Im Rundbrief Nr. 26 schildert Diakon Thomas Müller die Begegnung mit einem Patienten, den er „Sipho“ nennt. Der Vorspann des Rundbriefs erklärt, dass die Namen Pseudonyme sind und Müller manchmal mehrere Fälle und Szenen zusammenfasste. Der folgende Bericht ist als anonymisierte Erzählung aus der damaligen AIDS-Hilfe zu verstehen.
Als das Team Sipho mit dem Krankenwagen von zu Hause abholte, war er so geschwächt, dass die Helfer um sein Leben fürchteten. Sechs Monate später begegnete Müller ihm wieder an der Rezeption des Care Centre: Sipho stand aufrecht, war sichtbar kräftiger und sagte, dass er seine antiretroviralen Medikamente gut vertrage.
Laut Rundbrief hatte Sipho inzwischen wieder eine Arbeit im nahe gelegenen iSithebe gefunden und seine Hütte repariert. Müller beschreibt seine Freude darüber, dass Pflege und Behandlung einem schwer kranken Menschen die Rückkehr in den Alltag ermöglichten. Über Siphos weiteren Lebensweg macht die Quelle keine Angaben.
Das Archivfoto aus demselben Rundbrief zeigt einen Hausbesuch im HAART-Programm. Die abgebildeten Personen werden hier nicht mit Sipho gleichgesetzt.
Quelle: Rundbrief Nr. 26 (2006/2007), S. 3: „Mit dem AIDS-Tod per Du“.