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Brotherhood of Blessed Gérard

Unsere Organisation

 

Am 28. Oktober 1992 gründeten der deutsche Missionar und altgediente Malteser Pater Gerhard zusammen mit den Pfarrgemeinderatsvorsitzenden aus Mandeni und Sundumbili sowie deren Frauen die Brotherhood of Blessed Gérard als Verein von Gläubigen. Am 5.November 1992 signalisierte der Bischof von Eshowe grünes Licht und bestätigte die Gründung am 20. April 1993 offiziell als einen kirchlichen Verein. Am selben Tag erkannte der Souveräne Rat des Malteser-Ritter-Ordens in Rom die Brotherhood of Blessed Gérard als Hilfsorganisation des Ordens an.

Das Motto der Brotherhood of Blessed Gérard ist das der Malteser-Ritter: "tuitio fidei et obsequium pauperum" - "Verteidigung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen."

Die Brotherhood of Blessed Gérard lebt dieses Motto durch freiwilligen Dienst an den Armen, durch wohltätige Projekte, ohne Rücksicht darauf, welchem Glauben, welcher Hautfarbe oder politischen Richtung die Bedürftigen angehören.

Die Bruderschaft wirkt im Großraum Mandeni, ca. 100 Kilometer nördlich von Durban.

Wie überall in Südafrika ist die Bevölkerung in Mandeni bunt durcheinander gewürfelt. Die mehr als 111.000 Einwohner der Gemeinde sind zu 95% Zulu, 2% weisse Südafrikaner, 1% Inder und unter 1% Mischlinge.
Als Siedlung für schwarze Arbeiter einer großen Papierfabrik entstand die Township Sundumbili. Deren Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren durch die Entwicklung eines riesigen Industrie-gebietes in iSithebe stark vermehrt, welches ca. 23.000 Arbeitsplätze bietet. 

Der Reiz, mit Geld für Arbeit entlohnt zu werden, lockte viele aus dem intakten Sozialgefüge ihrer heimatlichen Kraale heraus, da sie aufgrund der weiten Entfernungen nur noch selten nach Hause kommen können. Dies hat sich aber nur für die wenigsten bezahlt gemacht, denn die Löhne sind doch so gering, dass sie nicht einmal zum Bau einfacher Häuser ausreichen. So sind um iSithebe und Sundumbili ausgedehnte Elendsviertel entstanden, in denen Menschen teilweise in sehr kleinen und primitiven Hütten leben müssen, die sie sich aus Wellblech, Brettern, alten Säcken, Autowrackteilen und Verpackungskartons zusammengestückelt haben. Es gibt weder fließendes Wasser noch Brunnen, Elektrizität ist für viele noch ein Fremdwort und Schulpflicht gibt es für schwarze Kinder hierzulande auch heute noch nicht.

Ohne Hilfe von außen gelingt es daher nur ganz wenigen, dem Teufelskreis der Armut zu entrinnen: Bildungsnotstand führt zu Überbevölkerung, Überbevölkerung verursacht Arbeitslosigkeit, Arbeitslosigkeit bedingt Hunger, Hunger macht krank, Krankheit schafft Armut und wer arm ist kann sich keine Bildung leisten.

Die Brotherhood of Blessed Gérard hat sich zur Aufgabe gemacht,
die Fesseln dieses Teufelskreises zu zerbrechen
und ein Leben in Menschenwürde zu ermöglichen.

 

 

In aller Kürze: Wir sind ...

  • eine Gruppe von Idealisten, die als Hilfsorganisation des Malteser-Ordens in Südafrika ihren Glauben gemäß dem Leitspruch "tuitio fidei et obsequium pauperum", d.h. "Schutz des Glaubens und Hingabe an die Armen" leben will
  • ein karitativer Verband, der sich dem Gemeinwohl und der Wohlfahrt aller widmet
  • eine gemeinnützige Organisation, die auf dem ehrenamtlichen Dienst ihrer Mitglieder basiert
  • eine Bruderschaft, die die geistliche Tradition der Malteser, die vor 900 Jahren durch den Seligen Gerhard Tonque als Bruderschaft gegründet worden sind, mit neuem Leben erfüllen will
  • ein Werkzeug der Kirche, um dem Herrn in den Armen zu dienen und seine Liebe durch unseren Dienst den Notleidenden zu schenken
  • ein "Privater Verein von Gläubigen" in der Katholischen Kirche mit Sitz in Mandeni, Südafrika, der am 28. Oktober 1992 durch den deutschen Missionsbenediktiner und Malteser Pater Gerhard Tonque Lagleder OSB gegründet wurde

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