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Brotherhood of Blessed Gérard

Dedizierte Mitglieder h.c.

Was sind Ehrenmitglieder?

Auszug aus unseren Statuten:

5.1.4. Dedizierte Mitgliedschaft h.c. (Ehrenmitgliedschaft)

Assoziierte Mitglieder, die die Bruderschaft in besonderem Maße unterstützt haben, kann Dedizierte Mitgliedschaft h.c. durch einen Mehrheitsbeschluss des Rates der Dedizierten Mitglieder gewährt werden. Ehrenmitglieder haben alle Privilegien Dedizierter Mitglieder, außer dem Stimmrecht im Rat der Dedizierten Mitglieder.


Berichte von oder über Ehrenmitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard


Die Feier des 20. Gründungsjubiläums der Brotherhood of Blessed Gérard und die Aufnahme von Hans Peter und Maresi Rehder als Dedizierte Mitglieder h.c. der Brotherhood of Blessed Gérard am Sonntag, dem 28. Oktober 2012

Nkosi sihawukele: Ein Erlebnisbericht von Maresi Rehder über ihren Besuch im Blessed Gérard's Care Zentrum vom 26. Oktober bis 18. November 2012

Hans Peter Rehder: Besuch bei der Brotherhood of Blessed Gérard im Oktober/November 2012


Artikelserie von Dr. med. Andreas Heinze - im Oktober 2010

Es begann mit einer Vision

Es begann mit einer Vision

Mrs Yvonne Renaud, ganz frühes Mitglied der Bruderschaft des Seligen Gerhard und Dedicated Member berichtete  mir in diesem Oktober am Tag des Seligen Gerhard: „Ich weiß noch als wäre es gestern,  wie der junge Pater Gerhard dort drüben saß“, und sie deutet aus dem Hospiz heraus auf die kleine Anhöhe zur benachbarten Pfarrkirche, „und er sagte hier  müsste man ein Hospiz- und Pflegezentrum zu bauen, das den Menschen helfen  kann, die sonst in den Elendsviertel armselig sterben müssen.“  Das war  im  Jahre 1992.  Aus dieser Vision ist  bis heute Realität geworden. Eine Realität, die in der heutigen Größe niemand erwartet hätte.  Ein großes Pflege- und Hospiz-Zentrum mit Kinderheim und seit 2003 einer ärztlich geleiteten AIDS-Therapieeinrichtung. Aber bis dahin war es ein langer Weg. Irgendwann kamen Gemeindemitglieder (darunter vor allem Mrs. Clare Kalkwarf und der Allgemeinarzt Dr. Paul Thabethe) zu dem jungen Ordenspriester und Missionar Pater Gerhard und fragten ihn ob man angesichts der vielen Armen und Kranken in  den Elendsvierteln nicht eine Hilfe auf die Beine stellen könnte. Pater Gerhard war früher ehrenamtlicher Helfer im deutschen Malteser Hilfsdienst und hatte daher auch in Südafrika nicht vergessen, wie man Hilfe organisieren kann. Er war ja nicht nur Priester, sondern auch  Rettungssanitäter, Pflegediensthelfer und Ausbilder und hatte bereits früher aus dem nichts heraus Hilfe organisiert. Clare und Paul hatten den richtigen Mann getroffen und für Pater Gerhard war der Leitspruch „Wahrung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“ schon vorher kein leerer Satz sondern Lebensdevise. So entwickelte sich die Idee,  zusammen eine in Südafrika basierte Hilfsorganisation zu gründen, die den wirklich Ärmsten helfen kann. Die ersten Projekte begannen und die Notwendigkeit der Hilfe wurde  immer größer bis irgendwann an einem sonnigen Tag in Südafrika die Vision eines Pflegezentrums entstand und die Basis geschaffen  wurde,  diese Vision in die Wirklichkeit umzusetzen. Ganz ähnlich so wie der Selige Gérard Tonque vor 900 Jahren in Jerusalem mit Armut und Krankheit konfrontiert war und das Hospital zum Heiligen Johannes gründete. So entschieden  sich Pater Gerhard und die anderen, die Hilfsgemeinschaft in Mandeni in kirchlicher Tradition „Bruderschaft des Seligen Gerhard“ zu nennen. Ein Zufall war es vielleicht nicht, dass der junge Missionsbenediktiner schon Jahre vorher den Namen des Schutzpatrons des Malteserordens zu seinem Ordensnamen gemacht hatte. Und ein Zufall war es vielleicht auch nicht, dass die Mitbegründerin und spätere Managerin der Organisation Frau Clare Kalkwarf genau an jedem Namenstag des historischen  Seligen Gerhard, am 13. Oktober,  Geburtstag hatte.

Aber natürlich: Geld hatte man keines. Also musste man um Spenden betteln und muss das bis heute. Von Beginn an waren alle Projekte ganz durch Spenden finanziert.  Viele Menschen in Südafrika und in der ganzen Welt begannen die Bruderschaft des Seligen Gerhard in Mandeni zu unterstützen und das bald erfundene  Internet ermöglicht es diese Menschen zusammenzuführen und auf die Hilfe dieser Menschen (das sind wir alle)  ist die Bruderschaft des Seligen Gerhard noch heute angewiesen.

Aus der Vision eines jungen Priesters und Missionars ist heute ein beachtliches humanitäres Werk geworden. Das größte Hospiz Südafrikas, ein großes Kinderheim, eine ärztlich geleitete Therapieeinrichtung und viele weitere Projekte.

Und eine Vision, die es in die Tat umzusetzen gilt, hat der jetzt ein paar Jahre ältere Missionar Pater Gerhard wieder. Heute schaut er  wieder von der kleinen  Anhöhe auf das Pflegezentrum und Kinderheim und weiß wie wir alle:  die Hilfe ist noch immer notwendig. Noch immer sterben Menschen elendig in den Hütten der Slums, brauchen Menschen eine Therapieperspektive und noch immer gibt es kleine Kinder, die sonst am Straßenrand  verhungern  würden.

Und so gibt es heute eine neue Vision. Diese  neue Vision  ist,   die Hilfe der Bruderschaft des Seligen Gerhards in die Zukunft des 21. Jahrhunderts zu führen. Die betreuten hilfsbedürftigen Menschen haben nach wie vor keinen südafrikanischen Rand übrig – also ist man weiter auf Spenden angewiesen.  Hier können wir alle helfen und sei die Hilfe noch so klein. Lassen sie uns der Vision Pater Gerhards folgen und die Hilfe weiter führen! 

Im Jahre 2099 wird man  vielleicht einmal den 1000.  Geburtstag des Malteserordens feiern und vielleicht dann im gleichen Jahrzehnt den hundertjährigen  Geburtstag der Bruderschaft des Seligen Gerhard in Mandeni.

Lasst uns diese Vision der Menschlichkeit weiterführen! Für jeden einzelnen Menschen, der in  Würde im Hospiz gepflegt werden kann und  dort in Würde  sterben kann und für jeden einzelnen glücklichen Tag eines Kindes lohnt es sich.

Dr. med. Andreas Heinze

Im Oktober 2010

 


Es ist Sonntag

Es ist Sonntag

Es ist Sonntag und der Gottesdienst am Festtag des Seligen Gerhard. Wir sind in der kleinen Kirche, die Teil des Pflege-, Hospiz- und Therapiezentrums  (Care Centre) ist. Ich sitze fast neben dem Allerheiligsten  und folge dem Gottesdienst möglichst  konzentriert, aber manchmal wandern meine Gedanken fort. Nicht weit hinter dem Allerheiligsten links hinter mir außerhalb der Außenmauer dieser kleinen Kirche ist das Grab von Mrs. Clare Ann Kalkwarf. Sie war eine der Mitbegründerinnen der Bruderschaft des Seligen Gerhard und das was hier heute geleistet wird hat sie maßgeblich mit aufgebaut. In einer sinnlosen Gewalttat wurde sie am 6. April 2006 in ihrem eigenen kleinen Haus ermordet und auf testamentarischen Wunsch hier auf dem Grundstück der Bruderschaft bestattet. Inzwischen wächst eine neue Generation von Helfern heran, die sie nicht mehr gekannt haben. Für uns war es eine große Ehre, sie kennengelernt zu haben. Wir werden sie nicht vergessen und eigentlich möchte ich glauben, dass sie wie ein Schutzengel für die Bruderschaft des Seligen Gerhards da ist. Wenn Clare heute sehen würde, wie das Care Centre auch räumlich gewachsen ist: sie würde sich sehr freuen. All das was wir in unserer Hilfe tun, tun wir ein bisschen auch im Gedenken an sie. Meine Blicke gehen zu den Helfern, wie sie dort in ihren weißen Diensthemden dem Gottesdienst folgen, zu den Kindern des Kinderheims, die wirklich glückliche Kinder geworden sind  und ohne diese Hilfe vielleicht schon nicht mehr am Leben wären. Ich schaue in die  Augen dieser Menschen und eigentlich möchte ich die Dankbarkeit, die mir heute als neu ernanntes Honoray Dedicated Member entgegengebracht wird, an diese Menschen weitergeben. Ihr seid es die hier tagtäglich aufopferungsvoll den Menschen auf professionell höchstem Niveau helft. Wir, die wir nicht in Mandeni täglich mithelfen können, können nur in bescheidenem Maße versuchen, Hilfe zu organisieren. Damit die Mittel zur Hilfe bereitstehen. Ich möchte nicht sagen „von außen“, denn ich empfinde mich als Bestandteil dieser Bruderschaft, als Teil des Ganzen. Nicht als jemand der von außen kommt, sondern als Mitglied dieser Gemeinschaft und das ist ein  sehr schöner Gedanke. Jeder versucht, an seinem  Platz etwas zu tun,  damit die Projekte weitergehen können und der Dampfer nicht untergeht.

Die verschiedenen Hilfsprojekte könnten von einem Musiker vielleicht als Symphonie bezeichnet werden, bei dem viele verschiedene Instrumente ineinandergreifend zusammen spielen und zum  Schluss ein Gesamtkunstwerk mit dem einen Ziel einer Symphonie ergeben. Hier sind es die verscheidenden Hilfsprojekte, die ineinandergreifend einen Teufelskreislauf aus Armut, Unterernährung und Krankheit durchbrechen können. Ich möchte dieses versuchen, an einigen der von der Bruderschaft des Seligen Gerhard entwickelten Hilfsprojekte zu erklären. Im Grunde  geht es am Ende immer um die Hilfe an dem einzelnen kranken, einsamen und armen Menschen.

In dieser sehr armen Gegend sind ungefähr zwei Drittel der Menschen HIV-positiv oder bereits an AIDS erkrankt. Diese Menschen sterben oft ohne Pflege und Zuwendung in ihren Hütten. Dadurch bleiben kleine Kinder als Waisen zurück oder es kommt es zu Missbrauch und auch Vergewaltigungen. In vielen Familien arbeiten die Männer weitentfernt in den Goldminen Johannesburgs oder im Hafen von Durban und kommen nur einmal im Jahr zu ihren Frauen nach Hause. Diese Frauen sind mit ihren Kindern allein und haben keine Möglichkeit sich ausreichend darum zu kümmern.  AIDS ist noch keine heilbare Erkrankung, aber durch eine moderne sogenannte antiretrovirale Therapie kann  der Ausbruch der Erkrankung um viele Jahre bis Jahrzehnte heraus gezögert werden. Jahre, in denen die Menschen beschwerdefrei aktiv leben können. Sie können ihre Kinder aufziehen, Arbeiten gehen und ihre Felder und Gärten bestellen. Neben dem persönlichen  Glück des Weiterlebens auch ein  für die Gesellschaft wichtiger sozioökonomischer  Aspekt.

An diesen ganz vielen Fronten setzen die verschiedenen Hilfsprojekte der Bruderschaft des Seligen Gerhard an und sind wirklich eine Hilfe. Die wirklich kranken Menschen, die einer Therapie nicht mehr zugänglich sind, müssen nicht armselig allein in Ihren Hütten sterben, sondern können ihr Leben in Menschenwürde und auch in der Nähe Gottes beenden. Menschen, die einer  AIDS-Therapie zugänglich sind, bekommen diese Therapie unentgeltlich (dafür etwas zahlen könnte kein einziger der Patienten  der Bruderschaft des Seligen Gerhard). Kinder die von Ihren Eltern ausgesetzt oder missbraucht wurden, oder deren Eltern an AIDS gestorben sind, bekommen in dem Kinderheim ein wunderbares neues zuhause und die Kinder die tatsächlich HIV- positiv sind werden in das Therapieprogramm aufgenommen. Kinder, deren Mütter alleine sind, können im Kindergarten versorgt werden. Begabte Kinder und Jugendliche, denen niemand eine Ausbildung ermöglicht kann durch die Bruderschaft des Seligen Gerhard geholfen werden. Da die staatlichen Mittel eines öffentlichen Sanitäts – und Rettungswesens nicht ausreichen, steht die Bruderschaft des Seligen Gerhard auch hier bereit: um  zum Beispiel großen kirchlichen Veranstaltungen einen Sanitäts- und Erste-Hilfedienst zu stellen oder im Rahmen von Malteser International  auch bei größeren Katastrophen helfen zu können, so z.B. im Jahre 2000  in  Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen bei einer Flutkatastrophe  im benachbarten Mozambique, bei der die internationale Hilfe nur von südafrikanischem Boden aus organisiert werden konnte.

Die Bruderschaft des Seligen Gerhard steht nicht nur in Worten, sondern im allerbesten wirklichen Sinne in der Tradition des Malteserordens. So hat es vor 900 Jahren angefangen. Der Selige Gerhard hat in Jerusalem die Not der Menschen gesehen und ein Hospital und Hospiz gegründet. An allen Orten an denen der Malteserorden ansässig war und wo Hilfe notwendig war, wurde armen Menschen geholfen und dadurch die durch den Herrn uns nahe gelegte Nächstenliebe in die Tat umgesetzt.

Und auch mit der in Mandeni sehr beeindruckenden  Professionalität (gut ausgebildete Helfer und Organisatoren, qualifizierte  Krankenschwestern, Ärzte, Sozialarbeiter und Seelsorger) steht die Bruderschaft des Seligen Gerhard in allerbester jahrhundertealter Tradition. Im 16. Jahrhundert war das in Europa anerkannt modernste Krankenhaus  in der Stadt Valletta auf Malta, gegründet und betrieben durch den Malteserorden.

Und in Südafrika ist die Hilfe weiterhin dringend notwendig und kann nur durch unserer aller Hilfe und Spenden bezahlt werden. Deshalb ist es so wichtig, alles dafür zu tun, damit die Arbeit in  Mandeni weitergehen kann.

Dr.med. Andreas Heinze


„Hier sind wir die einzigen die helfen“

„Hier sind wir die einzigen die helfen“

Es ist 8:30 Uhr  und das allradgetriebene Geländefahrzeug steht vor dem Care Centre bereit. Heute habe ich die Gelegenheit mit Patrick und Wiseman zu Ihren Hausbesuchen zur AIDS-Therapie Begleitung hinauszufahren. Ich kenne beide von früheren Besuchen und es ist ein schönes Wiedersehen. Da Bedingung für den Erfolg der antiretroviralen Therapie eine regelmäßige unterbrechungslose Medikamenten-Einnahme ist, aber die meisten Patienten weitab in Slums und den Streusiedlungen verteilt im Zululand wohnen und selbst kaum in die Sprechstunde des Care Centres kommen können, sind regelmäßige Hausbesuche  eine Voraussetzung dieser Behandlung.  Mehrere Hundert AIDS-Patienten bekommen durch die Bruderschaft des Seligen Gerhard eine Antiretrovirale Therapie. Nach umfangreichen Schulungen vor Beginn der Therapie müssen die Patienten regelmäßig nachbetreut werden. Antiretrovirale Therapie ist  weit mehr als nur Tabletten verteilen, wie manche Menschen weit in Europa oft glauben. Eine komplexe Beratung vorher, eine umfangreiche ärztliche Behandlung und eine professionelle Weiterbetreuung durch Hausbesuche gehören zu diesem Programm. Wichtig auch deshalb, weil viele Patienten oft gar nicht lesen oder schreiben können. Die Patienten sind bettelarm, leben unter widrigsten Verhältnissen und hätten keinen  südafrikanischen Rand um die lebensnotwendige Therapie zu bezahlen. Aber ohne die Behandlung würden sie sehr schnell in das Endstadium von AIDS kommen und sterben müssen. Unter der Behandlung kann der Ausbruch der Krankheit über viele Jahre bis Jahrzehnte hinausgezögert werden und in dieser Zeit können  diese Menschen ihre Kinder großziehen, einer Arbeit nachgehen und ihre Gärten und Felder bestellen und weiterleben.

In das Therapieprogramm (HAART-Programm) können HIV positive oder bereits an AIDS erkrankte  Menschen  unter bestimmten medizinischen Kriterien aufgenommen werden. Ein medizinisch komplexer Entscheidungsmechanismus, der vom ärztlichen Leiter des Zentrums der Bruderschaft des Seligen Gerhard, Dr. Khaya Nzimande, unter Anwendung international anerkannter Kriterien, verantwortet wird.

Da nur ein einziger Tag versäumter Medikamenteneinnahme eine Mutation des Virus und damit  das Ende der Behandlungsmöglichkeit  und den erneuten Ausbruch der Krankheit bewirken kann, ist eine kontinuierliche Betreuung wichtig. Diese Betreuung übernehmen Patrick und Wiseman in Hausbesuchen. Die beiden sind  mit je einem Geländeeinsatzfahrzeug täglich unterwegs um diese Menschen in Ihrem Wohnungsumfeld zu besuchen.

Abfahrt: Ich sitze neben Patrick auf dem Beifahrersitz. Wir unterhalten uns, haben viel zu berichten. Die Bruderschaft des Seligen Gerhard heißt in kirchlicher Tradition nicht nur so -  in dieser gemeinsamen Hilfe sind wir als Helfer auch wirklich Brüder (und Schwestern).

Wir fahren aus dem Care Centre heraus und biegen auf die gut asphaltierte Wohnstraße ein, fahren bis zur Kreuzung an der Papierfabrik SAPPI vorbei.  Die Fahrt  weiter in Richtung des Townships ISithebe und weit darüber hinaus. Vor einigen Jahrzehnten war hier Buschland, dann haben sich große Fabriken angesiedelt, viele Menschen sind hergezogen, aber später auch mit dem Ergebnis großer Arbeitslosigkeit und Armut durch Änderungen industrieller Produktionsweisen und  ökonomischer  Verwerfungen. Irgendwann verlassen wir die geteerten Straßen.  Ab hier ist  Geländegängigkeit eines Fahrzeugs  Voraussetzung um weiterzukommen. Auf Wegen, die den Namen Straße nicht mehr verdienen  geht es „über Stock und Stein“ weiter. Die Fahrzeuge der Bruderschaft des Seligen Gerhard sind hier draußen bekannt. Wir werden von vielen Menschen mit Freude begrüßt, kleine Kinder winken uns zu. Die Bruderschaft des Seligen Gerhard ist oft  die einzige Hilfe, die die Menschen hier draußen bekommen.

Zusammen mit Patrick besuche ich  Menschen, die teilweise und widrigsten Bedingungen ohne Strom und ohne Sanitäreinrichtungen  in sehr einfachen Hütten wohnen. Menschen, bei denen sich aber auch der positive Effekt der antiretroviralen  Therapie zeigt. Diesen Menschen kann durch diese Therapie ein symptomfreies aktives Leben ermöglicht werden. Ohne diese durch die von der Bruderschaft des Seligen Gerhard angebotenen ärztlich geleiteten Therapie würden diese Menschen  schnell sterben wie so viele andere auch. So fahren wir einen unwegsamen Pfad herauf, der nur mit dem Four-Wheel-Drive befahrbar ist. Plötzlich liegt ein Baumstamm quer über den Weg, es geht nicht weiter. Patrick und ich steigen aus und müssen erst einmal den Baumstamm zur Seite räumen. Bald erreichen wir  eine einfache Hütte ohne jeden Komfort. Der einzige Luxus ist ein im freien stehendes WC-Häuschen, natürlich ohne sanitäre Installation – einen Kanalisationsanschluss gibt es hier nicht. Uns begrüßt ein etwa 30 Jahre alter Mann in sehr ärmlicher teilweise zerrissener Kleidung. Aber er ist frohen Mutes und erscheint gesund. Er ist sehr dankbar und für die durch die BBG geleistete Therapie und dafür, dass es ihm wieder so gut geht. Nur durch unsere Hilfe konnte er die Symptome eines fortgeschrittenen AIDS überwinden und wieder zu Kräften kommen. Wenn er weiterhin seine täglichen Medikamente nimmt kann er sicher noch ganz viele Jahre ein aktives  Leben führen. Früher sind noch viele mehr Menschen an den Folgen von  AIDS gestorben und noch immer sterben viel zu  viele (In Afrika pro Jahr 2 Millionen Menschen) täglich an den Folgen dieser Erkrankung ärmlich in Ihren Hütten. Aber dieser Mann ist ein Beispiel, dass die Hilfe auch weitergeht. Voller Stolz zeigt er uns seinen neu angelegten Garten, dessen Gemüse er verkaufen kann um sich etwas zu verdienen.

Noch weiss ich nicht dass ich an diesem Nachmittag zusammen mit Wiseman auch zu Leuten komme, bei denen es für eine Therapie viel zu spät ist. Menschen, die ohne unsere Hilfe bis auf die Knochen abgemagert auf dem Lehmboden ihrer Hütten ohne Pflege, ohne Sanitäreinrichtungen, ohne Strom und ohne menschliche Zuwendung sterben müssten. 

Gegen Mittag nach einem Vormittag in den Armut-Gegenden und Siedlungen und einiger Besuche bei Menschen, die durch die antiretrovirale Therapie ein zwar armes aber symptomfreies aktives Leben führen können kehren wir aus den Townships  und den darüberhinausgehenden Siedlungsgebieten im Zululand ins Care Centre zurück.  In einen Himmel von Zuwendung und Pflege; so empfinde ich es wirklich, wenn ich die bittere Armut da draußen mit dem sauberen, hellen und freundlichen  Pflegezentrum vergleiche.

Nachmittags fahre ich eine andere Route zusammen mit Wiseman. Erneut verlassen wir das Pflege- und Hospiz-Zentrum und machen uns auf den Weg in die Townships. Wieder verlassen wir die geteerten Straßen. Die Wohnsituation der Menschen wird immer trostloser. Einfache Hütten,  als einziger „Luxus“  wieder ein Klohäuschen im freien ohne Wasserspülung. Über Wege, die als solche nur noch kaum erkennbare sind, arbeitet sich der allradgetriebene  auch nur durch Spenden finanzierte Geländewagen eine Anhöhe herauf. Wieder sind wir hier die einzigen die zur Hilfe kommen. Die Menschen sind im Grunde verlassen und allein. Wir kommen in die Hütte eines jungen Mannes, um die 20 Jahre alt  dürfte  er sein. Das einzige Zimmer besteht aus ganz wenigen uralten Möbeln, die in Europa sogar beim Sperrmüll negativ auffallen würden. Der Mann, auf einem Augen blind, sitzt in sich gekehrt auf einem Stuhl. Der Blick in die Ferne gerichtet. Er klagt über Schmerzen und Taubheitsgefühl in den Beinen.  Wiseman erkennt sofort, dass  dieser Mann den Arzt im Therapiezentrum aufsuchen müsste,  damit dieser die Ursachen der Beschwerden herausfindet und helfen kann. Nur kann dieser Mann nicht aus eigener Kraft in das Care Centre kommen. Er kann sich keinen Transport organisieren, ja nicht einmal Geld um  für seine Nahrung sorgen, er hat keine Arbeit. Er lebt  von der medizinischen Hilfe der BBG und auch durch Nahrungsmittelspenden dieser. Aber helfen muss man ihm und so organisiert  Wiseman über sein Mobiltelefon einen Termin mit unserem  Arzt und wird ihn dann selbst in seinem Einsatzfahrzeug abholen und ihn in das Therapiezentrum  bringen. Wir fahren weiter zu einer  Familie. Sehr betroffen berichtet mir Wiseman dass diese ganze Familie HIV positiv und teilweise bereits an AIDS erkrankt. Nur durch die Antiretrovirale Therapie kann diesen Menschen ein symptomfreies aktives Leben ermöglicht werden. Heilbar  im eigentlichen Sinne ist AIDS nicht -  durch die Therapie kann aber der Ausbruch der Krankheit um bis zu zwei Jahrzehnte hinausgezögert werden. Andernfalls würde diese ganze Familie schon bald sterben müssen. Und das ist nicht nur eine Seltenheit hier sondern eigentlich in den letzten Jahren  der Normalfall gewesen. Und noch immer müssen zu viele Menschen sterben und brauchen die Pflege und Zuwendung im Hospiz. Weder die staatlichen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen  noch die staatlichen Therapieeinrichtungen haben die erforderlichen Kapazitäten ausreichend Hilfe zu leisten. Viele Menschen sind angewiesen auf die spendenbasierte Hilfe einer humanitären Hilfsorganisation wie der Bruderschaft des Seligen Gerhard.

Wir fahren weiter zu einer Familie, die wieder unter sehr armen Verhältnissen lebt. Die Patientin ist die 16 jährige Tochter.  Vor wenigen Jahren wurde sie vergewaltigt und hat jetzt selbst einen Säugling, der ebenfalls bei ihr und den Eltern lebt. Auch das leider eine ganz normale Geschichte in diesem Teil der Welt. Noch immer herrscht bei vielen HIV-positiven Männern hier der Glaube durch sexuellen Verkehr mit einer HIV-negativen Jungfrau könnte man den Virus wieder loswerden. Dadurch wird HIV/AIDS weiterverbreitet und daher sind auch Aufklärungsprogramme wichtig und ein solches Aufklärungsprogramm ist eines  der  Projekte der Bruderschaft des Seligen Gerhard. Nun ist das Mädchen selbst  HIV positiv  und nur durch die antiretrovirale Therapie kann sie leben und für ihren kleinen Säugling sorgen. Doch hier werden wir alarmiert. Die Mutter des Mädchens bittet  uns doch mal nach dem Nachbarn zu schauen, dem geht es wirklich schlecht. Um dort hin zukommen nehmen wir unseren Wagen und fahren ein Stück über einen Hügel. Wiseman berichtet mir „staatliche Krankenwagen fahren hier draußen nicht hin. Sie haben keinen Allrad und nicht genug Fahrzeuge und es ist zu weit. Die etwas „reicheren“ Leute wohnen in einfachen Hütten an den geteerten Straßen, die ganz armen in noch primitiveren Hütten hier  weit draußen und allein.“ Dort betreten wir eine dunkle, schmutzige feuchte Wellblechhütte. Auf einer alten rostigen Liege  ohne Matratze nur mit einer Decke liegt ein völlig abgemagerter hilfloser Mann und hustet schrecklich. Er hat Tuberkulose und  natürlich  auch AIDS. Seine Tuberkulosetabletten hat er schon lange nicht mehr genommen. Immer schwächer liegt er nun absolut hilflos da, bis auf die Knochen abgemagert. Ohne Hilfe würde dieser Mann die kommenden  Tage wahrscheinlich nicht überleben. Wir kennen sofort dass dieser Mann in das Hospiz muss. Staatliche Krankenhäuser würden diesen Mann nicht versorgen. Er hat nichts, kann nicht bezahlen und ist natürlich nicht krankenversichert (weil es ein staatliches Krankenversicherungssystem wie z.B. in Westeuropa nicht gibt) und Personal und Medikamente fehlen in den staatlichen  Krankenhäusern auch oft. In unserem Geländefahrzeug können wir ihn nicht mitnehmen und Wiseman telefoniert mit der Besatzung der Ambulance. Schon bald kommt die Ambulance der BBG zusammen mit zwei ausgebildeten Krankenschwestern und Sanitätern und bringt den armen Mann mit seinem Einverständnis aus der Hölle dieses Drecks und der Armut in den Himmel der Pflege und der Zuwendung  des Care Centres. Wahrscheinlich ist es zum ersten Mal in seinem Leben, dass diesem Mann überhaupt jemand hilft. Wenn ich ihn sehe erscheinen in meinem Kopf die Bilder von den KZ-Opfern, genau so abgemagert ist er und genauso krank. Ich habe in meiner über 20 jährigen Arbeit als Arzt vermutlich  viel gesehen, aber hier muss ich gewaltig mit meinen Gefühlen kämpfen. Ich spüre dass mir bald die Tränen kommen aber ich bin als Helfer hier und muss Professionalität zeigen.

Aber gut erinnere ich mich  wie ich diese Situationen vor einigen Jahren hier im Zululand zusammen mit  meiner Frau Martine zum ersten Mal erlebt habe. Auch damals sind wir beim  Einsatz stark geblieben, haben aber oft genug am Abend nach einem solchen Tag geweint - aus Trauer für diese Menschen aber auch aus Glücklichkeit darüber dass die Bruderschaft des Seligen Gerhard diesen armen Menschen Hilfe bringen kann. Für jeden einzelnen dieser Menschen lohnt sich dieser ganze Aufwand und die ganze Hilfe - bedingungslos.

Auf unserer weiteren Fahrt werden wir mit vergleichbaren  Situationen konfrontiert. Das Bild ist ähnlich und im Grunde genommen kaum mit Worten zu beschreiben.  Nach diesem langen Tag, an dem ich in den Slums und Townships diese Menschen in ihrer Armut und Krankheit sehe,  aber auch die positiven  Entwicklungen der  durch die Hilfe der Bruderschaft des Seligen Gerhard geleisteten Therapie, gehen mir viele Bilder durch den Kopf. Der Wohlstand in Europa und die Notwendigkeit der Hilfe. Und mein dringender Aufruf an alle Leser dieses Newsletters, die weitere Arbeit  der  Bruderschaft des Seligen Gerhard mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Spenden zu unterstützen. Es ist wirklich wichtig. Es geht um Leben und Tod und um die Menschenwürde -  und um nichts  weniger.

Dr.med. Andreas Heinze



Investitur von Dr. med. Andreas Heinze am 11. Oktober 2010, dem Fest des Seligen Gerhard

Brotherhood of Blessed Gérard

Feier des

Festes des Seligen Gerhard

im Blessed Gérard's Care-Zentrum in Mandeni am, Sonntag, dem 11. Oktober 2010


9:30 Hochamt.

Hauptzelebrant ist Bischof Xolelo Thaddeus Kumalo


Pater Gerhard begrüßte alle und gab eine Einführung in die Bedeutung der Feier.


Das Dedizierte Mitglied Dr. Paul Thabethe las die Lesung.


Bischof Xolelo Kumalo predigte sehr ansprechend und lebhaft.

Investitur von Dr. Andreas Heinze als Dediziertes Mitglied h.c. der Brotherhood of Blessed Gérard


Bischof Xolelo Kumalo segnete den Umhang für die Dedizierten Mitglieder mit dem Dr. Andreas Heinze eingekleidet wurde:

"Gott verwendet Zeichen, um sein außerordentliches Erbarmen zu uns zum Ausdruck zu bringen. Auch wir verwenden Zeichen, um unsere Dankbarkeit, unsere Bereitschaft Gott zu dienen und unseren Entschluss und unser Versprechen unsere Taufweihe mit Leben zu erfüllen auszudrücken. Dieser Umhang ist ein Zeichen der Aufnahme in die Brotherhood of Blessed Gérard als Dediziertes Mitglied. Damit drückt der Umhang die Absicht aus, im Geist dieser Gemeinschaft zu leben. Diese Absicht erneuert unser Taufgelübde Christus anzuziehen mit der Hilfe Mariens, deren eigene größte Sehnsucht es ist, dass wir Christus ähnlicher werden im Lobpreis der Dreifaltigkeit, bis wir einst, gekleidet für das Hochzeitsmahl unsere himmlische Heimat erreichen.
Allmächtiger Gott, + segne diese Umhänge und gib denen, die sie tragen, die Gnade ihr abgelegtes Versprechen einzulösen, die Seligpreisungen der Bergpredigt in die Tat umzusetzen im Schutz des Glaubens und im Dienst an den Bedürftigen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen."


Das Gebet zur Überreichung des Umhangs:

"Dr. Heinze, empfange diesen Umhang als Zeichen Deiner Aufnahme als Dediziertes Mitglied h.c. in die Brotherhood of Blessed Gérard. Führe Dein Leben auf solche Weise, dass Du mit Hilfe der Gottesmutter, des Heiligen Johannes des Täufers und des Seligen Gerhard Dich mehr und mehr mit Christus bekleidest, der uns durch sein Blut erlöst hat, zur Ehre der Dreifaltigkeit und zum Dienst an der Kirche und Deinem Nächsten. Amen."


Pater Gerhard kleidete Dr. Andreas Heinze mit dem Umhang für die Dedizierten Mitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard ein.


Bischof Xolelo Kumalo gab dem neuen Dedizierten Mitglied h.c. der Brotherhood of Blessed Gérard, Dr. Andreas Heinze, einen besonderen Segen:

"Der allmächtige Gott segne Dich mit seiner Sanftmut und Freundlichkeit und gebe Dir den Einblick in seine erlösende Weisheit. Amen.
Möge er Dich weiterhin mit der Lehre des Glaubens nähren und Dich fähig machen beständig zu bleiben in der Rechtschaffenheit. Amen.
Möge Er allezeit Deine Schritte auf Ihn hin lenken und Dich stets auf dem Weg des Friedens und der Nächstenliebe geleiten. Amen.
So segne Dich der allmächtige Gott, der + Vater und der + Sohn und der + Heilige Geist. Amen."


Unser neues Dediziertes Mitglied h.c.: Dr. Andreas Heinze

Aufnahme und Überreichung der Mitgliedermedaillen an die Neumitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard.


Bischof Xolelo Kumalo segnete die Mitgliedermedaillen der Brotherhood of Blessed Gérard:

"Gott ist die Liebe.
In der Sehnsucht uns Anteil an seiner Liebe zu schenken, sandte er seinen Sohn in die Welt um uns zu Hilfe zu kommen und in seiner sanftmütigen Freundlichkeit denen zu helfen, die schwach, krank oder unglücklich waren.
In seiner großen Liebe für uns alle sagte Christus dass was immer wir für den Geringsten unter uns tun wir für ihn tun.
Er nannte jene, die Erbarmen zeigen, "Gesegnete seines Vaters" und versprach Ihnen ewiges Leben.
Lasst uns also beten um den reichsten Segen des Herrn für die Mitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard, die sich der Hilfe für ihre Brüder und Schwestern verschrieben haben.
Herr, segne + diese Medaillen und die Mitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard welche sie tragen als Zeichen ihrer Entschlossenheit den Glauben zu schützen und den Bedürftigen zu helfen.
Durch Christus unseren Herrn.
Amen."

Dann betete Bischof Xolelo Kumalo das Gebet zur Überreichung der Medaillen:

"O Gott, der Ursprung und Vollender aller Heiligkeit, Du beruft alle, die im Wasser und im Heiligen Geist wiederbeboren sind zur Fülle des Christlichen Lebens und zur Vollendung der Nächstenliebe.
Schaue mit Güte auf jene, welche diese Medaille zur Ehre des Seligen Gerhard in Frömmigkeit empfangen.
Mache sie zum Abbild Christi Deines Sohnes solange sie leben und nachdem sie ihre Sendung in dieser Welt vollendet haben nimm sie auf in die Freude Deiner himmlischen Heimat.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.
Amen."

Dann überreichten die Dedizierten Mitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard den Neumitgliedern die Medaillen.

"Empfange diese Medaille als Zeichen Deiner Aufnahme in die Brotherhood of Blessed Gérard.
Führe ein Leben zur Ehre Gottes durch die Verteidigung des Glaubens und den Dienst an den Bedürftigen.
Amen."

Unter den Neumitgliedern der Brotherhood of Blessed Gérard waren herausragende Persönlichkeiten:


Major Ian Crowther JCD MBE GCStJ, der Prior des Priorats für Südafrika des Order of St. John.


Herr Craig Troeberg KStJ, der CEO des Priorats für Südafrika des Order of St. John.


(von rechts nach links): Herr Sven Anderson, der neue Geschäftsführer des Blessed Gérard's Care-Zentrums und Herr Simiso Ntobela, der neue Leiter des Blessed Gérard's Kinderheims.


(von rechts nach links): Major Ian Crowther JCD MBE GCStJ, Herr Craig Troeberg KStJ, Herr Sven Anderson


Sr. .... OSB


Bischof Xolelo Kumalo segnete alle neuen Mitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard:

"Gepriesen bist Du, Herr, Gott des Erbarmens, der Du uns durch Deinen Sohn ein wunderbares Beispiel für die Nächstenliebe gegeben hast und das große Gebot gegenseitiger Liebe.
Sende Deinen + Segen auf diese Deine Diener herab, welche sich so großzügig der Hilfe für andere verschreiben.
Wenn sie in Zeiten der Not gerufen werden lass sie Dir treu in ihrem Nächsten dienen.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.
Amen."


Bei den Fürbitten
(von links nach rechts) Hauptzelebrant Bischof Xolelo Kumalo, Pater Gerhard, Pfarrer Sithembiso Ngcobo (Seelsorger des Blessed Gérard's Care-Zentrums), Pater Richard Multerer OSB (Prior der Abtei Inkamana) und Pater John Paul Mwaniki OSB (Superior des Benediktinischen Studienhauses in Cedara/Howick)


Während der Hl. Wandlung


Heilige Kommunion


11:00 Festakt


Pater Gerhard begrüßte alle Gäste (mit ihm am Tisch von links nach rechts) Dr. Paul Thabethe, Dr. Andreas Heinze, Yvonne Renaud und ihr Mann Louis Renaud


In ganz besonderer Weise wurde Horst Achtzehn, der Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Durban und seine Frau willkommen geheißen.


Die Mitglieder des Order of St. John (Alle im Bild sind seit heute auch Mitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard)
(von links nach rechts) Herr John Schnell, Frau Caroline Clark, Herr Craig Troeberg, Herr Victor Claudius und Major Ian Crowther,


Pater Richard Multerer OSB (Prior der Abtei Inkamana), Br. Daniel Gakuya OSB (Professor für Veterinärmedizin an der Universität Nairobi/Kenya und seit über 11 Jahren bereits Mitglied der Brotherhood of Blessed Gérard) und Pater John Paul Mwaniki OSB (Superior des Benediktinischen Studienhauses Cedara),


Die Benediktinerinnen von Twasana (drei davon - Sr. Thekla, Sr. Edith and Sr. Conradine - bilden den Blessed Gérard's Konvent innerhalb des Blessed Gérard's Care-Zentrums) und


Herr Erich Winkler (Mitglied des Beirats der Brotherhood of Blessed Gérard)

Feier des 15-jährigen Bestehens des Blessed Gérard's Kindergartens

Feier des 10-jährigen Bestehens des Blessed Gérard's Kinderheims

Feier des 10-jährigen Bestehens des Blessed Gérard's Katastrophenschutz-Projektes


Dr. Paul Thabethe überreichte die Schulterklappen (mit silberner Kordel) für Dedizierte Mitglieder an Dr. Andreas Heinze.

Welcome of Mr. Sven Anderson as the new General Manger of Blessed Gérard’s Care Centre


Dr. Paul Thabethe überreichte Herrn Sven Anderson die Ernennungsurkunde zum Geschäftsführer des Blessed Gérard's Care-Zentrums.

Willkommen für Herrn Simiso Ntobela als den neuen Leiter des Blessed Gérard’s Kinderheims.


Frau Yvonne Renaud überreichte Herrn Simiso Ntobela die Ernennungsurkunde als Leiter des Blessed Gérard's Kinderheims.


Dr. Paul Thabethe und Fr. Gérard überreichten die Schulterklappen (mit blauer Kordel) für Mitglieder in (Geschäfts-)Führungspositionen an den Seelsorger des Blessed Gérard's Care-Zentrums: Pfarrer Sithembiso Ngcobo.


Frau Ntombi Ndlangamandla bekam ihre Ernennungsurkunde und Schulterklappen (mit gelber Kordel) als stellvertretende Leiterin des Blessed Gérard's Kinderheims.

Verleihung des "Preises des Präsidenten" für 2010




Pater Gerhard verlieh den "Preis des Präsidenten" für 2010 an Pfarrer Sithembiso Ngcobo "im Dankbarkeit und Anerkennung seines höchst treuen und unschätzbaren Dienstes als der Seelsorger des Blessed Gérard’s Care-Zentrums, seine Führungsfunktion als Vorstandsmitglied des Blessed Gérard’s Care-Zentrums und seinen beispielhaften Eifer als Aktives Mitglied der Brotherhood of Blessed Gérard."


Pater Gerhard überreichte eine besondere Dankurkunde an das Priorat für Südafrika des Order of St. John


Major Ian Crowther antwortete mit einer bewegenden Rede über die gegenseitige Freundschaft zwischen der Order of St. John und der Brotherhood of Blessed Gérard als der Südafrikanischen Hilfsorganisation des Malteserordens. Er betonte, dass genau an diesem Tag auch der Lord Prior des Order of St. John und der Großmeister des Malteserordens eine Begegnung in Rom haben, um Wege der noch engeren Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Orden des Hl. Johannes zu diskutieren.


Pater Gerhard richtete ganz besondere Dankesworte an den nimmermüden und äußerst engagierten Spendenwerber, Herrn Victor Claudius.


12:00 Mittagessen, Erfrischungen und Unterhaltungsprogramm.

Nach einem höchst schmackhaften Mittagessen, das die Gastronomen des Blessed Gérard's Care-Zentrums bereitgestellt hatten, unterhielten die Kinder des Blessed Gérard's Kinderheims jedermann mit Gesang und Tanz:


begleitet von unserer "Ehrwürdigen Schlagzeugerin" Sr. Edith Zulu OSB (Sie schloss kürzlich ihre Ausbildung in Kleinkinder-Erziehung ab. Herzlichen Glückwunsch!)


Dr. Khaya Nzimande, der Manager des Blessed Gérard's Hospizes, führte uns durch das Unterhaltungsprogramm.


Dr. Andreas Heinze und Mrs. Yvonne Renaud freunden sich mit dem derzeit jüngsten Kind des Blessed Gérard's Kinderheims Charles Benedict an.


Der neue Geschäftsführer des Blessed Gérard's Care-Zentrums Sven Anderson und seine Frau (Sie heirateten am 28. August 2010 - Herzlichen Glückwunsch!). Wir bedanken uns besonders und herzlich bei Frau Anderson für das Knipsen all dieser Fotos.


Investitur von Max und Gabi Rauecker als Ehrenmitglieder am 26. Juni 2005 (Johannisfeier)

Johannisfeier

Der Heilige Johannes der Täufer ist der Schutzpatron des Malteserordens.
Als die Hilfsorganisation des Malteserordens für Südafrika feiern wir das Hochfest des Hl. Johannes des Täufers jedes Jahr als eines unserer beiden großen Festlichkeiten, bei der wir die neuen Mitglieder feierlich aufnehmen und uns mit allen Mitgliedern, Wohltätern und Helfern treffen möchten.


Die Feier das Hochfestes des Hl. Johannes des Täufers

im Blessed Gérard's Care Centre am 26. Juni 2005

Unsere aktiven Mitglieder Herr Maximilian und Frau Gabriele Rauecker wurden als Dedizierte Mitglieder honoris causa (Honorary Dedicated Members) investiert.

Dies ist die höchste Auszeichnung, die die Brotherhood of Blessed Gérard verleihen kann und es geschah in Dankbarkeit und Anerkennung für deren außergewöhnliche Mitarbeit, Unterstützung, Loyalität und Treue zu unserem Dienst, unseren Prinzipien und unserer Berufung.

Alle Neumitglieder wurden in dieser Feier offiziell in die Brotherhood of Blessed Gérard aufgenommen und bekamen die Mitgliedermedaille der Bruderschaft überreicht.

Gleichzeitig wurde das zehnjährige Jubiläum des Blessed Gérard's Kindergartens und das fünfjährige Jubiläum des Blessed Gérard's Kinderheimes und des Blessed Gérard's Katastrophenschutz Projektes gefeiert.

Festliche Heilige Messe in der Blessed Gérard's Kirche


(von links nach rechts): Dr. Paul Thabethe (Leitender Arzt der Brotherhood of Blessed Gérard), Sr. Nokuthula Thabethe (Caritasdirektorin der Brotherhood of Blessed Gérard), Frau Clare Kalkwarf D.M. (Vize-Präsidentin der Brotherhood of Blessed Gérard), Pater Gerhard, Pater Severin Pschorn (Aktives Mitglied der Brotherhood of Blessed Gérard), Piers Birtwistle (Magistralritter des SMRO), Lillian Molloy (Dediziertes Mitglied honoris causa der Brotherhood of Blessed Gérard), Gabriele und Maximilian Rauecker (Aktive Mitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard)


Piers Birtwistle, Lillian Molloy und Dr. Paul Thabethe bei den Lesungen und dem Zwischengesang


Pater Severin Pschorn OSB verkündet das Evangelium


Pater Gerhard hält die Predigt und erklärt warum Gabriele und Max Rauecker ausgewählt wurden, Dedizierte Mitglieder honoris causa der Brotherhood of Blessed Gérard zu werden.


Pater Gerhard segnet die Umhänge für die neuen Dedizierten Mitglieder honoris causa der Brotherhood of Blessed Gérard, Gabriele und Max Rauecker


Frau Clare Kalkwarf investiert Gabriele ...


... und Maximilian Rauecker ...


die neuen Dedizierten Mitglieder honoris causa der Brotherhood of Blessed Gérard


Dann segnet Pater Gerhard die Medaillen für die neuen Mitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard ...


... und die Dedizierten Mitglieder (hier Dr. Thabethe) überreichen die Medaillen an die neuen Mitglieder (hier Sr. Sheilagh Schröder).


Anschließend spendet Pater Gerhard allen neuen Mitgliedern einen speziellen Segen.


Die Eucharistiefeier wird fortgesetzt ...


... und nach der Heiligen Messe stellen sich alle Dedizierten Mitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard zum Gruppenbild auf
(von links nach rechts) Gabriele Rauecker, Dr. Paul Thabethe, Clare Kalkwarf D.M., Pater Gerhard, Sr. Nokuthula Thabethe, Lillian Molloy, Maximilian Rauecker


Pater Gerhard (Mitte) ist sehr stolz auf die neuen Dedizierten Mitglieder honoris causa:
Gabriele und Maximilian Rauecker.

Fortsetzung der Feier vor dem Blessed Gérard's Care Centre


Frau Fikile Mthethwa wird mit dem Preis des Präsidenten (President's Award) der Brotherhood of Blessed Gérard für 2005 für ihre gute Pflege der Kinder im Blessed Gérard's Kinderheim als Haushaltshilfe und Pfleghilfskraft, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre herausragende Bereitschaft außerordentliche Dienste freiwillig auf sich zu nehmen, ausgezeichnet.


Gottes Segen zum 1. Geburtstag, John Zulu!


Der Geburtstagskuchen, den Gabriele und Maximilian Rauecker überbringen, hat neben der einen Kerze für John noch eine weitere Kerze mit einer "50" drauf ...


... und die ist für Pater Gerhard, der seinen 50sten Geburtstag wenige Tage nach dem Fest feierte.


Blessed Gérard's Kinderheim feierte den fünften Jahrestag seiner Eröffnung.
Betreuer und Kinder freuen sich gleichermaßen.


Blessed Gérard's Kindergarten beging den 10ten Jahrestag seiner Eröffnung mit Gesang und Tanz zu jedermanns Vergnügen.

Investitur von Lillian Molloy als Ehrenmitglied am 6. Juni 2004

Investitur von Lillian Molloy als Ehrenmitglied

Der Rat der dedizierten Mitglieder der Brotherhood of Blessed Gérard hat in seiner Sitzung am 20. April 2004 einstimmig beschlossen, Frau Lillian Molloy aus England die dedizierte Mitgliedschaft honoris causa zu verleihen. Nr. 5.1.4. unserer Statuten besagt: “Assoziierten Mitgliedern, welche die Bruderschaft in ausnehmendem Maß unterstützt haben, kann aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses des Rates der Dedizierten Mitglieder die Dedizierte Mitgliedschaft honoris causa gewährt werden. Dedizierte Mitglieder honoris causa haben alle Privilegien der Dedizierten Mitglieder, mit Ausnahme des Wahlrechtes im Rat der Dedizierten Mitglieder.”


Clare Kalkwarf, Pater Gerhard, Lillian Molloy und Nokuthula Thabethe

Das ist die höchste Ehrung, die die Brotherhood of Blessed Gérard verleihen kann und dies geschah in Dankbarkeit und Anerkennung für ihr außerordentliches Maß an Mitarbeit, Unterstützung, Loyalität und Treue zu unserem Dienst, unseren Grundlagen und unserer Berufung. Wir möchten auch ihre Hingabe an “Unsere Herren Kranken” in ihrer beruflichen Laufbahn und in der Unterstützung des Malteserordens in Großbritannien und im Ausland anerkennen. Wir haben sie als Dediziertes Mitglied honoris causa in einer besonderen Feier am 6. Juni 2004 investiert.

Bericht von Weihnachten 1999

Ehrenmitglieder

Hans & Albertine Sporer

Unsere Mitglieder und Freunde, Herr und Frau Sporer aus Deutschland haben Südafrika während ihrer Sommerferien besucht. Sie haben vier Wochen lang bei uns im Pflege-, Sozial- und Hospiz-Zentrum mitgearbeitet. Darüberhinaus zählen sie zu unseren fleißigsten Spendenwerbern. Herr und Frau Sporer sind Lehrkräfte am Descartes-Gymnasium in Neuburg und Kollegen von Herrn Johannes Lagleder. Sie ermutigen die Schüler in ihrer Schule, unsere Arbeit mit Geldern zu unterstützen, die sie durch Sammlungen und verschiedenste Spendenaktionen erarbeiten.

Danke, dafür dass Ihr jeden Tag mit uns die Hl. Messe gefeiert habt, für all die Reparaturen im ganzen Haus, für Euere Bereitschaft immer zur Verfügung zu stehen, ob es ein Notruf spät in der Nacht war oder zu jeder anderen Zeit und für Euere Unterstützung und Ermutigung in jeder Hinsicht. Ihr seid wirklich ein gutes Beispiel der Hingabe für uns alle. 

Johannes Lagleder

Herr Johannes Lagleder arbeitet stets im Hintergrund unserer Organisation und die meisten unserer Mitglieder wissen gar nichts davon. Jede Woche verbringt er viele Stunden damit, unsere Dateien auf den neuesten Stand zu bringen, überwacht die Spendeneingänge in Europa, verwaltet die Bankgeschäfte, führt Buch und schreibt Dankbriefe an die Spender und er zahlt auch noch allen Bürobedarf, das Porto und Telefonate aus seiner eigenen Tasche.

Johannes, wir danken Dir aus tiefstem Herzen und möge Gott all Deine Großzügigkeit an gutem Willen, Zeit und Geld lohnen!

Auszug aus unserem Rundbrief Nr. 18

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