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Brotherhood of Blessed Gérard

HAART Programm

Unser AIDS-Behandlungs-Programm

Hoch- Aktive Anti- Retrovirale Therapie (HAART)

Das HAART-Programm bietet umfassende ganzheitliche Hilfe:

Therapievorbereitung
Jeder Patient wird vor Beginn der Behandlung intensiv über HIV und AIDS aufgeklärt und über das, was von seiner Seite her notwendig ist, um den Behandlungserfolg sicherzustellen.

Antiretrovirale Therapie
Wir bieten bedürftigen AIDS-Patienten kostenlose hoch-aktive anti-retrovirale Therapie, Behandlung von Begleiterkrankungen und psychosoziale und seelsorgerliche Beratung.

Therapiebegleitung

Unsere Therapiebegleiter besuchen die Patienten regelmäßig, um sicherzustellen, dass die Medikamente nach Plan eingenommen werden, und um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Dies ist sehr wesentlich, weil eine mehrmalige Nichteinnahme der Medikamente die Viren resistent machen kann - und damit die Therapie wirkungslos wird.

Selbsthilfegruppen

Wir bieten unseren Patienten Gesprächsgruppen an, in denen sie sich gegenseitig unterstützen und  soziale Ausgrenzung durchbrechen können.

Soziale Betreuung und Existenzsicherung
Wir beraten unsere Patienten bei sozialen Problemen und in Fragen der Existenzsicherung. Wir motivieren sie, sich tatkräftig um ihren Lebensunterhalt zu bemühen und sich nicht nur auf die Versorgung durch Angehörige oder öffentliche Stellen zu verlassen. Unser Ziel ist es, ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben mit der Krankheit zu ermöglichen.

AIDS und traditionelle Heilmethoden - Juli 1998

AIDS und traditionelle Heilmethoden

Besorgniserregend ist, dass viele Zulu im hiesigen Gebiet mehr ihren traditionellen Medizinmännern vertrauen als der modernen Medizin. Das wäre nicht weiter schlimm, würden sie nur pflanzliche Substanzen einnehmen, die ihnen eine subjektive Erleichterung verschaffen können. Bei einer weit verbreiteten Behandlungsmethode schneiden die Medizinmänner mit Rasierklingen viele kleine Schnitte in die Haut von HIV-positiven Personen und reiben dann "Medizin" in die entstandenen Wunden. Verwenden sie die gleiche Rasierklinge beim nächsten Patienten, wird die Behandlung des einen zum Tod bringenden Nebeneffekt für den anderen.

Erschwerend kommt hinzu, dass etwa die Hälfte der AIDS-Patienten an Lungentuberkulose leidet. Viele weigern sich, Medikamente einzunehmen aus Unverständnis, dass dies wirklich notwendig ist.

Eine wirksame Behandlung wird zudem durch den Aberglauben gefährdet, das Auslösen von Erbrechen "reinige den Körper". Die Einnahme von Medikamenten, die von Ärzten verschrieben werden, wird damit sinnlos, wenn sie gleich wieder erbrochen werden.

Viele Angehörige meinen den Anblick ihres sterbenden Angehörigen nicht ertragen zu können und verbannen ihn deshalb aus dem Familienverband.

Am schlimmsten aber ist das weit verbreitete Gerücht, man könne AIDS durch sexuellen Kontakt mit einer Jungfrau bekämpfen. Zahllose Vergewaltigungen von Mädchen, oft schon von Dreijährigen aufwärts, sind die traurige Folge. Unbeschreiblich ist das Leid dieser Kinder durch die körperliche Verstümmelung, das psychische Trauma und die übertragene HIV-Infektion.

Bestehende Ängste können nicht durch Drohungen oder Strafen beseitigt werden. Da hilft nur ausführliche Aufklärung und Vertrauensbildung.

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