Mary Liesse Zulu kam am Tag ihrer Geburt, dem 6. Dezember 2002, in gesundheitlich angeschlagenem Zustand in das Kinderheim von Blessed Gérard. Dort fand sie Menschen, die sich um sie kümmerten, sie ermutigten und ihre Begabungen wahrnahmen.
Mary wuchs mit den anderen Kindern wie mit Geschwistern auf. Sie zeigte früh Freude am Sport und am gemeinsamen Spiel. Heimleiter Hayne Clark erkannte ihr Talent und vermittelte ihr ein Training bei der U16-Mädchenmannschaft der Sharks. Rugby wurde zu ihrer großen Leidenschaft.
Auch in der Schule ging Mary ihren Weg. Nach ihrem Abschluss 2020 erhielt sie eine Auszeichnung für hervorragende Leistungen von Kindern in alternativer Betreuung und ein Vollstipendium der University of KwaZulu-Natal. Sie studierte Sportwissenschaften. 2023 spielte sie bereits für die südafrikanische Frauen-Rugby-Nationalmannschaft.
Als Mary später das Kinderheim besuchte, sprach sie mit Dankbarkeit über die verlässliche Begleitung und die engen Beziehungen zu den anderen Kindern. Für sie ist das Kinderheim ein Zuhause und eine Familie geblieben. Ihre Geschichte zeigt, was aus Zuwendung, Förderung und der Chance auf Bildung wachsen kann.
Nach einem Bericht von Maresi Rehder, Rundbrief Nr. 43/44 (2025), S. 19–22. Rundbrief lesen (PDF)