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Brotherhood of Blessed Gérard

HIV/AIDS Aufklärung und Beratung

Wir informieren über HIV und AIDS, dessen Vorbeugung und darüber, wie man verantwortungsvoll mit einer Infektion leben kann.

Wir leisten Beratung und Aufklärung über die Krankheit und ihre Behandlung, die hoch-aktive anti-retrovirale Therapie (HAART).

"Wir reden nicht darüber und deshalb sind so viele von uns HIV-positiv.Wir müssen darüber reden. Wir müssen dieses Flusspferd aus dem Wasser holen, wir müssen es an die Öffentlichkeit bringen, wir müssen über HIV und AIDS reden."
(Clare Kalkwarf)

"Lassen Sie uns erst mal über AIDS sprechen:
Der erste Grund, warum wir so ein hohes Vorkommen an AIDS haben, ist Unwissenheit.
Die Leute strotzen von Ignoranz. Sie können nicht selber in der Zeitung lesen und die Gefahren der ganzen Sache mit HIV und AIDS erkennen.
Die Konsequenz ist, dass sich die Leute noch immer anstecken. Die Menschen ergreifen nicht die richtigen Vorsichtsmaßnahmen, um sich zu schützen. Daher bezeichne ich Unwissenheit als einen sehr großen Faktor.

Arbeitslosigkeit verursacht auch ein anderes Problem, weil auch die weibliche Jugend keine Jobs bekommt. Deshalb müssen sie sich als Prostituierte ihren Lebensunterhalt verdienen und das führt natürlich dazu, dass die Rate an Geschlechtskrankheiten steigt und die AIDS-Epidemie wird auf diese Weise beschleunigt. Natürlich auch weil so viele Menschen in unser Gebiet zugezogen sind, haben wir das Problem der hohen Bevölkerungsdichte und fehlenden Unterkunft für viele Leute. Sie bauen sich Bretterbuden, in denen sie wohnen müssen. Natürlich bricht Tuberkulose aus, wenn zu viele Menschen auf zu kleinem Raum zusammengedrängt sind.  Das sind die Hauptursachen warum wir diese Epidemie von AIDS und Tuberkulose in unserer Gegend haben."

(Dr. Paul Thabethe)

Blessed Gérard's HIV/AIDS Aufklärungs-Programm

Auf diesem Poster sind verschiedene Menschen. Möchte jemand raten, wer davon HIV-positiv ist und wer AIDS hat?


Aids-Information in der Möbelfabrik LOUNGEFURN
Na, meine Damen, wer denken Sie hat AIDS? Keiner? Keiner? Wirklich? Und das in Isithebe wo 88% HIV-positiv sind? Keiner? Wer? Dieser da? … Warum der? … Er wird dürr. Ich denke, der ist cool, der trägt eine Sonnenbrille.

Sie haben es gemerkt, dass man es nicht sagen kann. Rein vom Augenschein kann man nicht sagen, ob einer HIV-positiv ist oder nicht. Also verdächtigen Sie niemand, weil er dürr ist oder weil er TB hat. Das ist kein Anzeichen für AIDS. Es könnte sein, aber es ist kein Beweis.

AIDS ist wie ein Flußpferd. Alles was Sie sehen ist ein kleiner Teil über der Wasseroberfläche und der Rest ist uns verborgen. Das ist das Problem mit HIV, dass wir es nicht sehen können. Es ist versteckt.

 Wir reden nicht darüber und deshalb sind so viele von uns HIV-positiv. Wir müssen darüber reden. Wir müssen dieses Flußpferd aus dem Wasser holen, wir müssen es an die Öffentlichkeit bringen, wir müssen über HIV und AIDS reden.

Wie tötet der Virus unsere weißen Blutkörperchen? Hier ist ein weißes Blutkörperchen und das ist ein großer starker Kerl. Er beschützt diesen Mann, der noch nicht HIV-positiv ist. Was passiert, warum wird dieser Mann krank, wenn er den Virus bekommt? Was geschieht ist Folgendes:

 Wenn ein normaler Krankheitskeim, wie z.B. ein Grippevirus oder ein Tuberkelbazillus uns zu nahe kommt und wir nicht HIV-positiv sind, dann wird das weiße Blutkörperchen die Keime töten und uns beschützen.

 Aber wenn wir HIV-positiv sind, dann sind die weißen Blutkörperchen nicht mehr in der Lage, den Mann zu beschützen. Wenn wir keine weißen Blukörperchen mehr haben, können wir uns nicht mehr gegen Krankheit wehren.

Deshalb bekommen HIV-positive Menschen so oft Tuberkulose und Geschlechtskrankheiten.

Das Problem ist dann, dass dieser arme kleine Mann absolut keinen Schutz mehr hat, weil die weißen Blutkörperchen weniger und weniger werden und der HIV Virus sich im Körper vermehrt.

 So wird dieser Mann schwächer und schwächer und schwächer.

Wenn sie nicht glauben, dass es den HIV Virus gibt, beweise ich Ihnen das Gegenteil.

 Das ist ein enorm vergrößertes Foto eines HIV-Virus wie er im Körper von HIV-positiven Menschen ist.

 Das ist der Übeltäter, der Ihre weißen Blutkörperchen vernichtet. So sieht er aus. Das ist ein Foto eines wirklichen HIV Virus.

Kondome sind nicht absolut zuverlässig. „Sicheren Sex“ gibt es nicht!

 Der einzige Weg, um absolut sicher zu gehen ist „Nein“ zu sagen!

„Nein danke, ich will nicht herumschlafen!“ Ändern sie ihre Lebensweise! Das ist der einzige sichere Weg! Ja? Kondome helfen, besonders wenn ein Mann und seine Frau beide HIV-positiv sind, sonst kann man sich neu infizieren. Jedesmal wenn Sie Verkehr mit einem HIV-positiven Menschen haben bekommen Sie mehr HIV Viren in Ihr Blut. So machen Sie Ihr Leben kürzer und kürzer.

Worum ich Sie bitte ist: Falls Sie denken, dass sie sich HIV Viren ausgesetzt haben, gehen Sie zum AIDS-Test! Die Leute sagen „Warum soll ich mich testen lassen? Falls ich positiv bin sterbe ich sowieso.“ Sicher, aber sie können immer noch zwölf bis fünfzehn Jahre leben! Deshalb bitte ich Sie: Lassen Sie sich testen! Nicht nur Ihretwegen, schon Ihretwegen, aber auch um Ihrer Familie willen, Ihres Mannes, Ihrer Frau, Ihrer Kinder willen. Stellen Sie sicher, dass Sie für sie so lang als möglich am Leben sind. Und bitte reden Sie mit Ihrem Mann oder Ihrer Frau über die Probleme! Falls Sie HIV-positiv sind, müssen Sie das Ihrem Partner sagen, wer immer das ist! Bitte sagen Sie es Ihnen! Bitte beachten sie, was ich Ihnen heute sage: Sie können sich schützen. Sie können Ihren Partner schützen. Sie können Ihre Familie schützen.


Rundschreiben zum Welt-AIDS-Tag - 1. Dezember 2009

Rundschreiben zum Welt AIDS Tag am 1.12.2009


Heute begehen wir den Welt-AIDS-Tag.

Dazu werden allerorts und von allen Seiten unzählige Stellungnahmen, Kommentare, Forderungen und verbale oder elektronische Sympathiebekundungen veröffentlicht, aber konkret um die AIDS-Kranken kümmern sich nur die wenigsten.
Deshalb verschicken wir lieber keine vollmundigen Absichtserklärungen und Resolutionen, sondern packen lieber selber an, wo AIDS-Kranke unsere Hilfe brauchen.
Mandeni wurde einmal die AIDS-Hochburg der Welt genannt.
Hoffentlich haben uns inzwischen andere den zweifelhaften „Rang“ abgelaufen.
Trotzdem ist die traurige Tatsache, dass es eine Unmenge von HIV-Infizierten gibt, die Behandlung bräuchten, aber vor allen aus Scheu und Angst vor der öffentlichen Meinung oder Furcht vor Diskriminierung den Mut nicht aufbringen, sich auf HIV-Infektion hin testen zu lassen, so dass ihnen dann mit einer ordentlichen antiretroviralen Behandlung wirklich langfristig geholfen werden könnte.
Deshalb haben wir heute am Welt-AIDS-Tag eine große Motivations-Kampagne bei unserer örtlichen Industrie durchgeführt.
Hoffentlich lassen sich daraufhin jetzt viele mehr testen.
In unserem eigenen Haus haben wir allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern gesagt, sie müssten unbedingt unseren Vorbereitungskurs zur AIDS-Behandlung mitmachen, damit sie die Kenntnisse erwerben könnten um den Patienten besser helfen zu können.
Den angebotenen HIV-Test haben dann doch viele angenommen und so konnten wir den Durchbruch schaffen, dass auch viele unserer Mitarbeiter, die die Behandlung brauchen, diese akzeptiert haben.

Zum heutigen Welt-AIDS-Tag hat der Malteser Hilfsdienst Traunstein eine Pressemitteilung herausgegeben, die sicher auch für
 lesenswert ist: http://bbg.org.za/deutsch/PR/Presse/mhdts1.htm 
Siehe auch:
http://www.chiemgau24.de/traunstein/bayerischer-benediktiner-pater-kaempft-gegen-aids-traunstein-ch24-545211.html

Mit großer Freude haben wir soeben festgestellt, dass Radio Vatikan unsere AIDS-Arbeit als Beispiel für die AIDS-Arbeit der Kirche propagiert hat:
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=337885

Sicher ist
 auch bekannt, dass wir unsere gesamte Arbeit, einschließlich der AIDS-Behandlung kostenlos anbieten, weil unsere Patienten in aller Regel so bettelarm sind, dass sie sich die Behandlung nie im Leben selber leisten könnten.
Die meisten von ihnen wissen gar nicht wie man „Krankenversicherung“ überhaupt schreibt.
All unsere Arbeit hängt von Spenden ab und weil unsere Patientenzahl enorm gestiegen ist und all unsere freien Stellen mittlerweile belegt sind, wird die Finanzierung zunehmend schwieriger und wir müssen jede nur bestehende Möglichkeit zur Spendenwerbung nutzen.
So möchten wir
nun ganz offen bitten zu überlegen, obuns nicht in irgendeiner Weise helfen, sei es durch Spenden oder dadurch, dassPfarrei, Rotary-, Lions- oder Golf-Club ,Missionskreis,Sportverein, IhreMalteser-Gliederung,Firma oder wen auch immer, ob diese nicht mithelfen könnten, diese so dringend benötigten Mittel mit aufzubringen.
Jeder Euro hilft uns ein Stück weiter!

 mir bitte, wenn ichIhnen mit meiner Bettelei schon wieder auf die Nerven gehe, und glauben Sie mir, dass mir dies selber unangenehm ist, aber ich gehe davon aus, dass meine Lage verstehen , dass ich mich nicht aus der Verantwortung zurückziehen kann, wenn Hilfe notwendig ist von der so viel abhängt.

Ich bin allen, die meine Missionsarbeit und unsere Hilfstätigkeit in Südafrika in den vergangenen 23 Jahren durch Gebet und Opfer,
Spenden oder Fördermitgliedschaft unterstützt haben, von Herzen dankbar und ich bitte auch weiterhin um Mithilfe.
Siehe auch:
http://bbg.org.za/deutsch/Organisation/helfen.htm

So bleibe ich mit den besten Wünschen für einen gesegneten Advent und mit frohen und dankbaren Grüßen

Herzlichst
Pater Gerhard
Präsident der Südafrikanischen Malteser und Diözesan-Caritas-Direktor des Bistums Eshowe 

P O Box 440
Mandeni 4490
South Africa

http://bbg.org.za/
Telefon +27 82 4924043
Fax +27 86 6938940
 

Die Brotherhood of Blessed Gérard ist eine südafrikanische nicht-kommerzielle gemeinnützige Organisation, ein Verein der Römisch-Katholischen Kirche und die Hilfsorganisation des Malteser-Ritterordens in Südafrika.
Der Selige Gerhard ist der Gründer des Malteser-Ritterordens.

15 Jahre Dienst des Blessed Gérard's HIV/AIDS Aufklärungs-Programms - 11. Oktober 2009

Die Brotherhood of Blessed Gérard feierte

15 Jahre Dienst des Blessed Gérard's HIV/AIDS Aufklärungs-Programms

1994 stand in unserem Rundbrief: "Achtzehn Mitglieder unserer Bruderschaft nahmen an einem Kurs für Ausbilder in der AIDS - Vorbeugung teil, der unter Mithilfe unseres Diözesan-AIDS-Teams gestaltet wurde. Obwohl wir Freude an dem Kurs hatten, hat uns das Thema AIDS sehr schockiert. Wir haben drei Teams gebildet. Eines für das Gebiet von Mandikini unter der Leitung von Johannes Hlongwa, eines für das Gebiet von Whebede unter der Leitung von Conrad Khumalo und eines für das Gebiet von Sundumbili unter der Leitung von Dr. Paul Thabethe. Dr. Thabethe hat viele Gelegenheiten wahrgenommen, um über das Thema zu sprechen, einer seiner Vorträge wurde sogar über Radio Zulu ausgestrahlt. Wir halten dies für sehr vorteilhaft, weil wir damit eine viel größere Anzahl von Menschen erreichen können. Es ist bedrückend, dass trotz alledem viele noch nie etwas von AIDS gehört haben. Am 1. Dezember 1994 ist der Welt-AIDS-Tag - beten wir für alle Opfer dieser schrecklichen Krankheit."

zitiert aus dem Brotherhood of Blessed Gérard - Rundbrief Nr. 04

Seither hat das Blessed Gérard's HIV/AIDS Aufklärungs-Programm viele Vorträge bei Jugendveranstaltungen, für Fabriken, Manager aus der Industrie und HIV/AIDS-Ausbilder und andere an der HIV/AIDS Arbeit Beteiligte gehalten.

Wir haben auch Veröffentlichungen in verschiedenen Medien gemacht:

Ein Großteil unserer HIV/AIDS Erziehung wird mitterweile von unserem Blessed Gérard's Hospiz - Ausbildungsprogramm in Hauskrankenpflege und von unserem Blessed Gérard’s Hospiz HAART Programm wahrgenommen.

Aus unserem Rundbrief von Ostern 1998

Blessed Gérard’s AIDS Aufklärungs-Programm

Unser AIDS-Vorbeugungsprogramm wird ebenfalls durch das iSithebe AIDS Forum noch mehr genutzt werden. Unser Leitender Arzt, Dr. P. Z. T. Thabethe wurde gebeten, die Abhaltung von Seminaren über AIDS in örtlichen Fabriken durch unsere Ausbildungsteams zu organisieren.

Wir haben von der örtlichen Papierfabrik SAPPI Kraft Unterstützung erhalten durch eine Spende von 5000,- Rand (= 2000,- DM) zugunsten unseres AIDS-Aufklärungs-Programmes. Im Namen des gesamten Vorstandes, unserer Mitglieder und all der Menschen, denen wir beistehen möchten wir uns bedanken.

Aus unserem Rundbrief von Weihnachten 1996

Blessed Gérard's AIDS Education Programme.

Dr. Thabethe und sein Team aus Sundumbili haben viele Menschen dadurch erreicht, dass sie zu Aufklärungsvorträgen zu allen Gemeinden unserer Pfarreien gefahren sind. Diese Schulungen stoßen immer auf ein großes und gutes Echo.

Aus unserem Rundbrief vom August 1996

UNSER AIDS-VORSORGE-PROGRAMM GEHT WEITER

Dr. Thabethe, unser ärztlicher Leiter, und all die aktiven Mitglieder, die zu Ausbildern in der AIDS-Aufklärung ausgebildet worden sind, waren während der letzten paar Monate äußerst aktiv. Sie hielten in verschiedenen Gemeinden der Pfarreien von Mandeni und Mangete Vorträge vor einem Publikum, das von Teenagern bis zu Erwachsenen reichte. Aber für nächstes Jahr haben wir uns vorgenommen, besonders die Jugend in allen Gemeinden unserer Pfarreien zu erreichen. Es ist wirklich kaum zu glauben, dass es immer noch Leute gibt, die nie von AIDS gehört haben.

Wenn Sie von irgendeiner Gruppe wissen, die gerne einen AIDS-Aufklärungskurs hätte, wenden Sie sich bitte über das Büro der Brotherhood an Dr. Thabethe, damit entsprechende Terminvereinbarungen getroffen werden können.

Welt AIDS Tag - 1995

WELT AIDS TAG

Der 1. Dezember 1995 war Welt-AIDS-Tag.

Wir, die Brotherhood of Blessed Gérard, versuchten unter der Schirmherrschaft von Dr. Thabethe, die örtlichen Gemeinden auf die Gefahr, sich mit dem HIV-Virus zu infizieren, hinzuweisen.

Dazu druckten wir mehrere Tausend Handzettel in Zulu und Englisch und verteilten sie an Schulen, vor Geschäften und in alle Postfächer.

Wir gaben Poster an die örtlichen Industriebetriebe aus, damit die dort an den Schwarzen Brettern ausgehängt werden.

Wir appellieren an all unsere Mitglieder, durch Mundpropaganda gegen diese schreckliche Krankheit vorzugehen und keine Angst davor zu haben, offen über ihre Gefahren zu sprechen.

 

Aus unserem Rundbrief vom Dezember 1994

AIDS - VORBEUGUNGS - PROGRAMM

Achtzehn Mitglieder unserer Bruderschaft nahmen an einem Kurs für Ausbilder in der AIDS - Vorbeugung teil, der unter Mithilfe unseres Diözesan-AIDS-Teams gestaltet wurde. Obwohl wir Freude an dem Kurs hatten, hat uns das Thema AIDS sehr schockiert. Wir haben drei Teams gebildet. Eines für das Gebiet von Mandikini unter der Leitung von Johannes Hlongwa, eines für das Gebiet von Whebede unter der Leitung von Conrad Khumalo und eines für das Gebiet von Sundumbili unter der Leitung von Dr. Paul Thabethe.

Dr. Thabethe hat viele Gelegenheiten wahrgenommen, um über das Thema zu sprechen, einer seiner Vorträge wurde sogar über Radio Zulu ausgestrahlt. Wir halten dies für sehr vorteilhaft, weil wir damit eine viel größere Anzahl von Menschen erreichen können. Es ist bedrückend, dass trotz alledem viele noch nie etwas von AIDS gehört haben.

Am 1. Dezember 1994 ist der Welt-AIDS-Tag - beten wir für alle Opfer dieser schrecklichen Krankheit.

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