Im Rundbrief Nr. 35 (2016) erzählen zwei Frauen aus dem stationären Hospiz. Ihre Namen Xolile und Bongiwe sind Pseudonyme. Der Rundbrief erklärt ausdrücklich, dass die Patientinnen der damaligen Veröffentlichung ihrer Geschichten und Bilder zugestimmt hatten.
Xoliles Wunsch, anderen zu helfen
Xolile war 34 Jahre alt und konnte wegen ihrer Erkrankung nicht mehr in der Fabrik arbeiten. Eine Krankenversicherung hatte sie nicht. Im Hospiz erhielt sie dennoch Pflege und durfte bleiben, solange sie Hilfe brauchte. Ihre Tochter lebte vorübergehend bei einer Schwester. Xolile vermisste sie und hoffte auf ein selbstständigeres Leben. Sie wollte später auch anderen Menschen helfen und wünschte ihrer Tochter, dass sie Mitgefühl und Hilfsbereitschaft entwickelt.
Ein Bett und eine Hand, die bleibt
Bongiwe kam mit 27 Jahren stark geschwächt ins Hospiz, weil ihre Familie die notwendige Pflege nicht mehr leisten konnte. Als eine Pflegerin ihr ein Bett bereitete, zeigte sich ein kleines Lächeln: Laut dem damaligen Bericht hatte sie zuvor zu Hause nur auf einer Decke auf dem Boden geschlafen. Die Begegnung führte die Pflegerin zu dem Gedanken, dass im Hospiz niemand am Lebensende allein bleiben soll.
Die beiden Berichte zeigen, was ein sicherer Ort, verlässliche Pflege und persönliche Zuwendung für schwer kranke Menschen bedeuten können. Über den späteren Verlauf der beiden Leben macht die Quelle keine Angaben.
Quelle: Rundbrief Nr. 35, Seite 7. Das Datum oben bezeichnet die Rundbriefausgabe, nicht die genauen Tage der Begegnungen.