nach dieser Nachricht unsere Regierung ihre Bereitschaft erklärte, ihrerseits ARVs auszugeben, dachte die Bischofskonferenz zunächst, dass unser Programm nicht mehr notwendig sei, aber mehrere unterschiedliche hochrangige informierte Quellen versicherten uns, dass unser Pionierprojekt sicherlich bei weitem jeder praktischen Verwirklichung von ARV-Behandlungsplänen des öffentlichen Gesundheitssektors vorausgehen würde.

Wir danken Gott auf den Knien, dass unsere Bemühungen, den Notleidenden und Kranken zu helfen, auf so großartige Weise Anerkennung gefunden haben. Als Johan Viljoen uns letztes Jahr in einer privaten Unterhaltung mit unserem aktiven Mitglied Lillian Molloy als das „Flaggschiff der AIDS-Arbeit der Katholischen Kirche in Südafrika“ bezeichnete, dachten wir, das sei nur ein nettes Kompliment gewesen, aber jetzt sind wir überwältigt von dieser Anerkennung und anhaltenden finanziellen Unterstützung durch die Bischofskonferenz und wir werden uns nach Kräften bemühen, dem Vertrauen, das sie in uns gesetzt haben, gerecht zu werden.

Obwohl die Medikamente, die AIDS-Tests und das unmittelbar für das ARV-Programm zusätzlich eingestellte Personal über die Bischofskonferenz finanziert werden, erwarten wir einen massiven Andrang auch von solchen Patienten in unserem Hospiz, die außerhalb der Behandlungskriterien mit ARVs fallen, aber dennoch palliative Pflege benötigen.

Daher bitten wir Sie höflich, uns mit ihren Spenden weiterhin zu unterstützen, damit wir mit dem zu erwartenden großen zusätzlichen Bedarf an Pflege und dessen Kosten zurechtkommen können.


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